Knusprige Herzoginkartoffeln selbermachen (inkl. vegane Variante)

In der Küche mach ich gerne so viel möglich selbst. Schon immer. Warum man Fix-Tüten oder Backmischungen benutzen sollte, hat sich mir noch nie erschlossen. Trotzdem gab (und gibt es auch heute noch) Dinge, die ich trotzdem nie selbst gemacht habe. Oft nur deshalb, weil man gar nicht auf die Idee kommt, es mal selbst auszuprobieren. So wie zum Beispiel Herzoginkartoffeln.

Lange Zeit habe ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, ob man Herzoginkartoffeln selber machen kann. Ich habe sie tiefgefroren gekauft, in den Backofen gepackt und kurze Zeit später hatte ich meine feine Kartoffelplätzchen – innen fluffig weich und außen wunderbar knusprig.

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Nun ist es aber ja leider so, dass Herzoginkartoffeln zu 99 % in Plastikpackungen verkauft werden. Und wie ihr wisst, finde ich das nicht ganz so geil. Was also tun? Ganz einfach: Es war höchte Zeit, Herzoginkartoffeln endlich mal selber zu machen! Und das ist sogar einfacher als gedacht! Aber seht doch einfach selbst:

Knusprige Herzoginkartoffeln – Klassisch

Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten

Equipment

  • Schüssel
  • Topf
  • Kartoffelstampfer
  • Spritzbeutel mit Sterntülle

Zutaten

  • 1 Kg Kartoffeln
  • 4 Eigelb
  • 1 Stückchen Butter
  • etwas Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss

Anleitungen

  • Kartoffeln kochen, ausdämpfen lassen und anschließend schälen. Noch warm mit einem Kartoffelstampfer gleichmäßig verstampfen.
  • Butter, Eigelbe und etwas Milch zu den Kartoffeln geben und alles zu einem gleichmäßigen Pürree verstampfen. Dieses großzügig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  • Das fertige Pürree in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle geben, dann gleichmäßige Rosetten auf Backpapier spritzen und diese vorsichtig mit etwas Eigelb bestreichen.
  • Die Herzoginkartoffeln nun nur noch im Backofen bei ca. 180°C für ungefähr 10 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.
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Vegane Alternative

Neben der klassischen Variante mit Ei und Butter, könnt ihr die Herzoginkartoffeln auch problemlos vegan herstellen. Und das geht dann so:

Knusprige Herzoginkartoffeln – vegane Variante

Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten

Equipment

  • Schüssel
  • Topf
  • Kartoffelstampfer
  • Spritzbeutel mit Sterntülle

Zutaten

  • 1 Kg Kartoffeln
  • 1 EL Margarine
  • Pflanzenmilch Menge vom Stärkegrad der Kartoffeln abhängig
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss

Anleitungen

  • Die Kartoffeln kochen, ausdämpfen lassen und anschließend schälen. Noch warm mit einem Kartoffelstampfer gleichmäßig verstampfen.
  • Die Margarine und ein Schuss Pflanzenmilch zu den Kartoffeln geben und alles zu einem gleichmäßigen Pürree verstampfen. Dieses großzügig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen,
  • Das fertige Pürree in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle geben, dann gleichmäßige Rosetten auf Backpapier spritzen und diese vorsichtig mit etwas Pflanzenmilch bestreichen
  • Die Herzoginkartoffeln nun nur noch im Backofen bei ca. 180°C für ungefähr 10 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.
Dir hat das Rezept gefallen? Dann freue ich mich über eine Bewertung. Einfach hier klicken und Bewertung abgeben. Herzlichen Dank!

Mit der Menge der Pflanzenmilch müsst ihr ein bisschen spielen und rumprobieren. Das Pürree sollte locker und luftig sein, aber gleichzeitig auch so fest, dass es beim Aufspritzen seine Form behält. Am Besten ihr verwendet zu Beginn sehr wenig Pflanzenmilch und tastet euch dann langsam an eine gute Konsistenz heran.

Wenn ihr nicht ganz auf den Ei-Geschmack und die Farbe verzichten wollt, könnt ihr die Eier im Originalrezept auch einfach durch Ei-Ersatz austauschen. Ich selber habe es mal mit EyGelb von MyEy (Amazon-Affiliate-Link) ausprobiert. Hat super funktioniert.

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Vorrats-Tipp:

Wenn ihr vor ein bisschen mehr Arbeit nicht zurück schreckt, dann solltet ihr unbedingt die doppelte oder dreifache Menge dieses Rezeptes herstellen. Die Herzoginkartoffeln lassen sich nämlich ganz wunderbar auf Vorrat einfrieren. Und so geht´s:

  • Herzoginkartoffeln wie im Rezept beschrieben herstellen.
  • Die rohen Herzoginkartoffeln in die Gefriertruhe stellen und komplett durchfrieren lassen.
  • Sobald die Herzoginkartoffeln durchweg gefroren sind, diese vom Backpapier abziehen und portionsweise einfrieren. Am besten in einem Zip-Beutel oder in einer ausreichend großen Tupperschüssel (wobei Tupperschüssel bei mir ein Synonym für so ziemlich jedes Aufbewahrungsgefäß ist^^)
  • Zum Aufbacken musst ihr dann einfach nur die benötigte Menge Herzoginkartoffeln frühzeitig aus der Gefriertruhe holen, komplett auftauen lassen und anschließend genauso backen wie den frischen Kartoffelteig.

Hättet ihr gedacht, dass die Zubereitung von feinen Herzoginkartoffeln so einfach ist? Ich auf jeden Fall nicht. Umso begeisterter bin ich jetzt, nachdem ich es endlich mal ausprobiert hab! Speziell natürlich auch davon, wie gut man diese Kartoffelvariante vorbereiten und einfrieren kann.

Für mich sind die fertigen Convenience-Herzoginkartoffeln in Plastikverpackung mit diesem Rezept auf jeden Fall ab sofort Geschichte. Selbst gemacht schmeckt halt doch am besten. Ganz besonders, wenn das Rezept so kinderleicht ist, wie dieses hier.


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2 Kommentare

  1. Hallo,
    ich habe gestern das erste Mal Herzoginkartoffeln ausrobiert. Optisch waren sie wunderschön, aber knusprig nicht mal annähernd.
    Wie werden die denn bei dir knusprig, da du das ja sogar in der Überschrift so angibst?

    1. Author

      Hi Elke, ich habe die Herzoginkartoffeln einfach nur, wie im Rezept beschrieben, mit Eigelb bestrichen und gebacken. Ich hab die jetzt schon mehrfach gemacht und bei mir sind sie immer wunderbar knusprig geworden. Was ich mir vorstellen könnte: Vielleicht liegt es am Backofen. Du könntest mal mit der Temperatur rumprobieren.

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