Ohne Reste kochen? Cremige Suppe aus Blumenkohlblättern


Die Verschwendung von Lebensmitteln ist eines der wenigen Dinge auf dieser Welt, die mich so richtig wütend macht. Wir haben heutzutage nahezu alles im Überfluss. Lebensmittel sind ständig verfügbar. Und dazu kommt eine absolut dämliche Angst, unser Essen könnte uns krank machen. Das Resultat daraus: Wir entsorgen mit reinem Gewissen alles, was uns nicht mehr passt.

Durchschnittlich 80 Kilo an Lebensmitteln sind es, die jeder von uns pro Jahr wegwirft. Und das nicht, weil die Produkte nicht mehr genießbar sind, sondern weil die Banane einen braunen Fleck zu viel hat, der Joghurt das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat oder einfach nur, weil wir grad keine Lust mehr darauf haben. Dazu kommen zahlreiche weitere Tonnen die in den Supermärkten und bei der Produktion entsorgt werden müssen, weil sie nicht zu verkaufen sind.

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Deutschland – Ein Volk von Angsthasen?

Sind wir doch mal ehrlich: Wir Menschen sind im Bezug auf unsere Nahrung schon irgendwie zu regelrechten Angsthasen geworden. Und das, obwohl wir heutzutage gesünder leben denn je. Wir werden immer älter, sind selbst in hohem Alter noch richtig gut in Form und wir bekommen immer mehr Krankheiten in den Griff. Der Anspruch an unsere Nahrung wird dabei trotzdem immer utopischer. Sie muss immer noch steriler und noch perfekter sein. Dazu natürlich noch glutenfrei, ohne Laktose, fettreduziert, ohne Zucker und am besten noch 1000 Jahre haltbar.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Was wir mit dieser regelrechten Angst vor der Nahrung anrichten, ist seit einigen Jahren deutlich erkennbar. Wir schwören auf industriell gefertigte Produkte, anstatt uns einfach an dem zu bedienen, was die Natur uns seit jeher schenkt. Auf unsere Teller wandern Soja-Hack statt Auberginen, Slimfast statt Äpfeln und Veggie-Schnitzel statt dem guten alten Steak. Das erschreckende Resultat: Tonnen von guten, natürlichen Lebensmitteln müssen Tag für Tag weggeworfen werden, weil sie einfach keiner mehr kauft. Warum auch? Die haben ja kein „frei von“-Label, sind nicht Veggie und extra Vitamine sind auch nicht zugesetzt.

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Ein Nein zur Lebensmittelverschwendung

Ich persönlich mache diesen Trend hin zu Industrieprodukten ja schon lange nicht mehr mit. Gerade als Food- & Lifestyleblogger ist es mir wichtig, dass die Lebensmittel, die ich in meiner Küche verwende, möglichst natürlich sind. Ich habe den Anspruch, regionale und saisonale Produkte zu verkochen. Ich möchte Lebensmittel nutzen, die nicht um den halben Erdball geflogen sind, nur um auf meinem Teller zu landen. Und wenn ich solche Produkte habe (die man auf Wochenmärkten, Hofläden etc. durchaus auch heutzutage noch bekommt!), dann möchte ich auch nichts davon verschwenden. Gar nichts!

Good old times

Machen wir doch mal eben einen kurzen Ausflug zurück in die gute alte Zeit. Meine Oma ist 1928 geboren und in einem sehr kleinen schwäbischen Dorf aufgewachsen. Supermärkte, in denen man Abends um 22 Uhr noch eine Tiefkühl-Pizza hätte kaufen können, gab es nicht. Statt dessen hatte jedes Haus einen gut gefüllten Vorratskeller. Diese waren voll mit Kartoffeln, Äpfeln, Würsten und Gläsern mit Eingemachtem. Bohnen, Gurken, Apfelmus, Zwetschgen-Kompott, Quittengelee, eingelegte Tomaten – alles was Felder, Sträucher und Bäume das Jahr über hergaben, wurde verwendet und für den Winter konserviert. Und weil das quasi überlebensnotwendig war, wurde von den einzelnen Lebensmitteln natürlich so wenig wie möglich verschwendet. „Alles verwenden was geht“, war die Devise dieser Zeit.

