Verpackungsfreier Januar – Fazit zur ersten Woche

Wie bereits angekündigt, erzähle ich euch heute, wie meine erste Woche mit der Challenge “Verpackungsfreier Januar” von Franzi Schädel gelaufen ist. Für mich war es die erste Arbeitswoche nach meinem Weihnachtsurlaub und ich bin alles in allem sehr gut zurecht gekommen. Zu einem großen Teil lag das aber auch daran, dass bei unserer Silvesterparty extrem viel Essen übrig geblieben ist und ich die gesamte Woche überhaupt nichts einkaufen musste.

Außerdem hatte ich mir ja vorgenommen, endlich mal wieder konsequent meine Vorräte aufzubrauchen. Da hatte sich in den letzten Wochen und Monaten wieder sehr viel angesammelt. Gleich zu Beginn der letzten Woche habe ich deshalb auch eine Bestandsaufnahme meiner Vorratskammer gemacht und ich war sehr überrascht, wie viel ich alleine an haltbaren Lebensmittel tatsächlich noch im Haus habe:

  • Nudeln in allen möglichen Varianten
  • Reis (Basmati & Jasmin)
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • Brot (Aufbackbrötchen, Vollkornbrot, Toastbrot, altbackene Brötchen – alles Reste von Silvester)
  • Tunfisch
  • Linsen
  • Haferflocken
  • Couscous

In meiner Gefriertruhe schlummerte außerdem noch zwei T-Bone-Steaks, Mini-Quiches mit Lauch und Speck, Nudelteig, Grillkäse und Blumenkohl. Dazu kamen im Kühlschrank noch weitere Reste von Silvester: Kräuter- und Knoblauchbutter, Nudelsalat, griechischer Bauernsalat, Frischkäsebällchen, Käsespiesse, Maultaschen, Ziegenkäse, Camembert, Frischkäse, Joghurt, Karotten, Paprika, Eier sowie diverse Salamisorten und Rauchfleisch. Außerdem hatte ich noch ein paar Orangen, Äpfel und eine Grapefruit im Haus.

Leckeres Resteessen

Bis zum Wochenende haben wir uns zum Großteil an die Silvesterreste gehalten und all die Dinge verputzt, die nicht lange haltbar gewesen sind. Also die Salate und die Käsespiesse. Auch ein T-Bone-Steak musste dran glauben. Außerdem konnten wir noch ein paar von den Mini-Quiches aufbrauchen und die Packung Maultaschen. Am Wochenende hab ich eine angebrochene Packung Tagliatelle aufgebraucht und aus Frischkäse, Kräutern, Weißwein und etwas Kräuterbutter eine leckere Sauce gezaubert. Samstag waren wir Mittags bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und Abends gab es nochmals ein paar der restlichen Mini-Quiches. Sonntag musste dann das zweite T-Bone daran glauben. Das gab es mit Ofenkartoffeln und SourCream.

Was mich diese Woche am meisten gefreut hat, war die Tatsache, dass ich wirklich überhaupt keine Lebensmittel kaufen musste. Somit konnte ich mir nämlich schon gar keine Verpackungen ins Haus holen. Auch im Büro war ich die Woche über sehr konsequent. Es gab keine Brezel vom Bäcker und auch in der Mittagspause nicht mal schnell irgendwas aus dem Supermarkt. Statt dessen habe ich mir Joghurt mit Früchten, belegte Brote und Gemüsespiesse mitgenommen. Da freut sich nicht nur der Mülleimer, sondern auch die Figur. Und der Geldbeutel natürlich auch.

Am frühen Sonntagmorgen konnte Dirk auf dem Heimweg von einer Kneipentour beim Bäcker sogar noch eine große Tüte mit Backwaren vom Vortag ergattern. Die wären einfach weggeworfen worden und das wäre richtig schade gewesen wäre, denn durchweg alles war noch richtig gut. Jetzt haben wir für lau ein ganzes Brot, sowie verschiedene Brötchen zu Hause. Und “verpackt” war das ganze in einem Biomüllsack, den ich weiterverwenden kann.

Ganz ohne Plastik ging es doch nicht

Das Thema “Biomüllsack” ist dann aber leider auch schon das, was mich  letzte Woche ein bisschen geärgert hat. Am Montag musste ich mir nämlich eine neue Rolle Biomüllsäcke (aus Plastik) kaufen, weil mein Vorrat zu Hause aufgebraucht war. Das gehört zwar nicht unmittelbar zum Thema “Verpackungsmüll”, aber es wurmt mich trotzdem. Unser Abfallentsorger akzeptiert für Biomüll nämlich nur diese Plastikbeutel und ich habe deshalb keine Alternative. Zumindest noch nicht. Denn in diesem Jahr möchte ich in meinem Schrebergarten unbedingt einen Kompost anlegen und damit nicht mehr so häufig auf die Biobeutel angewiesen sein.

Was mich ebenfalls ein wenig geärgert hat: Dirk hat mir eine Packung Katjes Tropenfrüchte mitgebracht. Natürlich in Plastikverpackung. Zu seiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass er da noch nicht wusste, dass ich den verpackungsfreien Januar mitmache. Ich habe die Fruchtgummis also genascht. Hilft ja alles nix.

Fazit der ersten Woche

Gekaufte und/oder geschenkt bekommene Produkte mit Verpackung: Eine Tüte Fruchtgummis

Für die nächste Woche wünsche ich mir, dass ich den Ergeiz dieser positiven ersten Woche mitnehmen kann. Auf dem Plan steht bis jetzt auf alle Fälle, die haltbaren Lebensmittel weiter aufzubrauchen und weiterhin so wenig wie möglich zuzukaufen. Ausser frisches Obst und Gemüse natürlich. Aber das ohne Verpackung zu bekommen, ist für mich ja schon lange kein Problem mehr.

Macht ihr auch bei der Challenge mit? Wenn ja, wie ist es bei euch in der ersten Woche gelaufen?

3 thoughts on “Verpackungsfreier Januar – Fazit zur ersten Woche”

  • Hi Vero,
    Stofftüten zum Bäcker mache ich schon lange. Und belegte Brötchen mache ich mir zu Hause selbst. Die kaufe ich schon konsequent gar nicht unterwegs. Mein größtes Problem derzeit ist es einen Metzger zu finden, der mir Fleisch und Wurst in meine mitgebrachte Box packt. Das lehnen immer noch so viele aus hygienischen Gründen ab.
    Viele Grüße
    Moni

  • Hallo Monica,
    Tolles Challenge. Ich versuche es auch!
    Du kannst auch zum Bäcker eine Stofftüte mitnehmen und dort das Brot oder die Brezel einpacken lassen.
    Das macht mein Bäcker problemlos. Ich habe eine Tüte, was ich nur fürs Brot benutze.
    Belegtes Brötchen kann man auch in eine mitgebrachte Stoffserviette einpacken oder einpacken lassen. So erzeugst Du kein Müll und Du hast gleich die Serviette auch dabei!
    Wenn Dein Bäcker nicht mitmacht, kann er Dir die Sachen über die Thecke reichen und Du packst es selbst in die Tüte oder in das Tuch ein.
    Gruß

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