Semmelknödel ohne Ei – einfaches veganes Rezept
Übrig gebliebenes Brot, Brötchen & Co. gibt es bei mir immer wieder. Die Brezel, die beim Sonntagsfrühstück nicht aufgegessen wurde. Das halbe Baguette, das nach der Grillparty übrig geblieben ist. Oder einfach Brot, das ein paar Tage zu lange im Schrank lag. Manchmal packe ich die trockenen Brotstücke einfach in den Mixer und mache Semmelbrösel daraus. Die kann man in der veganen Küche schließlich ständig gebrauchen. Im Herbst oder Winter darf es aber gerne auch mal etwas deftiger sein – dann gibt es Semmelknödel.
Und die kannst du ganz einfach ohne Ei und ohne andere tierische Zutaten selber machen. Du brauchst dafür weder einen speziellen Ei-Ersatz noch eine lange Zutatenliste. Übrigens ist das Rezept auch praktisch, wenn du gar nicht vegan lebst, aber spontan Knödel machen möchtest und einfach kein Ei im Kühlschrank hast.
Warum du diese Knödel lieben wirst:
- vegan und komplett ohne Ei
- eine tolle Möglichkeit, altes Brot zu verwerten
- mit wenigen Zutaten gemacht
- einfach vorzubereiten
- außen schön knusprig und innen weich
- perfekt zu Pilzrahmsoße, Gemüse oder Salat
Semmelknödel ohne Ei
Kochutensilien
- 1 Schüssel
- 1 großer Topf
- Klarsichtfolie
- 1 Geschirrtuch
Zutaten
- 2 Stück trockenes Brot, Brötchen und/oder Brezel
- Wasser oder pflanzliche Milch zum einweichen
- 1-2 Zwiebel
- etwas Pflanzenöl
- Salz
- Petersilie
- Semmelbrösel nach Bedarf
Anleitungen
- Das trockene Brot in eine Schüssel geben, mit Wasser oder pflanzlicher Milch übergiessen und so lange einweichen lassen, bis das Brot weich geworden ist und sich zerdrücken lässt
- Das überschüssige Wasser abschütten und das Brot gut ausdrücken. Am besten geht das in einem sauberen Geschirrtuch. Anschließend die Brotmasse zurück in die Schüssel geben
- Die Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden und in etwas Pflanzenöl glasig andünsten. Die Petersilie waschen, trocken tupfen und fein hacken.
- Zwiebel und Petersilie zum eingeweichten Brot geben, die Masse salzen und alles gut miteinander vermischen. Wenn die Masse noch sehr feucht sein sollte, etwas Semmelbrösel dazu geben, ebenfalls untermischen und 5-10 Minuten quellen lassen.
- Die Knödelmasse länglich auf ein Stück Klarsichtfolie geben und komplett in die Folie einwickeln. Dabei ordentlich Spannung auf die Folie geben und die Enden fest verzwirbeln. Das Ganze mit 1-2 weiteren Lagen Folie wiederholen, damit die Knödelrolle wasserdicht ist.
- Die Knödelmasse in einen Topf mit leicht siedendem Wasser legen und für ca. 20 Minuten ziehen lassen. Anschließend aus dem Wasser nehmen und komplett abkühlen lassen. Das macht den Knödel noch ein bisschen fester.
- Kurz vor dem Servieren den Knödel in gleichmäßige Scheiben schneiden und diese in einer Pfanne mit etwas Pflanzenöl von beiden Seiten anbraten.
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Meine liebste Beilage: cremige Pilzrahmsoße
Zu Semmelknödeln mag ich es klassisch und unkompliziert: Champignons in cremiger Rahmsoße. Dafür schneide ich die Champignons klein und brate sie in etwas Öl kräftig an. Anschließend lösche ich sie mit etwas Rotwein oder Weinbrand ab und lasse die Flüssigkeit einkochen. Das hat einen kleinen, aber feinen Effekt: Der Bratensatz löst sich aus der Pfanne und gibt den Pilzen ordentlich Geschmack. Anschließend kommen Gemüsebrühe und etwas Hafermilch, Hafersahne oder veganer Frischkäse dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss noch etwas Petersilie und einen Löffel Preiselbeeren dazugeben.