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Kochen wie es meine Omi geliebt hätte

Ich selbst habe es mir seit geraumer Zeit zur Aufgabe gemacht, aktiv etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu tun und wieder ein bisschen mehr so zu leben wie meine Omi. Ich kaufe gerne mal die Banane, die einen braunen Fleck zu viel hat. Und der Joghurt, der in zwei Tagen schon abläuft, wandert bei mir trotzdem in den Jutebeutel (siehe hierzu auch meinen Artikel Es heißt „mindestens haltbar bis“ und nicht „sofort tödlich ab“). Darüber hinaus koche ich auch immer häufiger mit Dingen, die bei anderen schnell mal in der Bio-Tonne landen würden.

Aus Gemüse-Abschnitten lassen sich beispielsweise wunderbare Gemüse-Fonds oder gekörnte Brühe herstellen und die Blumenkohlblätter eigenen sich hervorragend für ein schmackhaftes Süppchen. Zum Beispiel wie diese Cremesuppe aus Blumenkohlblättern:

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Cremige Suppe aus Blumenkohlblättern

Portionen 2 -3 Portionen

Zutaten

  • Blätter von einem ganzen Blumenkohl
  • Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Frischkäse

Anleitungen

  • Die Blätter des Blumenkohls abschneiden, unter fliesendem Wasser sorgfältig waschen. dann grob zerkleinern und mit rund 1 L Wasser in einem Topf aufsetzen.
  • Die Blumenkohlblätter so lange kochen, bis die am dicksten Stücke weich geworden sind. Danach alles über ein Sieb abschütten und das Kochwasser auffangen.
  • Die gar gekochten Blätter gemeinsam mit etwas Kochwasser in einem Mixer fein pürieren. Nach und nach so viel Kochwasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Die Suppe zurück in den Topf gießen, 2 EL Frischkäse unterrühren und mit Salz, Pfeffer und etwas Gemüsebrühe abschmecken.
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Zugegeben, der Gedanke, mit den Gemüseteilen zu kochen, die man sonst gerne mal schon im Supermarkt entsorgt, ist Anfangs noch etwas komisch. Auch ich habe mich erstmal im Internet schlau gemacht, ob man die Blätter des Blumenkohls überhaupt essen kann. Sagt einem ja auch keiner und irgendwie bekommt man auch von Klein auf beigebracht, dass man die Blätter abmacht. Wofür stehen sonst die Mülleimer in den Gemüseabteilungen der Supermärkte herum.

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Geschmack & Farbe – 1 Plus mit Sternchen

Letztendlich war das einzig „Negative“, was ich über Blumenkohlblätter herausfinden konnte, die Tatsache, dass die Blätter relativ viel Zellulose enthalten. Sie sind dadurch etwas schwerer zu verarbeiten – das war es aber auch schon. Geschmacklich sind die Blätter des Blumenkohls auf jeden Fall echt lecker und es gibt absolut keinen Grund, sie nicht zu benutzen.

Meine Suppe aus Blumenkohlblätter steht den Cremesuppen aus den weißen Teilen des Blumenkohls geschmacklich auf jeden Fall absolut in nichts nach. Und mal ehrlich, die Farbe allein ist es doch schon wert, die Blätter künftig nicht mehr wegzuwerfen ;)


