Zwei Scheiben gegrillter Schweinebraten mit Reis und schwarzen Bohnen
Rezepte

Gegrillter Schweinebraten „Südstaaten-Art“

Lesedauer: 3 Minuten

Im Süden der USA, wo die Ebenen scheinbar unendlich sind, riesige Vieherden über die Felder wandern und die Luft vor schwüler Hitze flirrt, ist das klassische Soulfood zuhause. Rund um Tennessee, Alabama, Luisiana und Co. werden vorzugsweise einfache und herzhafte Gerichte serviert. Beeinflusst von der Cajun Küche, der kreolischen Küche und der Tex-Mex-Küche. Eine der beliebtesten Zubereitungsmethoden ist dabei das BBQ mit so leckeren Gerichten wie dem Pulled Pork oder dem Brisket.

Im Gegensatz zum Grillen, wie wir es bei uns in Deutschland kennen, wird das Fleisch beim echten BBQ nicht über der direkten Flamme gegrillt. Gegart wird möglichst lange indirekt, bei niedriger Temperatur und/oder im Rauch. So bleibt das Fleisch wunderbar zart und saftig.

Zugegeben, diese Zubereitungsweise braucht seine Zeit und ist oft eine Geduldsprobe. Aber das Warten lohnt sich. Ganz besonders bei meinem heutigen Rezept. Der gegrillte Schweinebraten „Südstaaten-Art“ katapultiert euch gedanklich direkt auf eine Ranch irgendwo im Südstaaten-Hinterland. Am Besten dreht dir gleich mal die Country-Musik auf und legt los:

Gegrillter Schweinebraten “Südstaaten-Art”

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 6 Stunden
Fleisch marinieren & Bohnen einweichen 1 day
Portionen 4 Portionen

Equipment

  • Große Schüssel (der Schweinebraten sollte komplett hinein passen)
  • Grill
  • Holzkohle
  • Topf
  • Alufolie

Zutaten

  • 1,5 KG Schweinebraten am Stück mit Schwarte & Knochen
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Basilikum
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Knoblauchgranulat
  • Reis
  • 4 EL getrocknete schwarze Bohnen
  • Räucherchips

Anleitungen

  • Den Schweinebraten kurz unter fließendem Wasser abwaschen und trocken tupfen. Die Schwarze anschließend mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden. Dabei unbedingt darauf achten, das Fleisch unter der Schwarte nicht mit einzuschneiden.
  • Aus Apfelessig, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Basilikum, Thymian und Knoblauchgranulat eine Paste anrühren und den Schweinebraten komplett mit der Paste einreiben. Die Paste dabei auch gut zwischen die eingeschnittene Schwarte reiben.
  • Den Schweinebraten in eine Schüssel geben, abdecken und für mindestens 12 Stunden (besser 24 Stunden) im Kühlschrank marinieren lassen.
  • Die Bohnen in eine Schüssel geben, mit Wasser übergießen und über Nacht quellen lassen.
  • Nach dem Ende der Marinierzeit kann der Schweinebraten gegrillt werden. Dazu den Grill zunächst auf ca. 120°C aufheizen und eine Zone mit indirekter Hitze schaffen. Zum Smoken nun ein paar Räucherchips in die Glut werfen, die im Vorfeld gut gewässert wurden.
  • Das Fleisch bis zu einer Kerntemperatur von 85-88 Grad grillen. Je nach Fleisch dauert das ca. 5 Stunden.
  • Sobald die Kerntemperatur erreicht ist, das Fleisch vom Grill nehmen, in Alufolie wickeln und für ca. 30-60 Minuten ruhen lassen. Dies bewirkt, dass sich der Fleischsaft wieder richtig schön im Fleisch verteilt.
  • In der Zwischenzeit Reis und Bohnen jeweils nach Packungsanleitung gar kochen.
  • Zum Servieren das Fleisch in dünne Scheiben aufschneiden und gemeinsam mit Reis und Bonen anrichten.
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Tipps, Tricks & Bezugsquellen (Links mit * = Amazon-Affiliate):

  • Die schwarzen Bohnen bekommt man leider noch nicht so häufig im normalen Supermarkt. Im Asia-Laden sind die Bohnen aber fast immer erhältlich.
  • Zum Räuchern eignen sich entweder Räucherchips oder Räucherboxen mit Pellets. Ich selbst verwende am liebsten die gusseiserne Räucherbox von BBQ Delight* in Verbindung mit den BBQ Delight Hickory Pellets*. Wenn ihr lieber Räucherchips verwenden möchtet, dann kann ich die Rauchzeichen-BBQ Wood Chips* empfehlen.
  • Wenn ihr keinen Grill habt oder den Braten lieber bei schlechtem Wetter zuhause zubereiten wollt, könnt ihr das Ganze auch einfach im Backofen machen. Der typische Rauchgeschmack bleibt dabei zwar auf der Strecke, weil man im Backofen natürlich nicht mit Räucherchips & Co arbeiten kann, aber auch dafür gibt es auch einen fabelhaften einen Trick. Einfach ein paar Tropfen Liquid Smoke * in die Marinade geben und das Fleisch wird auch bei der Backofen-Variante schön smoky.

Habt ihr schonmal ein richtiges BBQ veranstaltet? Oder seid ihr eher der klassisch-deutsche „Steak & Würstchen“-Griller?


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