Pimientos de Padrón & eine Liebeserklärung an Galizien

In Bezug auf Spanien war ich ein richtiger Spätzünder. Die Partyhochburg rund um El Arenal habe ich mit Anfang 20 zwar mehrfach ausgiebig unsicher gemacht, aber außer billigem Sangria, schlecht gemachter Touristen-Paella und heißen Flirts unter der Balearensonne hat mich damals an Spanien recht wenig interessiert. Nun weiß man von meinen Reisen nach New York und London aber ja, dass ich mich gerne erst auf den zweiten Blick in einen Urlaubsort verliebe. Und drei mal dürft ihr raten: Bei Spanien war das genauso.

Im September 2016 war ich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder in Spanien. Nicht am Ballermann und auch nicht in einem der sonst so typischen Touristenorte, sondern auf dem Jakobsweg. Während meiner dreiwöchigen Reise von Léon nach Santiago de Compostela habe ich viele bezaubernde Regionen und Landschaften durchwandert, aber an einer ist mein Herz ganz besonders hängen geblieben: Galizien. Diese Region mit ihrer ursprünglichen und wilden Landschaft, dem üppigen Grün und den herzlichen Einwohnern erinnert mich immer ein wenig an Irland. Und dafür liebe ich Galizien gleich doppelt.

2018 bin ich nach Spanien zurück gekommen. Wieder als Jakobspilger und mit jeder Menge Vorfreude auf Galizien im Gepäck. Die Etappen in Galizien waren dann tatsächlich auch mit die Schönsten auf der ganzen Reise. Und damit die Sehnsucht nach galizischer Lebensfreude, Abende im Orujo-Rausch und ausgiebige Tapas-Schlemmereien zu Hause nicht allzu groß wird, habe ich mir nun endlich auch eines der typisch galizischen Gerichte mit in die schwäbische Heimat genommen: Pimientos de Padrón. Egal ob als Tapas, als Snack vor dem Fernseher oder als Beilage zum Grillen, die Pimientos sind einfach der Knaller.

Pimientos de Padrón

Menge: 4

Pimientos de Padrón

Zutaten

  • 500 g Pimientos de Patrón
  • Olivenöl
  • groben Meersalz oder Salzflocken

Zubereitung

  1. Die Pimientos de Padrón können entweder in der Pfanne oder auf dem Grill zubereitet werden und werden komplett im Ganzen verwendet. Es genügt daher, die Pimientos nur unter fließendem Wasser kurz abzuwaschen.
  2. Entweder man gibt die Pimientos gemeinsam mit etwas Olivenöl in eine Pfanne oder breitet sie auf einer Grillschale aus und reibt sie mit Olivenöl ein.
  3. Bei mittlerer Hitze werden die Pimientos für ca. 10-15 Minuten gebraten, bzw. gegrillt. Sie sollen ordentlich Farbe nehmen und dürfen an der ein oder anderen Stelle gerne auch etwas dunkel geraten.
  4. Sind die Pimientos fertig gegart, werden sie nur noch mit grobem Meersalz oder Salzflocken bestreut.
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Bitte nicht mit Jalapenos verwechseln

Kaufen könnt ihr die Pimientos in Deutschland immer häufiger im gut sortierten Supermarkt. Achtet aber darauf, dass ihr auch wirklich Pimientos und keine Chilis kauft, denn beide sind in Größe und Form sehr ähnlich und werden gerne mal verwechselt. Bei den originalen Pimientos de Padrón handelt es sich um kleine Paprikaschoten, die in unreifem Zustand grün geerntet werden und in der Regel nicht scharf sind (Auch wenn ein galizisches Sprichwort über die Pimientos sagt “os pementos de Padrón, un pican e outros non” – was so viel bedeutet wie “Paprikas aus Padrón: Einige scharf, andere nicht.“)

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Das richtige Salz

Traditionell werden Pimientos mit nichts anderem außer grobem Meersalz gewürzt. Für meine Pimientos de Padrón habe ich die Havsnø Meersalzflocken von Herberta benutzt. Das Salz in dem megahübschen Steinzeugtopf mit Korkverschluss habe ich kürzlich als PR-Sample* zugeschickt bekommen und mich quasi augenblicklich in Design und Qualität schockverliebt.

Wie die meisten von euch wissen, ist mir ja kaum etwas ein größerer Graus, als Lebensmittel in Plastikverpackungen. Die Gewürze von Herberta haben mit ihrem Steintöpfchen damit bei mir natürlich genau den richtigen Nerv getroffen. Sie sind nicht nur plastikfrei und in Bio-Qualität, sondern kommen auch von ganz wenigen ausgewählten Erzeugern. Die knusprigen Havsnø Meersalzflocken werden beispielsweise von einem kleinen norwegischen Familienunternehmen nach alter Tradition auf der Insel Gossa aus den Tiefen des Nordatlantiks gewonnen. Ich finde, da schmeckt man die Liebe und Leidenschaft mit jedem Salzplättchen. Und das ist heutzutage doch echt mal was wert!

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*Dieses PR-Sample wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Mein Produktempfehlung basiert rein auf persönlicher Begeisterung und handelt sich nicht um bezahlte Werbung! #justsaying

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Schwäbischer Lifestyle-Blogger mit Leidenschaft für Minimalismus, Urban Gardening, Food, Reisen & Happy Living

1 Comment

  1. […] genossen, wenn ich bei einer Pause belegte Baguettescheiben, kleine Eintopf-Portionen oder ein paar Pimientos de Padron zu meinen Getränken dazu bekommen habe. Zurück in Deutschland waren die Tapas immer eines der […]

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