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49 Kommentare

  1. 5 stars
    Hallo alle zusammen.
    Ich habe die Suppe gestern etwas abgewandelt gemacht und bin total begeistert !!!
    Zu den Blumenkohlblättern habe ich noch die Blätter einer Kohlrabi und das Grün (ohne die harten Stängel) eines Bund Möhren genommen. Zum Ende hin noch ca. 100g Schmelzkäse mit eingearbeitet und es war extrem lecker. Die Farbe ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig jedoch ist der Geschmack und die Tatsache keine Lebensmittel in den Müll geworfen zu haben einfach klasse. Meinen Nachbarn hat die Suppe auch super geschmeckt und vielleicht erreiche ich so das auch diese weniger Lebensmittel unnötig wegwerfen. Ich habe 2 Portionen eingefroren und bin gespannt wie sie aufgetaut schmeckt.
    Vielen Dank für das tolle Rezept und gerne weitere Rezepte dieser Art hier einstellen.
    Liebe Grüße aus Köln
    Olaf

    • Hi lieber Olaf, freut mich sehr, dass dir die Suppe geschmeckt hat. Deine Abwandlung klingt superlecker. Das Grün von Kohlrabi verwende ich schon immer gerne mit. Auch wenn ich einen Kohlrabiauflauf mache, kommt das Grün kleingeschnitten da immer mit rein. Ich mag das sehr gerne. Aus Karottengrün kann man tolles Pesto machen. Vielleicht kommt da demnächst mal ein Rezept dazu ;)

  2. 4 stars
    Hallo,

    danke für das tolle Rezept. Dieses Jahr ist der Blumenkohl im Garten leider nichts geworden und mir war es zu schade nach der ganze arbeit die Pflanzen einfach weg zu schmeißen. Ich wusste das man die meisten Kohlblätter essen kann (habs bis vor kurzem aber auch nicht umgesetzt)und bin daher auf der Suche nach einem Rezept auf deine Seite gestoßen. Super Seite mit vielen tollen Anregungen für die Zukunft um Verschwenung zu verringern. Beide Daumen hoch ;)

  3. 5 stars
    danke von einem alleinstehenden alten mann aus kempten. ich wollte die blätter nicht weg schmeißen

  4. Hallo miteinander, ich habe heute extra ein Blumenkohl mit vielen Blättern gekauft . Ja , nur um die Suppe zu kochen. War ein Genuss. Das war nicht das letzte mal. Ich habe es mit einem Kräuter Frischkäse gemacht .
    War ein guter Tipp, und ja ich bin ein supenkasper.
    Mfg
    Schnuller

    • Hallo Michael,
      ach das ist ja toll. Ich kaufe mittlerweile auch gerne Blumenkohl mit möglichst vielen Blättern dran :)

    • Hallo Michael.
      Genau wie du habe auch ich extra das Gemüse mit vielen Blättern dran gekauft um die Suppe zu versuchen und es war ein voller Erfolg.
      Ab sofort werde ich darauf achten noch weniger zu entsorgen und es so sinnvoll zu nutzen und vor allem zu genießen.
      LG
      Olaf

  5. Sigrid Ortmann

    Liebe Mini.Me.
    Nicht nur das Rezept…sondern der ganze Beitrag über Lebensmittel VERSCHWENDUNG hat mir gefallen. Ich versuche soviel wie möglich von unserer Bio Gemüsekiste zu verwerten und erkundige mich auch im Internett….wie alles verwertet werden kann. Ich wünschte mir….es gäb viele Menschen die so denken und handeln wie du. Aus Erfahrung habe ich gelernt, wie spannend es ist….Essen herzustellen mit Sachen…die andere wegwerfen und die Nase rümpfen. Aus purer Faulheit ( etwas waschen und zerkleinern) oder Unkenntnis. MACHEN WIR ES BESSER UND GEBEN ES AN ANDERE WEITER !! In diesem Sinn Liebe Grüße

    • Liebe Sigrid,
      vielen Dank für deine lieben Worte :) Es freut mich, dass es immer mehr Menschen gibt, denen die Umwelt nicht egal ist und die mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung gehen, verantwortungsbewusst umgehen. Weiter so!
      Viele Grüße
      Moni

  6. Die Suppe wird gleich heute ausprobiert.
    Neuerdings bin ich auch Besitzerin eines unsichtbaren Kaninchens und nehme immer das Möhren- und Kohlrabigrün aus dem „Müll“ der Gemüseabteilung der Supermärkte für umsonst mit. Das Möhrengrünpesto ist der absolute Hit in meiner Familie!!!

