#minimefrühjahrsputz – Wir legen los und starten mit einer Bestandsaufnahme

Bist du nach meinem Ankündigungsbeitrag zur Februar Challenge schon ganz heiß darauf, mit dem Frühjahrsputz loszulegen? Oder bist du eher so ein Putzmuffel, der nur semi-bock aufs Putzen und Entrümpeln hat? Ganz egal eigentlich, denn die Wohnung will vom Wintermief befreit werden und heute legen wir richtig los.

Du hast grad keine Zeit, den ganzen Beitrag zu lesen oder du hörst generell lieber zu als zu lesen? Dann hör dir den Beitrag hier einfach ganz easy als Podcast an.

Wie bei meiner Aufbrauch-Challenge im Januar starten wir auch dieses Mal wieder ganz easy mit einer Bestandsaufnahme. Die ist wichtig, um einen Überblick zu bekommen, was bei deinem Frühjahrsputz alles ansteht und vor allem auch, damit du dir einen Plan machen kannst. Vielleicht denkst du jetzt „Moaaaah kommt die schon wieder mit Plänen„. Aber glaub mir, nichts ist schlimmer, als planlos zu putzen und aufzuräumen. Am Ende wuselst du von einem Zimmer zum nächsten, wischst mal hier ein bisschen, räumst da eine Schublade aus, putzt dort ein Fenster und am Ende hast du zwar einige Baustellen abgearbeitet, aber so im Großen und Ganzen doch kaum was gemacht. Um das zu vermeiden, empfehle ich auf jeden Fall eine Bestandsaufnahme. Und die gliedert sich in drei Bereiche:

  1. Was muss alles geputzt werden?
  2. Was ist an Putzmitteln und Zubehör da?
  3. Was soll entrümpelt / ausgemistet werden

Was muss alles geputzt werden?

Wenn du jetzt erwartest, dass ich dir eine feste Liste liefere, was du alles putzen sollst, dann muss ich dich leider enttäuschen. Wohnsituationen sind individuell und es macht natürlich einen riesigen Unterschied, ob du alleine in einer 1-Zimmer-Wohnung wohnst oder ob du eine große Familie hast und in einem Haus lebst. Deshalb ist es absolut wichtig, dass du für dich alleine definierst, was bei dir alles geputzt werden muss.

Checklisten will ich dir aber trotzdem an die Hand geben. Zumindest Vorlagen dafür. Ausfüllen musst du sie alleine. Ich habe dir einmal eine nach Räumen vordefinierte Liste erstellt und eine Blanko-Vorlage zum selbst ausfüllen. Hier kannst du sie direkt kostenlos als PDF runterladen. Druck sie dir anschließend aus und los gehts:

Möglichkeiten, deinen Frühjahrsputz zu planen

Bei der Planung deines Frühjahrsputzes gibt es zwei Möglichkeiten, wie du vorgehen kannst. Entweder du planst nach den Zimmern, die es in deiner Wohnung oder in deinem Haus gibt oder du planst in Kategorien. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Dem einen liegt es mehr, Zimmer für Zimmer aufzulisten und anschließend die einzelnen Aufgaben runterzubrechen, der andere kommt besser damit zurecht, Aufgaben in Kategorien zusammen zu fassen. Such dir hier einfach aus, was dir am ehesten liegt. Vorteile und Nachteile gibt es bei beiden:

Die Zimmer für Zimmer Methode

Bei der Zimmer für Zimmer Methode listest du jeden Raum in deiner Wohnung oder deinem Haus auf und überlegst dir, welche Putz- / Aufräum- und Entrümpelungsaufgaben anstehen. In der Küche könnte das zum Beispiel so aussehen:

  • Alle Schränke ausräumen
  • Lebensmittel auf Haltbarkeit prüfen – abgelaufenes entsorgen
  • Geschirr, Töpfe, Küchengeräte & Co auf Nutzen prüfen und überlegen, ob alles bleiben darf oder irgendwas weg kann
  • Schränke auswischen
  • Schränke einräumen
  • Kühlschrank sauber machen
  • Gefriertruhe abtauen
  • Fenster putzen
  • Spülmaschine reinigen
  • Backofen reinigen
  • Boden gründlich wischen

Der Vorteil bei dieser Methode liegt darin, dass du die Aufgaben sehr genau definierst und alles sehr überschaubar ist. Du nimmst dir einen Raum vor und bearbeitest diesen gründlich. Der Nachteil ist, dass du verschiedene Aufgaben (wie z.B. das Fenster putzen) in den kommenden Räumen wieder von vorne anfangen musst.

