Sauerteigbrot stand lange Zeit ganz oben auf meiner „To-bake-before-die-Liste“. Trotzdem hab ich mich Ewigkeiten davor gedrückt. Das Backen mit Sauerteig war für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln. Etwas, das nur Bäcker tun und im Privaten richtig schwierig ist.

Dass Sauerteig aber eigentlich total easy ist, zeigt Mia von Kuechenchaotin mit ihrem Artikel „Sauerteig für Dummies – Roggensauerteig selber machen„. Darin erzählt sie nicht nur davon, wie ihr erster Versuch gehörig in die Hose gegangen ist, sondern verrät auch viele Tipps und Tricks, wie es letztendlich doch klappt.

Und wenn es dann schließlich geklappt hat, kann es mit dem fröhlichen Brotbacken losgehen. Im Frühling dabei ein absolutes Muss: Sauerteigbrot mit Bärlauch. Das ist aussen schön knusprig, innen fluffig und schmeckt ganz dezent nach Bärlauch. Besonders gut passt es zu Gegrilltem oder auch einfach mit einem Aufstrich aus Frischkäse oder selbst gemachter Bärlauchbutter.

Sauerteigbrot mit Bärlauch

Dauert seine Zeit, aber meistens steht der Teig einfach nur rum und geht vor sich hin. Wer sich also nicht von der langen Zubereitungszeit abschrecken lässt, der wird mit einem herrlichen Brot belohnt, auf das sich jedes Warten lohnt.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 40 Minuten
Portionen 1 Laib Brot

Equipment

  • Rührschüssel
  • (optional) Gärkörbchen
  • Backblech
  • Backpapier oder Dauerbackmatte

Zutaten

  • 2 EL Weizen-Mehl
  • 2 EL Sauerteig
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 500 g Weizenmehl
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 5 g Hefe
  • 10 g Salz
  • 50 g Bärlauch

Anleitungen

  • Für den Vorteig 2 EL Weizen-Mehl mit 2 EL Sauerteig und 150 ml lauwarmem Wasser verrühren. Den Vorteig für ca. 14-16 Stunden (idealerweise über Nacht) bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis er schön zu blubbern anfängt.
  • An nächsten Tag aus 250 g Mehl, dem Zucker, der Hefe, dem Wasser, sowie dem über Nacht stehen gelassenen Vorteig eine weitere Teigvorstufe anmischen. Diese wieder bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis auch diese mit blubbern beginnt (das sollte nicht allzu lange dauern – ca. 1 Stunde müsste reichen).
  • Sobald die neue Teigvorstufe ebenfalls blubbert, das restliche Mehl und das Salz zugeben. Den Teig in der Küchenmaschine für mindestens 10 Minuten durchkneten lassen und dann bei Zimmertemperatur für ca. 1 Stunde gehen lassen.
  • Nach einer Stunde den Teig auseinanderziehen, zusammenfalten und erneut eine weitere Stunde gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen, trocknen und mit einem scharfen Messer fein hacken.
  • Sobald wieder eine Stunde vorbei ist, den Bärlauch unter den Teig kneten und den Teig anschließend zum finalen Gehen in einen Gärkorb packen (notfalls geht aber auch die Schüssel, in der der Teig sowieso schon drin ist). Den Teig noch ein letztes mal für ca. 1 Stunde gehen lassen
  • Backofen in der Zwischenzeit auf 240°C Umfluf vorheizen.
  • Den fertigen Teig aus dem Gärkörbchen (oder der Schüssel) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und mit etwas Wasser bepinseln. Evtl. mit den Händen noch etwas in Form bringen.
  • Das Brot für ca. 40 Minuten im Backofen backen. Dabei die ersten 20 Minuten eine Schale mit heißem Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Diese nach 20 Minuten herausholen.
  • Nach dem Backen das fertige Brot nur noch auskühlen lassen.
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Wozu ein Gärkörbchen?

Das Gehen lassen im Gärkörbchen dient dazu, dem Brot die typische Struktur zu geben. Es bekommt dadurch ein wunderschöne Rillenmuster auf der Oberfläche und wird auch schön rund. Mein Gärkörbchen ist von Birkmann* (Amazon-Affiliate-Link) und besteht aus natürlichem Peddigrohr. Der Teig wird dabei während dem Gehprozess mit ausreichend Sauerstoff versorgt, so dass das Brot locker und luftig wird. Wenn man grad nicht backt, kann den Gärkorb auch prima als Brotkorb am Frühstückstisch verwenden.

Das Brot dauert aber so unfassbar lang!

Wenn man sich das Rezept durchliest, kann einem der ganze Prozess durchaus zu lang und zu aufwändig vorkommt kommen. Aber das scheint nur auf den ersten Blick so. In Wirklichkeit macht dieses Sauerteigbrot mit Bärlauch gar nicht so viel Arbeit. Die meiste Zeit steht der Teig nur irgendwo in der Gegend rum und geht vor sich hin. Falsch machen kann man hier im Grunde gar nichts. Man braucht nur ein bisschen Geduld. Und die lohnt sich bei diesem Brot auf jeden Fall.


Du hast noch nicht genug von tollen Brotrezepten? Dann schau unbedingt auch mal hier in meinem Rezeptarchiv „Brot“ vorbei. Dort findest du jede Menge weitere phantastische Rezepte: Kürbiskernbrot aus dem Römertopf, das schnellste Weizen-Roggen-Mischbrot der Welt, rusikales Overnight-Baguette und viele mehr. Viel Spaß beim Nachmachen und lass es dir schmecken!


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11 Responses

  1. Hallo! :)

    Ich backe erst seit kurzem mit Sauerteig, dein Rezept hat bis jetzt das beste Ergebnis erbracht. Aber mir ist schon bei einigen Rezepten aufgefallen dass extra Hefe dazukommt. Ich dachte der Sauerteig würde das hinfällig machen? Könnte man sie weglassen und z.B. denTeig stattdessen länger gehen lassen?
    Liebe Grüße :)

    • Hi Liz, ach das freut mich, dass dir mein Rezept gefällt und es so gut geklappt hat. Komplett ohne Hefe habe ich das tatsächlich auch noch nie probiert. Aber das sollte schon auch gehen. Müsstest einfach mal versuchen.

  2. Das Problem kenne ich nur zu Gut. Auf meiner Liste steht auch so viel, aber irgendwas fehlt immer. Entweder die Zeit oder die Zutat.
    Dieses Brot würde ich liebend gerne nachbacken, aber mir fehlt der Sauerteig. Ich meine aber, man kann den selber ansetzen. Irgendwo muss er ja herkommen ;-)
    Ich werde mich mal schlau machen und dann dein Rezept probieren.

    Liebe Grüße
    Susanne

  3. Ich möchte auch gern Sauerteigbrot backen. ;O; Aber – ich traue mir nicht zu, selbst Sauerteig zu machen. Ob’s den bei uns im Bioladen wohl gibt? Muss ich mal schauen. Oder doch mal selbst probieren, mehr als schiefgehen kann es ja nicht.
    Dein Brot sieht total lecker aus. <3

    • Phu gute Frage – ich hab meinen Sauerteig geschenkt bekommen und nicht selbst gemacht. Aber so schwer soll das angeblich gar nicht sein. Im Bioladen könntest schon mal fragen.

  4. Eigentlich bin ich überhaupt kein Bärlauch fan aber ich hab auch schon mal Bärlauchbutter probiert und war positiv überrascht. Vielleicht komm ich auch irgendwann nochmal ins Vergnügen Bärlauchbrot zu probieren. ;)

    Liebste Grüße,
    Hannah. :)

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