„Koch mein Rezept“ Runde 3: Kichererbseneintopf von Grünesfamilienleben

Als die erste Rezeptrunde zur Aktion „Koch mein Rezept“ von Volkermampft gestartet ist, war Hochsommer. Die Gärten voll mit frischem Gemüse, die Luft flirrend heiß und trotz Corona lag so eine unbeschwert gute Sommerlaune über dem Land. Mittlerweile verabschiedet sich der Herbst schon wieder. Die Tage werden grauer und dunkler, erste Weihnachtsdekorationen hängen an den Häusern und man igelt sich wieder gerne Zuhause im Warmen ein.

Passend zum hyggeligen Winterfeeling kommt das heutige Rezept meines zugelosten Partners Grünesfamilienleben daher: Ein deftiger Kichererbseneintopf mit Kartoffeln. Besonders wenn man nach einem langem Herbst- / Winterspaziergang bis auf die Knochen durchgefroren nach Hause kommt, geht halt einfach gar nichts über einen wärmenden Eintopf. Und Kichererbsen in Eintöpfen sind sowieso was ganz Feines.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Mein Tauschpartner in Runde 3: Grünesfamilienleben

Bevor ich dir aber meine Eintopf-Variante zeige (das Originalrezept habe ich leicht abgewandelt), will ich dir erstmal noch ein bisschen was über den mir zugelosten Blog Grünesfamilienleben erzählen. Wie bei mir selbst dreht sich dort nämlich auch alles um Minimalismus und Nachhaltigkeit. Und das ist nicht die einzige Parallele. Genau wie ich haben Jani und Freddy ihre Bloggerkarriere vor vielen Jahren als Foodblogger gestartet. Und ebenfalls wie ich haben sie irgendwann gemerkt, dass das reine Foodbloggen nicht mehr zu ihnen passt. Im Gegensatz zu mir haben die beiden dann aber eine Blogpause eingelegt und erst im Sommer 2018 ihren Blog Grünesfamilienleben neu ins Leben gerufen.

Besonders symphatisch finde ich, dass für Jani und Freddy der Weg das Ziel ist. Sie wissen, dass sie vieles nicht perfekt machen. Und das muss es auch nicht, denn alles was sie machen, tun sie mit Herz und Verstand. Besonders deutlich wird das bei ihren Experimenten. Ob Konsumverzicht oder Nachhaltigkeitschallenge: Jani und Freddy probieren sich aus und ziehen aus jedem Teilbereich das Beste für sich heraus. Dadurch entwickeln sie sich stetig weiter und genau so sollte es auch sein.

Meine Variante des Kirchererbseneintopf

Den Kichererbseneintopf, den ich von Jani und Freddy nachgekocht habe, habe ich mir deshalb ausgesucht, weil ich einfache und schnelle Rezepte liebe. Ganz viel Geschmack sollte aber trotzdem drin sein. Und am liebsten ist es mir, wenn man keine Unmengen an Zutaten braucht und ein Rezept leicht auch veganisieren kann. In meiner abgewandelten Vegan-Variante kommen statt normalen Kartoffeln Süßkartoffeln zum Einsatz und eingemachte Tomaten aus meinem eigenen Garten. Quasi ein Stück konservierter Sommer. Die Creme Fraiche, die Jani und Freddy im Originalrezept verwenden, habe ich übrigens vergessen und einfach komplett weggelassen. Hat dem Gericht aber keinen Abbruch getan:

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffeln

Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten

Zutaten

  • 1 große Süßkartoffel
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1 mittelgrosse Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 1 kleine Dose gehackte Tomaten
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL Paprikapulver Edelsüß
  • 1 TL Curry
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Öl zum anbraten
  • Petersilie als Garnitur

Anleitungen

  • Die Süßkartoffel waschen, schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden. Die Kichererbsen über ein Sieb abgiessen und kurz unter fliessend Wasser abwaschen. Die Zwiebel schälen und würfeln. Die frischen Tomaten ebenfalls in Würfel schneiden.
  • In einem breiten Topf etwas Öl erhitzen, die Zwiebeln zugeben und glasig dünsten. Mit Paprika und Curry bestäuben und etwas mitbraten lassen. Aber vorsicht: Nicht zu lange, sonst werden die Gewürze bitter.
  • Die Süßkartoffel, die frischen Tomaten und die Kichererbsen mit in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer würzen und ebenfalls kurz mit Anschwitzen. Dann mit den gehackten Tomaten und der Gemüsebrühe aufgiessen und so lange köcheln lassen, bis die Süßkartoffelstücke und die Kichererbsen gar sind.
  • Kurz vor dem Servieren den Eintopf nochmals mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken, dann mit Petersilie verfeinern und heiß servieren.
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Mein Fazit zum Rezept

In den Eintopf von Grünesfamilienleben habe ich mich direkt verliebt. Er gehört zu diesen absolut einfachen Gerichten, die man schnell nebenbei kochen kann und die mit jedem Aufwärmen nur noch leckerer werden. In einem Schraubdeckelglas kann man den Eintopf ohne Angst vor Kleckereien super mit ins Büro nehmen. Und natürlich schmeckt er auch ganz phantastisch!

Warum Süßkartoffeln statt normalen Kartoffeln?

Süßkartoffeln habe ich deshalb für dieses Rezept verwendet, weil ich schlichtweg nur noch Süßkartoffen und keine normalen Kartoffeln mehr zuhause hatte. Sie stammen aus meinem eigenen Garten und sind eine meiner liebsten Gemüsesorten im Hochbeet. Der Anbau ist unkompliziert und die Erträge können sich sehen lassen. Aus gerade einmal zwei Süßkartoffelpflanzen habe ich dieses Jahr beispielsweise annähernd neun Kilo Süßkartoffeln aus dem Hochbeet gezogen. Falls du dich auch mal an Süßkartoffeln aus dem eigenen Garten versuchen willst, schau mal hier meine DIY Anleitung zum Bau eines Low-Budget-Hochbeets und meine Tipps zum Süßkartoffelanbau.

Pro-Tipp (#gegenlebensmittelverschwendung)

Wenn du zufälligerweise am Backen bist und Eischnee in einem Rezept vegan ersetzen möchte, dann versuch dich mit der abgegossenen Flüssigkeit der Kirchererbsen (Auqafaba) unbedingt mal an falschem Eischnee. Einfach einen halben TL Backpulver zu der Abtropfflüssigkeit geben und diese wie ganz normales Eiklar zu Schnee aufschlagen. Funktioniert supergut und ist von herkömmlichen Eischnee kaum zu unterscheiden.

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