Die Kategorie-Methode

Das Prinzip hinter der Kategorie-Methode ist die, dass hier immer eine ganze Kategorie auf einmal erledigt wird. Marie Kondo geht in ihrem Buch „Magic Cleaning“ und der zugehörigen KonMari-Methode beispielsweise nach diesem Prinzip vor. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Alle Fenster putzen
  • Alle Küchengeräte reinigen
  • Alle Böden nass wischen
  • Alle Zeitschriften aussortieren

Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass du eine bestimmte Aufgabe (auch hier wieder als Beispiel das Putzen der Fenster) in einem Aufwasch erledigt. Und das übergreifend für die komplette Wohnung. Der Nachteil liegt ganz klar in den Bereichen, die in fast allen Zimmern anfallen und dort viel Zeit benötigen. Wenn du beispielsweise den Punkt „Alle Schränke in der Wohnung ausräumen und auswischen“ auf deine Liste setzt, dann hast du dir eine riesige Aufgabe geschaffen, die sehr schnell frustrieren kann.

Geht auch eine Kombination beider Methoden?

Natürlich geht auch eine Kombination aus beiden Methoden, aber das musst du definitiv selbst entscheiden. Ich komme mit der Zimmer für Zimmer Methode am besten zurecht. Hier sieht man durch das Abhaken der Liste am schnellsten Erfolge und wenn erstmal ein Zimmer komplett fertig ist, motiviert das ungemein, in den anderen Zimmern weiterzumachen. Aber wie heisst es so schön? Jeder Jeck ist anders. Finde einfach die Methode, die für dich am besten funktioniert.

Was ist alles an Putzmitteln da?

Für einen vernünftigen Frühjahrsputz braucht man natürlich auch Putzmittel. Und um die kümmern wir uns jetzt. Dabei solltest du immer im Hinterkopf behalten, dass du weitaus weniger Putzmittel brauchst, als du denkst. Für die Umwelt ist es am besten, wenn du auf wenige, möglichst natürliche Reiniger setzt, die biologisch gut abbaubar sind. Im nächsten Beitrag zur Frühjahrsputz-Reihe werde ich dir ein paar Anleitungen an die Hand geben, mit denen du aus wenigen natürlichen Zutaten Reiniger für nahezu alles selbst herstellen kannst. Welche Zutaten du dafür brauchst, habe ich bereits im letzten Beitrag aufgelistet (kannst du auch hier nochmal nachlesen: Klick).

Für die Planung beschränken wir uns zunächst aber auf die Putzmittel und auf das Zubehör, das du bereits Zuhause hast. Schließlich muss das ja auch irgendwann mal weg. Du kannst die vorhandenen Putzmittel dann im Nachgang durch die selbstgemachten ergänzen und / oder ersetzen.

  1. Überleg dir im ersten Schritt, wo du überhaupt alles Putzmittel und Reinigungsutensilien gelagert hast. Oft sind die nämlich nicht an einer zentralen Stelle, sondern quer über die Wohnung verteilt. Beispielsweise Spülmittel in der Küche, Scheuermilch im Bad, Tücher in irgendeinem Schrank, Staubsauger und Feger im Abstellraum.
  2. Trag dir mal alles zusammen und schau dir im Gesamten an, was du da hast. Hast du einen Glasreiniger, eine Scheuermilch und einen Neutralreiniger? Dazu noch ein paar Putztücher, einen Besen, Kehrwisch und Staubsauger? Perfekt, dann bist du optimal ausgestattet.
  3. Fehlt irgendwas? Keine Angst, ist nicht schlimm. Kauf es aber am besten nicht direkt nach, sondern warte auf meine Anleitungen zum Putzmittel selber herstellen. Teure Reiniger wirst du in Zukunft eher nicht mehr brauchen.

Für deine Bestandsliste an Putzmitteln und Zubehör habe ich dir ebenfalls eine Vorlage erstellt. Du kannst sie dir hier als PDF downloaden und ganz personalisiert für dich ausfüllen:

Was soll alles entrümpeln / ausgemistet werden?

