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Kartoffelgratin – klassisch oder vegan, immer perfekt

Kartoffelgratin gehört für mich zu den Rezepten, die einfach immer funktionieren. Ob als Beilage zum Sonntagsessen oder als unkompliziertes Hauptgericht unter der Woche – die Kombination aus zarten Kartoffeln, cremiger Sauce und goldbrauner Käsekruste ist einfach unschlagbar. Über die Jahre habe ich unzählige Varianten ausprobiert und dabei viel experimentiert. Mittlerweile habe ich mein persönliches Lieblingsrezept gefunden. Mit wenigen Zutaten, ganz klassisch gewürzt und sowohl in der vegetarischen als auch in der veganen Variante ein echter Dauerbrenner.

Damit dein Kartoffelgratin garantiert gelingt, verrate ich dir außerdem die wichtigsten Tipps rund um Kartoffelsorte, Schnittstärke und Backzeit.

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Infografik zum Thema Kartoffelgratin. Rechts eine Auflaufform mit einem fertig gebackenen Kartoffelgratin. Links Tipps zum backen
Welche Kartoffelsorte ist die Richtige fürs Gratin?

Ich verwende für Kartoffelgratin am liebsten festkochende Kartoffeln. Wenn möglich sogar festkochende Frühkartoffeln. Die behalten beim Backen am besten ihre Form und zermatschen nicht. Ausserdem sind sie wunderbar zart und haben viel Geschmack

Verwendet man die Kartoffeln roh oder gekocht?

Für mein Kartoffelgratin nehme ich ausschließlich rohe Kartoffeln. Das hat den großen Vorteil, dass die Kartoffel noch alle Stärke enthält. Kocht man die Kartoffeln vorab, geht viel von der Stärke verloren. Die ist aber sehr wichtig, denn die Stärke, die während dem Backen abgegeben wird, bindet das Gratin und macht es wunderbar sämig.

Sollte man die Scheiben dick oder dünn schneiden?

In mein Gratin kommen sehr dünne Kartoffelscheiben mit maximal 2-3 mm Dicke. Die Kartoffeln wasche ich hierfür zuerst unter fließendem Wasser gründlich ab und schneide sie dann mitsamt der Schale in dünne Scheiben. Dass ich die Schale dran lasse, hat einen guten Grund: Die Kartoffelschale gibt dem Gratin eine wunderbar würzige Note.

Wie wird gewürzt und kommt eine Sauce drüber?

In Kartoffelgratin-Rezepten habe ich beim Punkt Würzen schon die abenteuerlichsten Kombinationen gesehen. Von Curry über Chili bis hin zu mediterranen Varianten mit Rosmarin und Thymian. Ich persönlich favorisiere immer noch das ganz klassische Gratin mit einer Sauce aus Sahne oder Kochsahne, Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Diese Variante passt einfach zu allem und schmeckt immer.

Wird das Gratin mit Käse überbacken oder nicht?

Die Frage braucht man eigentlich nicht stellen: Gratin, bzw. gratinieren, bedeutet schließlich, dass man etwas überbackt. Und aus dem Grund gibt es eigntlich nur eine legitime Antwort: Unbedingt Käse! Welchen man dafür letztendlich verwendet, bleibt natürlich dem persönlichen Geschmack überlassen. Ich mochte meine Gratins früher gerne mit würzigem Edamer. Heute nutze ich veganen Käse – der Pizzakäse von Simply V ist zum Beispiel super.

Kartoffelgratin – so gelingt es perfekt!

Servings 4

Zutaten

  • 1 Kg festkochende Kartoffeln
  • 300 ml fettreduzierte Kochsahne / vegane Sahne
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL Pfeffer
  • 0,5 TL Muskatnuss
  • 80 g geriebener Käse / veganer Käse
  • gekörnte Gemüsebrühe (nach Geschmack)

Anleitungen

  • Die Kartoffeln unter fliesendem Wasser gut abwaschen und, falls nötig, mit einer Bürste gründlich abschrubben. Dann mit einem scharfen Messer in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden. Die Schale dabei dran lassen.
  • Die rohen Kartoffelscheiben leicht überlappend in eine Auflaufform schichten bis alle Kartoffeln verbraucht sind. Das Gratin sollte ca. 7cm bis 10 cm hoch geschichtet sein.
  • Die Kochsahne in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Muskat und gekörnter Gemüsebrühe würzen. Wenn die Flüssigkeit leicht überwürzt schmeckt, dann ist sie genau richtig.
  • Die gewürze Sahne nun über die Kartoffelscheiben gießen und die Auflaufform anschließend ein paar mal auf die Arbeitsplatte klopfen, damit sich die Sauce gut verteilt.
  • Das Gratin im vorgeheizten Backofen bei 150°C so lange backen, bis die Kartoffeln weich geworden sind. Die Backzeit ist je nach Dicke der Kartoffeln und Größe der Aufflaufform verschieden. Am besten einfach mit einem scharfen Messer hinein stechen. Wenn die Kartoffeln weich sind, merkt man das.
  • Sobald die Kartoffeln gar sind, den Käse darüber geben und alles goldbraun überbacken lassen.

Notizen

Für eine kleinere Form (z.B. 20×15 cm, 2 Portionen) einfach alle Mengen halbieren. Wer das Gratin in Soufflé-Förmchen serviert: Menge reicht für ca. 6 kleine Förmchen. Vegane Variante: Kochsahne durch Hafer- oder Sojakochsahne ersetzen, Käse weglassen oder veganen Reibekäse nehmen.
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Echte Kartoffeln auf die Eins!

Wenn du Kartoffeln magst, dann wirst du diese Rezepte auf jeden Fall lieben:

Servier-Tipp

Als Beilage kannst du das Kartoffelgratin sehr gut zu allen möglichen Fleischgerichten servieren. Es passt zum Beispiel wunderbar zu Boeuf a la Bourguignonne oder auch zu einem einfachen Pfannenschnitzel. Ich persönlich mag es aber auch sehr gerne als eigenständiges, vegetarisches / veganes Gericht. Ein paar Löffel Preiselbeeren und ein knackiger Salat dazu und der Genuss ist perfekt!

Wenn ich Gäste habe, service ich das Kartoffelgratin gerne in kleinen Schälchen. Das sieht hübsch aus und jeder hat seine eigene Portion. Besonders gut eignen sich dazu Souffle-Förmchen [Amazon-Affiliate]. Die sollte man meiner Meinung nach eigentlich standardmässig zuhause haben, denn sie sind einfach perfekt für Desserts aller Art, für Saucen und Dips oder auch als Portionsschalen für Knabbereien, Tapas & Co.

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7 Kommentare

        1. Hi Andrea, die stehen in diesem Fall mit Absicht nicht dabei. Ich kann ja nicht für alle möglichen Auflaufform-Größen verschiedene Mengenangaben angeben. In dem Rezept erkläre ich, wie das Kartoffelgratis (für mein Empfinden) perfekt wird – gehe aber davon aus, dass die Leute sich die Mengen schon selbst anpassen können. Wenn du dir nicht sicher bist, dann mach dir einfach die rohen Kartoffeln in deine Auflaufform und so viele wie reinpassen, nimmst du dann für das Gratis. Bei der Sahne nimmst du einfach so viel, dass deine Kartoffeln damit bedeckt sind und würzt sie nach deinem Geschmack. Wie gesagt, sie sollte ruhig überwürzt sein – die Kartoffeln ziehen da noch einiges raus. Und beim Käse musst du selber wissen, ob du viel oder wenig magst.

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