DIY: So einfach, schnell und günstig lässt sich ein Hochbeet selber bauen

Beinah zwei Jahren haben mein Mann und ich uns im Schrebergarten meiner Schwiegermutter als Kleingärtner versucht. Spassig war es und stellenweise auch erstaunlich ertragreich, aber die ganze Zeit über gab es eine Sache, die uns immer gebremst hat. Es war halt “nur” der Garten meiner Schwiegermutter. Mit tausend Ideen im Kopf, die wir als “Gast” nicht umzusetzen wagten, war das Gärtnern manchmal wirklich frustrierend. Letzte Woche hat sich das nun aber geändert: Mein Mann und ich haben den Schrebergarten offiziell übernommen und mit der Unterschrift auf dem Pachtvertrag unseren neuen Status als Kleingärtner besiegelt.

Offiziell in der Spießigkeit angekommen, haben wir erst einmal ein paar Tuja-Hecken und eine Fichte entfernt. Und danach musste das alte zusammengemurkste Steinhochbeet dran glauben, welches seit Jahren mehr oder weniger vor sich hin zerfällt und bislang nur ein paar Kräuter beherbergt hat. Als Ersatz für das alte Beet durften schließlich zwei neue Hochbeete einziehen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Jetzt kann man so ein Hochbeet ja in allen erdenklichen Größen für wirklich teuer Geld in jedem Baumarkt kaufen, oder man baut es sich einfach selber. Das ist nicht nur günstig, sondern geht auch total einfach und schnell. Selbst für solche Pfuscher wie meinen Mann und mich. Alles was man dafür braucht, ist folgendes (bei allen Links handelt es sich um Amazon-Affiliate-Links):

So wird das Hochbeet gebaut

Als erstes muss man dafür sorgen, dass der Untergrund für das Hochbeet eben ist. Wir haben uns als Standort für unser altes Paprika- und Gurkenbeet entschieden, dieses zunächst umgegraben und dann mit dem Rechen geebnet. Hat man schließlich eine ebene Fläche geschaffen, kann es auch schon direkt ans Aufbauen gehen. Da man bei dem Holzkomposter-Bausatz die Holzbretter lediglich ineinander stecken muss, ist das innerhalb weniger Minuten erledigt.

Wenn das Gerüst des Hochbeets steht, geht es an die Auskleidung der Innenseite mit Teichfolie. Diese dient zum einen dazu, dass der Inhalt des Hochbeets dort bleibt, wo er sein soll. Zum anderen isoliert die Folie das Hochbeet zusätzlich. Für unsere Hochbeete haben wir die Folie in der Abmessung 60 x 100 cm benutzt und davon pro Beet zwei Stück genommen. Das reicht dann genau einmal innen rum, überlappt sich ein wenig und alles ist dicht. Zur Befestigung der Folie haben wir Nägel verwendet, man kann die Folie aber auch mit einem Handtacker ans Holz tackern.

Sobald die Folie befestigt ist, fehlt nur noch der Maschendrahtzaun. Der kommt ganz unten in das Hochbeet und dient dazu, Wühlmäuse und sonstiges Getier abzuhalten. Wir haben den Maschendrahtzaun doppelt überlappend gelegt. Sicher ist sicher. Weil man den Draht sowieso nur in Form einer Rolle kaufen kann und garantiert nicht einmal die Hälfte benötigt, kann man hier ruhig großzügig sein.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

So wird das Hochbeet befüllt

Steht das Hochbeet, kann man sich auch schon an das Befüllen machen. Dabei wird in Schichten von grob bis fein gearbeitet. Die Basis bildet die grobe Schicht. Für diese verwendet man am besten Äste von Bäumen, Sträuchern und Hecken und füllt das Hochbeet großzügig damit. Unseres haben wir gut bis zur Hälfte mit den Resten unserer Hecken und der Fichte aufgefüllt. Nach der groben Schicht folgt eine Schicht Grünschnitt. Wir haben dafür Rasenschnitt vom Rasenmähen verwendet. Man kann auch Blätter verwenden, was sich z.B. anbieten würde, wenn man sein Hochbeet im Herbst baut. Als oberste Schicht kommt schließlich Erde ins Hochbeet. Wir haben dazu Erde von unserem Paprikabeet (Boden) und Erde aus dem alten Steinhochbeet gemischt. Man kann aber auch Erde im Baumarkt kaufen. Am besten eignet sich in diesem Fall hochwertige Blumenerde oder Komposterde.

Das Hochbeet bepflanzen

Frisch aufgebaut, lässt man das Hochbeet am besten ein paar Tage in Ruhe und beginnt dann erst mit der Bepflanzung. Die komplette Füllung setzt sich innerhalb kurzer Zeit noch ziemlich ab, so dass man das Ganze nochmals auffüllen sollte. Hat sich alles gesetzt und beruhigt, kann es dann aber endlich losgehen. Und ab diesem Zeitpunkt kann dann natürlich jeder pflanzen was er möchte. Blumen, Gemüse, Kräuter.. Der Phantasie sind im Hochbeet kaum Grenzen gesetzt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Kosten und Zeitaufwand

Im Vergleich zu fertigen Hochbeetsystemen ist das DIY-Hochbeet ein richtiges Schnäppchen. Die Stecksystem-Komposter bekommt man für 15.- bis 20.- Euro, die Teichfolie kostet pro Quadratmeter rund 8.- bis 10.- Euro und der Maschendrahtzaun schlägt mit rund 15.- Euro zu buche. Wobei man von diesen meist nur komplette Rollen kaufen kann und man diese garantiert nicht komplett aufbraucht. Für unsere beiden Hochbeete haben wir insgesamt 70.- Euro bezahlt. Also 35.- Euro pro Stück. Von der Teichfolie und dem Maschendraht ist außerdem so viel übrig geblieben, dass es locker für 1-2 weitere Hochbeete reicht.

Was den Zeitaufwand anbelangt, so ist der für den Bau des Hochbeets sehr überschaubar. Das Gerüst mit dem Stecksystem ist innerhalb weniger Minuten aufgebaut und auch das Anbringen der Teichfolie geht ruck zuck. Nach ca. 15 Minuten stand unser Hochbeet fix und fertig da und konnte befüllt werden.

 

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Dann merke ihn dir doch oder teile ihn mit deinen Freunden:

1 thought on “DIY: So einfach, schnell und günstig lässt sich ein Hochbeet selber bauen”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.