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a person budgeting hos money

Der Besuch im Supermarkt, der Drogerie und an der Tankstelle macht schon lange keinen Spass mehr. Genausowenig der Blick auf die Nebenkostenabrechnung. Unsere Lebenshaltungskosten schnellen in nahezu jedem Bereich in immer schwindelerregendere Höhen und ein Ende ist nicht abzusehen. Strom- und Gaspreise liegen auf einem Rekordhoch, die Aussicht auf die Gasumlage hängt wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen und Gegenmaßnahmen wie Tankrabatt, 9-Euro-Ticket und Energiepauschale sind längst nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Die Zukunft sieht also für viele von uns – zumindest in finanzieller Sicht – tatsächlich ziemlich düster aus. Trotzdem hilft es natürlich nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und im Selbstmitleid zu versinken. Wir können nämlich zum Glück ziemlich viel dafür tun, dass es am Ende des Monats auf dem Konto nicht ganz so verheerend aussieht. Und meine liebsten Tipps dafür zeige ich dir heute.

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woman on gray concrete bath tub
Photo by Andrea Piacquadio on Pexels.com

Geld sparen beim Duschen und Baden

Wusstest du, dass ein durchschnittlicher Duschgang mit ungefähr einem Euro zu Buche schlägt? Vielleicht denkst du dir „Ach… 1.- Euro für eine entspannte Dusche – das geht doch eigentlich“, aber lass mich dir mal kurz hochrechnen, wie das aufs Jahr gesehen aussieht.

Wenn du zu denjenigen gehörst, die täglich duschen, dann gibst du 365 x im Jahr einen Euro fürs Duschen aus. Summa Summarum kostet dich dein Duschverhalten also 365.- Euro im Jahr. Lebst du mit einem Partner zusammen, der ebenfalls täglich duscht, steigen die Kosten bereits auf 730.- Euro. Gönnst du dir dazwischen hin und wieder auch noch ein Bad, kannst du pro Badewannenfüllung nochmal einen bis 1,50.- oben drauf rechnen. Und wenn du eine Familie mit Kindern hast, dann wage ich die Kosten gar nicht mehr auszurechnen.

Möchtest du diese Kosten drücken, hast du zahlreiche Möglichkeiten und die sind sogar ziemlich einfach:

  • Dusche nur noch jeden zweiten Tag und mache Vollbäder zur Ausnahme: Wenn du statt täglich nur noch jeden zweiten Tag duschst und nur noch selten ein Vollbad nimmst, senkt das deine Kosten bereits um gut die Hälfte.
  • Runter mit der Temperatur: Wenn du einen Boiler hast, an dem du die Temperatur für dein Warmwasser selbst einstellen kannst, stell sie mal um ein paar wenige Grad runter. Du wirst beim Duschen kaum einen Unterschied merken. Am Jahresende auf der Rechnung aber sehr wohl.
  • Reduziere deine Duschzeit und lege Wasserstops ein: Wenn du sonst 10 Minuten unter der Dusche stehst, versuchs mal mit acht Minuten und stell das Wasser immer dann aus, wenn du dich einseifst oder deine Haare shampoonierst.
  • Investiere in einen Wasserspar-Duschkopf: Die gibt es als normale Duschköpfe und auch als Regenduschkopf, sie sind kinderleicht auszutauschen, kosten nicht die Welt und sparen dir bis zu 40 % Wasser beim Duschen.
  • Pro-Tipp: Wenn du einen Durchlauferhitzer hast und gerade nicht duschen möchtest, stell ihn einfach mal ganz aus. Gerade an Waschbecken passiert es oft, dass man aus versehen Wasser erhitzt, obwohl es gar nicht nötig wäre. Zum Beispiel beim Zähneputzen. Stellst du deinen Durchlauferhitzer ganz aus, vermeidest du das. Wieder ein paar Cent gespart.
person holding black and white bottle
Photo by BOOM 💥 on Pexels.com

Geld sparen beim Heizen

Dass man massiv Heizkosten sparen kann, wenn man die Temperatur in der Wohnung um ein oder zwei Grad senkt, wissen wir mittlerweile alle. Es gibt aber noch weitere Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um deine Kosten zu senken.

