Haushalt führen mit der FlyLady-Methode – Teil 3: Der Tagesfokus
In den ersten beiden Teilen dieser FlyLady-Reihe haben wir uns die Grundlagen des Systems angesehen. Zuerst ging es um den Aufbau der FlyLady-Methode, anschließend um die BabySteps und Routinen. Wenn du diese bereits in deinen Alltag integriert hast, hast du damit eine wichtige Basis geschaffen. Im nächsten Schritt kommt ein weiterer Baustein hinzu: der Tagesfokus.
Der Tagesfokus sorgt dafür, dass wiederkehrende Aufgaben einen festen Platz in deiner Woche bekommen. Statt jeden Tag neu zu überlegen, wann du einkaufen, Mahlzeiten planen oder Papierkram erledigen möchtest, gibt es dafür feste Wochentage. Das reduziert Entscheidungen, schafft Struktur und sorgt dafür, dass weniger im Kopf herumschwirrt. Genau das ist für mich einer der größten Vorteile des FlyLady-Systems: Man muss nicht ständig überlegen, was als Nächstes dran ist. Die Aufgaben haben bereits ihren Platz in der Woche.
Wie der Tagesfokus funktioniert, welche Bereiche dazugehören und wie ich ihn in meinem Alltag nutze, schauen wir uns jetzt genauer an.
Was ist der Tagesfokus?
Beim Tagesfokus handelt es sich um wiederkehrende Aufgaben, die einen festen Platz in deiner Woche bekommen. Das sind Aufgaben, die in fast jedem Haushalt regelmäßig anfallen, aber oft „irgendwann zwischendurch“ erledigt werden. Zum Beispiel die Essensplanung, der Einkauf, Papierkram oder kleinere Besorgungen.
Die Idee dahinter ist einfach: Statt jeden Tag neu zu entscheiden, wann du welche Aufgabe erledigst, ordnest du bestimmten Aufgaben feste Wochentage zu. Dadurch entstehen Routinen und viele Entscheidungen fallen automatisch weg. Genau deshalb empfinde ich den Tagesfokus als große Entlastung. Ich muss nicht ständig überlegen, wann ich einkaufen gehe oder wann ich mich um Papierkram kümmere. Jede Aufgabe hat ihren festen Platz in der Woche.
Im ursprünglichen FlyLady-System sieht der Tagesfokus so aus:
- Montag: Home Blessing
- Dienstag: Plan & Play
- Mittwoch: Anti-Prokrastination
- Donnerstag: Erledigungen außer Haus
- Freitag: Purse & Car
- Samstag: Family & Friends
- Sonntag: Renewing & Selfcare
Wichtig ist dabei: Diese Aufteilung ist kein starres Regelwerk. Die einzelnen Aufgaben können problemlos an andere Wochentage verschoben werden, wenn das besser zu deinem Alltag passt. FlyLady liefert hier keine Vorschriften, sondern eine Orientierung. Entscheidend ist nicht, an welchem Tag du etwas erledigst, sondern dass die Aufgabe einen festen Platz in deiner Woche bekommt.
Warum der Tagesfokus so gut funktioniert
Bevor ich FlyLady kennengelernt habe, hatte ich viele Aufgaben, die zwar regelmäßig erledigt werden mussten, aber keinen festen Platz in meiner Woche hatten. Das hat dazu geführt, dass ich ständig überlegen musste, was als Nächstes ansteht. Muss ich noch einkaufen? Und vor allem wann? Wann wollte ich eigentlich die Mahlzeiten planen? Und war da nicht noch irgendetwas, das ich dringend erledigen wollte?
Genau hier setzt der Tagesfokus an. Indem bestimmte Aufgaben festen Wochentagen zugeordnet werden, verschwinden viele dieser kleinen Entscheidungen. Ich weiß, dass ich Dienstags meine Mahlzeiten für die Woche plane. Ich weiß, dass ich am Donnerstag einkaufen gehe. Und ich weiß, wann ich mich um Dinge kümmere, die ich sonst gerne vor mir herschiebe.
Das klingt zunächst unspektakulär, hat für mich aber einen enormen Effekt – insbesondere in Hinblick auf den Mental Load. Statt ständig alle offenen Aufgaben im Kopf herumzutragen, kann ich sie loslassen, weil sie schon einen festen Platz in meiner Woche haben.
Natürlich klappt das nicht von heute auf morgen. Wie bei den BabySteps braucht auch der Tagesfokus etwas Zeit, bis er zur Gewohnheit wird. Sobald die einzelnen Tage jedoch zur Routine werden, läuft vieles fast automatisch ab. Und genau das macht das System für mich so entspannend. Der Tagesfokus sorgt nicht dafür, dass weniger Aufgaben anfallen. Aber er sorgt dafür, dass man deutlich weniger Energie darauf verwendet, ständig darüber nachzudenken.