  7. 5 stars
    Superlecker ! Mit über 50 Jahren zum ersten Mal ausprobiert und begeistert !

  8. 5 stars
    Das war eine richtig schöne Suppe, hat meiner Familie sehr gut geschmeckt!

  9. Matthias Brien

    5 stars
    Ich habe es ausprobiert. Resultat: wunderbar!
    Da ich gerne eine „gröbere“ Suppe mag, habe ich das wenige Holzige der Blätter entfernt und nur kurz püriert.
    Viele Grüße, Matthias

  10. Ramona Dietzel

    5 stars
    Super lecker! Ich war erst etwas skeptisch, ob nur die Blätter im Salzwasser genug Geschmack für eine Suppe hergeben. Mit Brühe und in unserem Fall etwas Sahne verfeinert hat sie sowohl dem Papa als auch dem kleinsten Sohnemann geschmeckt :) vielen Dank für das tolle Rezept.

  11. Jörg Brundisch

    Super Farbe und genial im Geschmack.
    Wir werfen auch sehr ungern Nahrung weg.
    Wir haben Schmand verwendet, weil er gerade offen war.
    Einfach lecker….

  12. Eine Freude, zu wissen, dass man keinen Abfall hat sondern aus dem zunächst nicht gebrauchetn eine feine Suppe bekommt, vielen Dank für dieses kleine Rezept mit großem Nutzen!

  13. 5 stars
    Super einfach und echt lecker. Anstatt Frischkäse habe ich Rahm verwendet.

  14. Petra & Lutz Beu

    Hallo,
    zusammen mit meiner Frau „bewirtschaften“ wir einen Kleingarten am äußersten Stadtrand von Berlin.
    In den vergangenen Jahren haben wir fast alle Gemüsebeete zu Hochbeeten gemacht.
    Es erleichtert vieles und verringert den Schneckenbefall.
    Allerdings gießen wir etwas mehr als früher.
    Wir verkompostieren sämtliche Garten“abfälle“, die frei von Schädlingsbefall sind. Damit dann gedüngt.
    Also alles ohne Chemie…
    Heute, also Ende Oktober habe ich einen unserer Brokkoli geerntet, samt der wirklich kräftigen, großen Blätter. Schon vor dem Lesen Deines Beitrages waren mir die Blätter zu schade für den Kompost. Ich googelte also im Netz auf der Suche nach Zubereitungsvarianten.
    So fand ich Deinen Beitrag über die Verwendung von Blumenkohlblättern.
    Da ich jetzt wirklich viele Blätter vom Strunk abgeschnitten und in eine mit Wasser gefüllte Vase auf den kühlen Dachboden gestellt habe, und auch noch ein ganzes Gemüse-Hochbeet mit Blumenkohl und Brokkoli aud die Ernte wartet, werde ich in der nächsten Zeit mit den Blättern experimentieren.
    Mein erster Versuch morgen wird ein Kartoffel-Brokkoli(Blätter)-Champignon-Walnuss-Parmesan-Auflauf. Ich werde mich selbst und meine Frau damit überraschen. Den eigentlichen Brokkoli-Kopf gibt es dann am Sonntag als Beilage zu einem Kasslerbraten.
    Viele Grüße aus der Küche, Petra & Lutz

  15. 5 stars
    Perfekt. Habe vor kurzem einen Bericht im TV gesehen, in dem 2 Jungköche auch alles essbare verwerten und habe dann gleich nach einem Rezept gesucht. Super Idee auch die wertvollen Reste zu verwerten. Schmeckt lecker!