  • Heizkörper regelmässig entlüften: Wer seine Heizköper regelmässig entlüftet, senkt die Energiekosten um bis zu 15 %.
  • Thermostate richtig einstellen: Hör auf damit, deine Heizkörper auf 5 aufzudrehen. Damit heizt du deine Wohnung nicht schneller auf. Jede Stufe bedeutet eine bestimmte Temperatur. Stufe 5 entspricht 28 Grad. Möchtest du angenehme 20 Grad in der Wohnung, stell dein Thermostat einfach auf Stufe drei und lass es dort.
  • Räume nicht auskühlen lassen: Sei nicht zuuu geizig mit dem Heizen. Deine Raumtemperatur sollte niemals unter 12 Grad fallen. Andernfalls brauchst du viel zu viel Energie, um die Räume wieder auf Temperatur zu bringen.
  • Türen zu: Schließe deine Türen, so dass du weniger beheizte Räume nicht mitheizst. Hast du keine Türe, nutze wenn möglich Vorhänge.
  • Richtig lüften: Lüfte während der Heizperiode zweimal Täglich für 10 Minuten mit weit geöffnetem Fenster. Die Heizung drehst du währenddessen ab.
  • Freie Heizkörper: Achte darauf, dass möglichst keine Möbel vor deinen Heizkörpern stehen und lade auch die Fenstersimse über Heizkörpern nicht zu voll mit Krimskrams. So verteilt sich die Wärme schnell und optimal im Raum.
  • Investiere in intelligente Thermostate: Thermostate wie zum Beispiel die von Tado lassen sich passgenau auf dich und deine Bedürfnisse programmieren. Du kannst die Temperatur sogar von unterwegs regeln, sie erkennen, wenn du lüftest und passen die Temperatur entsprechend an und sie können die Temperatur automatisch absenken, wenn du gerade unterwegs bist. Und natürlich auch in der Nacht.
photo of a person s hands holding a basket
Photo by Karolina Grabowska on Pexels.com

Geld sparen beim Waschen

Waschen müssen wir alle. Leider sind Waschmaschinen aber auch richtig schlimme Energiefresser, die locker bis zu 100 Liter Wasser pro Waschgang (+ jede Menge Strom) verbrauchen. Und je älter die Maschine, umso höher die Kosten. Nun haben wir leider nicht alle die finanziellen Mittel, um ältere Waschmaschinenmodelle mal so eben schnell gegen energieeffiziente Geräte auszutauschen, aber es gibt auch beim Waschen einige Tricks, um die Kosten zu senken:

  • Wasche nur, wenn es nötig ist: Viel zu viele Textilien landen in der Wäsche, obwohl sie eigentlich noch gar nicht gewaschen werden müssen. Oftmals einfach nur deshalb, weil wir zu faul sind, unsere Klamotten wieder in den Schrank zu hängen. Eigne dir als Faustregel an, dass nur die Sachen in die Wäsche kommen, die offensichtlich dreckig und/oder verschwitzt sind.
  • Wasche bei niedrigen Temperaturen: Für die meisten Verschmutzungen reicht eine Waschtemperatur von 30 oder 40 Grad völlig aus. Kochwäsche brauchst du heute so gut wie gar nicht mehr. Die Waschmittel haben sich so sehr weiterentwickelt, dass Wäsche auch mit niedrigen Temperturen hygiensich sauber wird. Gehen wir davon aus, dass eine Waschtemperatur von 60 °C 100 % Strom verbraucht, dann benötigst du für eine 30-°C-Wäsche nur ca. 30 % der Energie. Mit 40 °C sind es 50 %. Und wenn du deine Wäsche bei 90 °C wäscht, steigerst du den Verbrauch auf über 150 %. Also Temperatur runter.
  • Finger weg von Kurzprogrammen: Kurzprogramme waschen meist mit einer höheren Temperatur, um schneller das gewünschte Waschergebnis zu erzielen. Wähle möglichst lange Programme mit niedriger Temperatur oder – falls deine Waschmaschine hat – das Eco-Programm. Das macht deine Wäsche genauso sauber und spart Geld.
  • Waschmaschine voll beladen: Schaue, dass du deine Waschmaschine wann immer möglich voll machst. Dafür musst du möglicherweise auch mal ein bisschen länger sammeln (z.B. bei weißer Wäsche), aber Maschinen, die nur zu einem Viertel oder zur Hälfte beladen sind, sind rausgeschmissenes Geld.
  • Weg mit dem Trockner: Trockner sind fast noch schlimmere Energiefresser als Waschmaschinen. Leg dir ein oder zwei Wäscheständer zu und trockne deine Wäsche dort. Dauert länger, kostet aber gar nix und hilft dir easy beim Geld sparen.
family making breakfast in the kitchen
Photo by August de Richelieu on Pexels.com