Der letzte Punkt bei der Planung ist die Überlegung, ob und wenn ja was du entrümpeln / ausmisten kannst. Der Frühjahrsputz ist ein wunderbarer Anlass dafür, denn schließlich räumst du im Laufe deiner Putzaktion sowieso Schränke aus und wieder ein. Und wenn du den Inhalt schon direkt ausgebreitet vor dir hast, kannst du hier auch gleich einiges loswerden. Mach dir am besten eine kleine Liste, in welchen Bereichen du gerne ausmisten würdest. Beispielsweise:

  • Kleiderschrank
  • Küchengeschirr
  • Lebensmittel (das kannst du z.B. mit meiner Aufbrauch-Challenge kombinieren)
  • Bücher / Zeitschriften
  • Kosmetik
  • Elektrogeräte
  • Hobbyzubehör (gibs zu, auch du hast mal Dinge angefangen, die du nie weiter gemacht hast)

Stell dir einfach Zusammen, was für dich in Frage kommt. Es sei denn, du bist sowieso schon ein alter Entrümpelungshase und hast kein Problem damit, auszumisten und loszulassen. In dem Fall brauchst du die Liste vermutlich eher nicht, denn dir wird beim Ausräumen deiner Schränke ganz automatisch auffallen, was unnütz ist und weg kann.

Eine extra Checkliste dafür gibt es nicht. Wenn du dir überlegt hast, welche Bereiche du gerne ausmisten möchtest, kannst du diese einfach mit auf deine Planungsliste „Was alles geputzt werden muss“ setzen.

Und jetzt? Loslegen!

Das wars auch schon im Groben. Nochmal ganz kurz zusammengefasst: Du listest auf, was du alles putzen musst oder willst. Dann erstellst du eine Bestandsliste mit all deinen Putzutensilien. Und zum Schluss überlegst du dir, welche Bereiche du direkt mit entrümpeln möchtest. Damit ist die Vorarbeit dann auch schon erledigt und du musst im Grunde nur noch entscheiden, wann du loslegen willst. Entweder startest du gleich oder du wartest meinen nächsten Beitrag mit den Rezepten für die Putzmittel ab. Wie und wann du startest, überlasse ich dir.

Wenn du Lust hast, poste deine Forschritte und Ergebnisse (gerne auch mit Vorher-Nachher-Bildern) mit dem Hashtag #minimefrühjahrsputz auf Instagram. Als kleine Motivation oder auch einfach nur, um dich ein bisschen feiern zu lassen. Das spornt an und macht gute Laune!

Und jetzt: Viel Spaß beim Loslegen!


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4 Kommentare

  1. Vielen Dank für die guten Anregungen!
    Solche Arbeitspläne finde ich auch sehr hilfreich, denn man ist ja nicht nach zehn Minuten fertig und so ein Plan motiviert immer wieder weiter zu machen, auch wenn man weniger Lust hat. Meine „Fachfrau für Frühjahrsputz“ ;-) (meine Frau) macht auch einen Plan, aber der existiert nur in ihrem Kopf. Wenn sie dann nichts Schmutziges mehr sieht, ist sie fertig.
    Liebe Grüße!

    • Ich hatte meine Pläne früher auch im Kopf. Das kann gut funktionieren, aber gerade wenn man mit mehreren Personen zusammenlebt, finde ich solche aufgeschriebenen Pläne sehr sinnvoll. Man muss ja nicht alles alleine machen und so kann immer jeder direkt sehen, wie der Stand gerade ist und was alles noch anfällt. Mir selber tut es auch nicht gut, wenn ich die Pläne nur im Kopf hab. Da schwirren die nämlich immer ziemlich präsent umher und das stresst mich. Das übliche Gedankenkreisen halt. Wenn ich alles aufgeschrieben hab, ist es erstmal aus dem Kopf raus und der Kopf ist frei. Das tut mir persönlich sehr gut.

  2. Putzen UND ausmisten ist aber schon ein bisschen heftig!
    Aber wie schon die Aufbrauch-Challenge im Januar triggert mich die Putzchallenge auch schon wieder. Aber ich bin ja eigentlich ein bisschen spät dran.
    Ich guck mal, was ich daraus mitnehmen kann.
    LG
    Sabiene

    • Eigentlich ist es gar nicht so heftig. Es ergänzt sich total super. Überleg mal: Wenn du putzt, dann räumst du deine Schränke doch sowieso aus. Das ist DIE beste Gelegenheit, um direkt mit auszumisten

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