    • Hi Marina,
      ach das ist ja schön, dass du bei deiner Suche mein Rezept gefunden hast. Mir ist das immer sehr wichtig, möglichst alles zu verwerten. Besonders, seit ich meinen eigenen Schrebergarten habe. Wenn man eine Pflanze vom klitzekleinen Samen bis zur Erntereife hegt und pflegt und dadurch mitbekommt, was für ein Aufwand und wieviel Zeit da drin steckt, dann will man so wenig wie möglich wegwerfen. Ich koche mir beispielsweise auch oft aus Abschnitten und Schalen noch eine Gemüsebrühe. Oder gebe alles auf den Kompost, um wieder nährstoffreiche Erde für die nächsten Pflanzen zu bekommen. So bleibt alles im Kreislauf <3

  16. 5 stars
    Werde ich nachkochen!!!! Liebe Grüsse, Tanja

  17. Gefällt mir sehr gut.

    …doch was ist mit den Blumenkohlröschen? Im Foto Deines Rezepts sind diese sehr schön zu sehen. Nur im Rezept finde ich keine Zubereitungshinweise… .

  18. Lieselotte GuseIch teile deine Meinung über die Verschwendung von Lebensmittel.Die Suppe schmeckt so superdas der Rest sogar über Nacht aus dem Kochtopf verschwindet.

    Die Suppe schmeckt so gut, das sogar Nachts der Rest aus dem Suppentopf verschwindet.(keine Kinder)

  19. Gesunde Ernährung kann super schmecken. Mir fällt es manchmal nicht leicht, die effektive Balance zwischen den Wünschen der Kinder und der Ernährung zu
    finden. Ein klasse Blog!

  20. Jennifer Staege

    Ich habe das auch gleich ausprobiert, habe aber Kräuter-Frischkäse genommen. Super lecker, danke für das Rezept.

    • Ich schneide mir die Blätter vom Kohlrabi in die Suppe / das Gemüse und koche sie einfach mit. Sieht besser aus und schmeckt.

  21. Max Hammerlein

    5 stars
    Gut das (durch das Internet) immer Menschen auf den Trichter kommen.

    Hier ein kleiner/großer Tipp zur Vereinfachung.

    Als erstes einen Mixer mit dem man auch kochen kann anschaffen (es muss ja nicht gleich das berühmte 1000,- Euro Modell sein). Damit lassen sich Zeit-, Arbeit- und Platzsparend viele leckere Suppen, Pürees und noch einiges mehr zubereiten.
    Alle benötigten Zutaten rein kippen – auf das entsprechende Programm einstellen – und in aller Regel sind nach einer halben Stunde die Speisen servierfertig heiß Zubereitet und brauchen nur noch in entsprechende Teller und Gläser gegossen werden.

    Verwenden kann man grundsätzlich fast alle die Blätter, Strünke, das Grüne und auch viele der Schalen die man normalerweise wegwirft. Sei es von Blumenkohl, Weiß/Rotkohl, Kohlrabi, Brokkoli, Möhren, Radieschen, Rettichen, Spargel, Frühlingskartoffeln usw. etc. etc. und noch so einiges mehr.

    Nach dem Einkauf sofort gründlich säubern, schlechte Stellen wegschneiden und einfach in aller-kleinste Stückchen zerhacken (kocht alles viel schneller und gründlicher und das Problem mit den oftmals vielen Fasern wird umgangen).
    Dann entweder sofort verwenden, oder eben Einfrieren bis dann bei dem/den nächsten Eink/a/ä/ufen genug zum verwerten zusammenkommt.

    Und dann hat man weiter die Wahl daraus entweder Sorten-reine oder Gemischte Suppen, Pürees, Soßen, aber auch würzige Pestos und feincremige Brotaufstriche herzustellen sowie in Burger-Bratlinge u.ä. einzuarbeiten.