Geld sparen in der Küche / beim Kochen

Die Küche bietet ebenfalls einiges Geldspar-Potential, welches sich am Ende des Jahre zu einem hübschen Sümmchen anhäufen kann. Und wie immer sind die Stellschrauben, die es zu drehen gilt, klein und einfach:

  • Herd statt Backofen: Die Zubereitung von Essen benötigt auf dem Herd deutlich weniger Energie als im Backofen. Schaue also, dass du deinen Backofen möglichst selten benutzt und lieber auf dem Herd kochst.
  • Deckel drauf: Man kann es nicht oft genug sagen – wenn du kochst, mach den Deckel auf den Topf. Die Hitze bleibt im Topf und deine Speisen garen schneller. Und wenn du beim Wasserkochen noch mehr sparen willst, koch das Wasser in einem Wasserkocher vor. Der braucht weniger Strom als dein Herd.
  • Gefriertruhe abtauen: Umso mehr Eis sich in deiner Gefriertruhe befindet, umso mehr Strom wird verbraucht um die Temperatur aufrecht zu erhalten. Taue deine Gefriertruhe also regelmässig ab und du sparst 15 – 40 % Strom für dein Gefrierfach.
  • Kein Vorheizen mehr: Wenn du deinen Backofen benutzt, vergiss das Vorheizen. Bei den meisten Gerichten ist das überhaupt nicht nötig. Ausser du backst Dinge, die schnell viel Hitze brauchen und/oder aufgehen sollen.
  • Spülmaschine richtig nutzen: Nutze die Spülmaschine wann immer es geht. Von Hand zu spülen ist deutlich teurer. Achte aber darauf, dass du die Maschine nur laufen lässt, wenn sie wirklich voll ist. Und dann – sofern vorhanden – bevorzugt im Eco-Programm. Hier gilt dasselbe wie in der Waschmaschine: Lange Laufzeit und niedrige Temperatur spart Energie und Geld.
bunch of asparagus with blank paper sheet
Photo by Karolina Grabowska on Pexels.com
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Geld sparen beim Einkaufen

Einkaufen müssen wir alle. Aber auch hier lässt sich jede Menge Geld sparen. Das A und O ist die richtige Planung und das Wissen, wann man zuschlagen sollte und wann sich der Verzicht lohnt.