Semmelknödel, Pilzrahmsoße und ein frischer Salat – mehr braucht eine gute Mahlzeit eigentlich nicht.
Semmelknödel ohne Frischhaltefolie
Ich bereite die Knödel in diesem Rezept als Rolle in Frischhaltefolie zu. Das ist für mich die unkomplizierteste Variante, weil die Masse dadurch zuverlässig zusammenhält. Wenn du keine Frischhaltefolie verwenden möchtest, kannst du aber auch einzelne Knödel formen. Wichtig ist dann, dass die Masse eher fest ist. Kleine Knödel halten dabei besser als sehr große.
Mach vorher einen Probeknödel
Das würde ich besonders dann empfehlen, wenn du die Knödel zum ersten Mal machst. Forme einen kleinen Knödel und gib ihn in leicht siedendes, nicht sprudelnd kochendes Wasser. Hält er zusammen, kannst du die restliche Masse genauso verarbeiten. Fällt er auseinander, ist sie noch zu feucht. Dann einfach etwas mehr Semmelbrösel unterarbeiten und erneut testen. So musst du nicht erst nach dem Kochen feststellen, dass die ganze Knödelmasse nicht stabil genug war.
Kann man Semmelknödel vorbereiten?
Ja. Gerade die Variante als Knödelrolle eignet sich dafür ziemlich gut. Nach dem Garen lässt du die Rolle vollständig abkühlen. Dadurch wird sie etwas fester und lässt sich anschließend sauber in Scheiben schneiden. Die Scheiben kannst du dann kurz vor dem Servieren in etwas Pflanzenöl von beiden Seiten goldbraun anbraten. Das ist übrigens auch meine bevorzugte Variante: innen weich, außen schön knusprig.

Häufige Fragen zu Semmelknödeln ohne Ei
Ja. Für dieses Rezept brauchst du wirklich kein Ei und auch keinen Ei-Ersatz. Das eingeweichte Brot bildet die Grundlage der Knödelmasse. Falls sie zu weich ist, sorgen Semmelbrösel für zusätzliche Bindung. Dass man unbedingt Ei dafür braucht, ist absolut nicht wahr.
Du kannst trockenes Brot, Brötchen, Baguette oder Brezeln verwenden. Unterschiedliche Brotreste lassen sich auch miteinander kombinieren. Nimm einfach was du da hast. Mit Brezeln oder Laugenbrötchen wirds besonders deftig.
Wenn deine Knödel auseinanderfallen, ist die Masse zu feucht oder nicht ausreichend gebunden. Das eingeweichte Brot deshalb gut ausdrücken und bei Bedarf Semmelbrösel unterarbeiten. Bei einzelnen Knödeln hilft außerdem eine kleine Garprobe.
Ja. Das Rezept kommt ohne Ei und andere tierische Zutaten aus. Wenn du zum Einweichen pflanzliche Milch verwendest, sind die Semmelknödel vollständig vegan.
Besonders gut passt eine cremige Pilzrahmsoße. Aber auch Gemüse, Salat oder eine vegane Bratensoße sind schöne Beilagen. Natürlich passen auch Schmorgerichte wie Gulasch oder Rahmgeschnetzeltes zu den Knödeln. Das klappt übrigens auch in vegan.
Und jetzt: ran an die Knödel!
Wenn du noch trockenes Brot übrig hast, weißt du ja jetzt, was daraus werden kann. Ich finde, genau solche einfachen Rezepte machen die Küche manchmal am schönsten: ein paar Zutaten, wenig Aufwand und am Ende steht etwas richtig Gutes auf dem Tisch.
Schreib mir gerne, wie deine Knödel geworden sind und merke dir das Rezept auf Pinterest, damit du es beim nächsten Knödelhunger gleich wiederfindest.
Und jetzt: Brot zusammensuchen, Knödel machen und genießen.