    Man sollte sich immer vor Augen führen das man für das Zeug bezahlt hat. Rechnet mal nach was da zusammenkommt (einfach den Kilo-preis der Ware verwenden. Bei uns kommen da gleich schnell mal 20-30 Euro zusammen bei einem einzigen Einkauf für 4-6 Personen).
    Da das meiste davon Essbar ist sollte man das auch tun (auch die trockenen und welken Blätter – oder glaubt wirklich jemand er würde es Pürriert noch merken?).

    Und, Pssssst , ein kleines Geheimnis am Rande:
    Was glaubt ihr was alles in Fertig- und Dosenfutter (also z.B. in irgendwelchen Füllungen in Ravioli, Lasagnen, etc. und vor allem auch in z.B. Tütensuppen und dergleichen mehr) finden würdet und ihr alles an sogenannten „Abfällen“ esst?
    Denkt ihr wirklich die Firmen packen da (wie es immer so schön auf den Packungen steht) „Premium“ Lebensmittel rein, also das Beste vom Besten vom Besten??? ;-) (Wenn ja, dann träumt schön weiter). Bei anderem kann ich es nicht so einfach behaupten, aber bei z.B. Tüten-Spargelsuppe und Broccolicremesuppe habe ich es live gesehen das dass allermeiste was hineinkam (von den üblichen 3-5% Einwaage pro Tüte) hauptsächlich Spargelschalen und Wurzelabschnitte waren die von den Spargeln übriggeblieben sind, welche in den Konservendosen und Gläsern landeten. Der Rest war die durch dei Verarbeitung anfallende Bruchware. Bei der Broccolicremesuppe waren es ausschließlich die Strünke (samt dicker Haut).

    Der Witz ist ja eigentlich das in den Schalen, Strünken und oft auch in den Beiblättern die meisten Vitamine und andere Nährstoffe stecken. Warum also nicht essen?

    Ich kann mit der Autorin dieses Artikels nur übereinstimmen. Die Menschen werden von Politik, Agrarkonzernen und vielen Medien seit Jahrzehnten regelrecht verdummt und verblödet was Nahrungsmittel angeht.
    Was glaubt ihr denn was das immer weiter kürzer ausfallende (MHD) Mindesthaltbarkeitsdatum ist?
    Es wurde nicht erfunden um die Menschen vor schlechten Lebensmitteln zu schützen, nein es wurde eingeführt um die Menschen zu veranlassen noch wertvollste Lebensmittel vorzeitig weg-zuwerfen damit sie, in immer kürzeren Abständen, fleißig Nachkaufen und wieder wegwerfen, usw.!
    Die meisten Landeier wussten das, nur den Städtern ist in dieser Hinsicht die Perspektive immer weiter eingeschränkt worden (heute mittlerweile auch vielen Landeiern). Was ja auch ganz verständlich ist, kennen die meisten ja gar keine selber gezogenen Lebensmittel mehr (ich kannte/kenne sie noch durch meine Großmutter und Mutter die in meinen Kinder- und frühen Jugendtagen noch selber Obst und Gemüse gezogen haben bis es gewisse Umstände nicht mehr erlaubten. Nur hielt die „Supermarktrietis“ nur ein paar wenige Jahre an und dann kamen eh schon die ersten Biogeschäfte auf).
    Und oh großes Wunder, wie so manchen die Augen aufgehen, wenn sie dann durch Zufall doch einmal erfahren wie lange viele Lebensmittel (richtige Lagerung und Verarbeitung vorausgesetzt) haltbar sind. Ganz ohne chemische Mittel.

    Ich sage ja nicht das alles Industrielle schlecht ist, nur das was so extrem oft daraus gemacht wird ist es schon. Leider. Denn es ginge ja auch anders. Nur muss man dann das absolut reine alles zersetzende und zerstörende streben nach Profit soweit hinten-anstellen als das Raum gemacht würde für eine echte Nachhaltige Agrarkultur.