  • Mahlzeiten planen und Einkaufszettel schreiben: Plane deine Mahlzeiten auf Basis der Vorräte, die du zuhause hast und schreibe dir einen Einkaufszettel mit den Dingen, die zu zusätzlich benötigst. Du wirst überrascht sein, wie wenig das sein wird.
  • Veranstalte eine Aufbrauch-Challenge: Versuche dich so oft es geht von den Vorräten zu ernähren, die du sowieso zu Hause hast. Vieles liegt monate- oder sogar jahrelang ungenutzt in Vorratsschränken und Schubladen.
  • Reduzierte Artikel: Viele Supermärkte haben Regalflächen mit Lebensmitteln, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum demnächst abläuft. Die Produkte sind 30, 50 oder sogar 70 % reduziert. Schlag hier zu. Und nutze unbedingt auch Angebote von Obst und Gemüse, wenn diese zusätzlich reduziert sind. Mach dir dann die Lebensmittel einfach haltbar. Koche zum Beispiel Tomatensauce, Apfelmuß und Marmelade und lege dir damit deinen ganz eigenen Vorrat an.
  • Die Lidl Rettertüte: Bei Lidl gibt es zwischenzeitlich beim Obst und Gemüse auch Rettertüten. Diese kosten nur 3.- Euro und du bekommst dafür eine vollbepackte Tüte an Obst und Gemüse, welches sonst weggeworfen werden müsste. Die Lebensmittel darin sind alle noch super.
  • Kundenkarten: Hol dir Kundenkarten von den Supermärkten, in denen du regelmässig einkaufen gehst. Bei Lidl gibt es oftmals Gratis-Produkte, Kaufland hat ermässigte Preise nur für Kartenhinhaber und bei Rewe kannst du tolle eCoupons verwenden.
  • Nutze Online-Bestellungen und Abholservice. Das gibt es zum Beispiel in vielen Rewe-Filialen. Du sparst damit nicht nur jede Menge Zeit, sondern vor allem Impulskäufe im Supermarkt selbst.
  • Payback nutzen: Wusstest du, dass du gesammelte Payback-Punkte nicht zwingend in Prämien tauschen musst, sondern dir die Punkte ganz einfach in Form von Geld ausbezahlen lassen kannst? 1.000 Payback Punkte entsprechen dabei 10.- Euro. Sammle also ruhig Punkte und lass dir diese bei Gelegenheit einfach als Geld aufs Konto überweisen. In einigen Supermärkten kannst du mittlerweile sogar mit deinen Payback-Punkten bezahlen.
coins and a piggy bank
Photo by Suzy Hazelwood on Pexels.com

Mein liebster Minimalismus-Geldspar-Kaufentscheidungs-Trick:

Last but not least möchte ich dir noch meinen allerliebsten Geldspar-Tipp mit auf den Weg geben. Sicherlich kennst du das, wenn du dieses dringende Bedürfnis hast, etwas zu kaufen, nur weil es hübsch, günstig und im besten Fall noch reduziert ist. Meist brauchst du den jeweiligen Gegenstand, das T-Shirt, die Tasche, die Kerze, whatever aber eigentlich gar nicht. Um jetzt herauszufinden, ob du das Teil kaufen solltest oder nicht, gibt es einen simplen Trick:

Stell dir vor, jemand steht vor dir. In der einen Hand hält derjenige den Gegenstand, den du gerne kaufen möchstest. In der anderen Hand hält er den Betrag, den der Gegenstand kostet, in Form von Bargeld. Du darfst dir jetzt aussuchen, was du haben möchtest. Den Gegenstand selbst oder lieber das Bargeld. Entscheidest du dich für den Gegenstand? Super- du willst ihn echt haben. Also go for it und kauf ihn dir. Entscheidest du dich aber für das Bargeld, dann lass die Finger davon. Du brauchst den Gegenstand nicht und so ganz wirklich willst du ihn eigentlich auch nicht ;)


Hast du noch mehr Tipps zum Geld sparen auf Lager, die ich hier vergessen habe oder an die ich vielleicht gar nicht gedacht habe? Schreibs in die Kommentare, damit wir alle noch ein Stückchen schlauer werden und gemeinsam gut durch diese Energiekrise kommen.

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5 Gedanken zu „30 Tipps, wie du Geld sparen und nebenbei Ressourcen schonen kannst“
  1. Hi, ich kann die App „togoodtogo“ empfehlen, hier verkaufen unter anderem Bioläden wie Alnatura Obst und Gemüse, das nicht mehr schön aussieht aber noch gut ist! Liebe Grüße Kirsten

    1. Hi Kirsten, da hat du recht – „Togoodtogo“ ist super. Leider sind die Angebote in ländlicheren Gegenden noch sehr begrenzt. In Großstädten ist die App top, aber zum Beispiel schon bei mir in der Stadt (60.000 Einwohner) gibt es so gut wie keine Betriebe, die bei „togoodtogo“ gelistet sind. Aktuell sind es vielleicht vier oder fünf. Da ist meist nicht viel zu holen.

  2. Den letzten Trick kannte ich noch gar nicht. Sonst heißt es ja immer „Frag dich, ob du es wirklich brauchst.“ Aber die Vorstellung, dass ich zwischen Geld oder Gegenstand wählen muss, gefällt mir deutlich besser. Ich glaube, so kann man besser visualisieren, was/wieviel man da gerade ausgeben will. Werde ich definitiv mal ausprobieren. Danke!

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