    Aber für was rege ich mich überhaupt noch auf in Zeiten in denen ganze Konzerne und ihre Gehilfen in Regierungen und Medien am liebsten noch heute als morgen den dritten Weltkrieg vom Zaun brechen wollen?

  22. Habe noch Linsen und einen Staudensellerie-Rest mit reingetan und Cashewmus statt Frischkäse als vegane Variante. Ist super geworden. :) Vielen Dank für die Inspiration!

    LG, Johanna

    http://bowlsandbalance.de

  23. Hallo,

    perfekt! Genau so sehe ich das auch.

    Gruß
    Thomas Johann

  24. Hallo!
    Danke auch für diesen tollen tipp!
    Hast du bei den blättern alles verwertet? Also den Strunk hab‘ ich weggeschnitten. Hab dafür noch 2 EL Frischkäse reingemacht.. mmh lecker. Gibt es jetzt hier öfters ;)
    Gruß

    • Hi,
      ja bei den Blättern habe ich alles verwendet. Den Strunk vom Blumenkohl selbst hab ich aber weggeschnitten. Wenn bei den Blättern die unteren Stücke wirklich sehr fest sind, kann man hier auch noch etwas abschneiden. Aber mit einem guten Mixer bekommt man das eigentlich ganz gut zerschreddert.

  25. Hej, ich habe auch gerade Blumenkohlblättersuppe gemacht, einfach improvisiert, d.h. die Blätter mitgekocht und nachdem der Blumenkohl aufgegessen war (in dicke Scheiben geschnitten und angebraten), die gekochten Blätter mit dem Kochwasser im Mixer püriert. Das war mir aber erst zu dünn und zu faserig. Deswegen habe ich zwei Kartoffeln in Würfel geschnitten und mitgekocht. Pfeffer, Salz et voilá.
    Ich wusste auch nicht, ob man die Blätter essen kann, aber ich habs einfach gemacht und dann erst nachgeschaut… ist ja auch logisch, warum sollten die giftig sein – und wenn es so wäre, wäre es sicher längst bekannt. Ich schmeisse auch keine Lebensmittel weg und habe so aus einem Blumenkohl drei leichte Mahlzeiten gemacht.

    • Hi Verena,
      tolle Idee, die Blumenkohlblätter mit Kartoffeln zu kombinieren. Wenn man die Blätter alleine zu wenig püriert (oder einen zu schwachen Mixer hat), kann es tatsächlich vorkommen, dass das Ganze etwas faserig ist. Deine Variante mit den Kartoffeln werde ich aber auf jeden Fall auch mal probieren. Das klingt sehr lecker!

  26. 5 stars
    Danke für eure Tips und Rezepte. Habe wieder etwas dazugelernt und werde es gerne ausprobieren.

    Herzliche Grüsse,

    Wolfgang.

  27. 5 stars
    Tolles Rezept, vielen Dank dafür! Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich, jedoch nicht am Rezept selbst sondern an der Überschrift: Eigentlich müsste es heißen „Cremige Suppe aus Blumenkohlblättern“ und nicht „… aus Blumenkohlblätter“.

  28. 5 stars
    Liebe Monica,

    vielen lieben Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, diese Tipps aufzubearbeiten und hier zu veröffentlichen! Das finde ich super!

    VG Heike

  29. Sag hallo zu blümenkohlblatter!
    Die suppe gehe ich bestimt probieren, tip; dass grün der radieschen geschnitten kurz aufkochen in hünerbruhe mit essloffel cremefraiche im blender macht auch ein leckere suppe.
    Die stiele der blätter auf eine feine reibe hobeln und auf niedrige temperatuur im ofen trocknen gibt leckere streusel auf suppen und salate, streusel verfeinern durch backen in pfanne mit etwas olivenöll (salz knobie) genau wie altbrottstreusel) macht es noch besser.

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