Das Weekly Home Blessing
Das Weekly Home Blessing ist wahrscheinlich der bekannteste Teil des Tagesfokus – und gleichzeitig der Bereich, der bei vielen FlyLady-Neulingen die meisten Fragen aufwirft. Oft wird das Home Blessing einfach als „wöchentlicher Hausputz“ beschrieben. Das trifft es zwar grundsätzlich, greift aber etwas zu kurz. Beim Home Blessing geht es nicht darum, das Zuhause perfekt zu reinigen. Es geht darum, einmal pro Woche für eine angenehme Grundsauberkeit zu sorgen. Der entscheidende Unterschied: FlyLady setzt dafür einen festen Zeitrahmen.
Statt stundenlang zu putzen, wird das Home Blessing in mehrere kleine Aufgaben unterteilt. Für jede Aufgabe werden maximal zehn Minuten eingeplant. Ist die Zeit abgelaufen, geht es mit der nächsten Aufgabe weiter. Typische Aufgaben beim Home Blessing sind:
- Oberflächen abstauben und abwischen
- Spiegel und Lichtschalter reinigen
- Böden saugen
- Böden wischen
- Papierkram sortieren
- Mülleimer leeren
Das Ziel ist nicht Perfektion. Das Ziel ist eine saubere, gepflegte Basis. Gerade am Anfang kann es passieren, dass zehn Minuten für eine Aufgabe nicht ausreichen. Das ist völlig normal. Mit jeder Woche wird es leichter, weil die Wohnung nicht mehr von Grund auf gereinigt werden muss. Viele Aufgaben sind dann bereits größtenteils erledigt und benötigen nur noch wenige Minuten.
Wichtig ist außerdem: Beim Home Blessing werden nur die regelmäßig genutzten Räume berücksichtigt. Keller, Abstellräume, Dachboden oder andere Bereiche gehören nicht dazu. Auch Detailarbeiten wie das Putzen von Fußleisten oder das Reinigen jeder einzelnen Ecke sind kein Bestandteil des Home Blessing. Dafür ist später die Zonenreinigung zuständig.
Für mich persönlich ist das Home Blessing bis heute einer der wertvollsten Bestandteile des FlyLady-Systems. Ich erledige es am liebsten montags und starte dadurch mit einer sauberen Wohnung in die neue Woche.

Dienstag: Plan & Play Day
Der Plan & Play Day ist für alle Aufgaben gedacht, die mit Planung zu tun haben. Dazu gehören beispielsweise die Mahlzeitenplanung, das Schreiben der Einkaufsliste, die Organisation von Terminen oder kleinere organisatorische Aufgaben im Haushalt. Die Idee dahinter: Statt solche Dinge ständig nebenbei zu erledigen, bündelt man sie an einem festen Tag der Woche. Das schafft Übersicht und verhindert, dass wichtige Aufgaben vergessen werden.
Ich nutze diesen Tag vor allem für die Planung unserer Mahlzeiten und die Vorbereitung des Wocheneinkaufs. Außerdem werfe ich einen Blick auf anstehende Termine und notiere alles, was in der kommenden Woche wichtig wird. Wenn du bereits mit einem Haushaltsplaner oder einem Control Journal arbeitest, ist der Plan & Play Day der ideale Zeitpunkt, um alles zu aktualisieren und die kommende Woche vorzubereiten.
Der eigentliche Planungsaufwand ist meist überraschend gering. Oft reichen bereits 10 bis 15 Minuten aus. Der Rest des Tages steht ganz bewusst für schöne Dinge zur Verfügung – schließlich gehört zum FlyLady-System nicht nur Ordnung, sondern auch Zeit für sich selbst.

Mittwoch: Anti-Prokrastination-Day
Jeder von uns hat Aufgaben, die immer wieder aufgeschoben werden. Das können kleine Organisationsaufgaben sein, ein überfüllter Abstellraum, das Ausmisten eines Schranks oder ein längst überfälliges Telefonat. Genau dafür gibt es im FlyLady-System den Anti-Prokrastination-Day.
Die Idee ist denkbar einfach: Statt solche Aufgaben monatelang vor sich herzuschieben, widmet man ihnen einmal pro Woche bewusst ein kleines Zeitfenster. Oft reichen bereits 15 Minuten aus, um zumindest einen Anfang zu machen. Gerade das macht diesen Tag so wirkungsvoll. Die Hürde, mit einer ungeliebten Aufgabe zu beginnen, wird deutlich kleiner, wenn man weiß, dass man nicht den ganzen Nachmittag dafür opfern muss.
Ich nutze diesen Tag häufig zum Ausmisten, für kleinere Organisationsprojekte oder für Aufgaben, die ich sonst gerne vor mir herschiebe. Oft stelle ich dabei fest, dass der schwierigste Teil gar nicht die Aufgabe selbst ist, sondern überhaupt anzufangen. Und selbst wenn nach 15 Minuten noch nicht alles erledigt ist: Nächste Woche kommt der Anti-Prokrastination-Day wieder.
Donnerstag: Erledigungen außer Haus
Der Donnerstag steht im FlyLady-System traditionell für alle Aufgaben, die außerhalb der eigenen vier Wände erledigt werden müssen. Dazu gehören beispielsweise der Wocheneinkauf, Besorgungen, Apothekenbesuche, Behördengänge oder der Weg zum Wertstoffhof. Auch hier folgt FlyLady wieder dem gleichen Prinzip: Ähnliche Aufgaben werden gebündelt und an einem festen Tag erledigt. Dadurch spart man Zeit und vermeidet zusätzliche Wege.
Ich versuche deshalb, möglichst viele Besorgungen auf einen Tag zu legen. Das macht die Woche planbarer und sorgt dafür, dass ich nicht ständig zwischendurch noch etwas erledigen muss. Natürlich muss auch dieser Tagesfokus nicht zwingend am Donnerstag stattfinden. Entscheidend ist lediglich, dass solche Termine einen festen Platz in deiner Woche bekommen.
Freitag: Purse & Car Day
Am Purse & Car Day geht es darum, kleine Alltagsbereiche wieder auf Anfang zu setzen. Im ursprünglichen FlyLady-System stehen dabei die Handtasche und das Auto im Mittelpunkt. Die Idee dahinter lässt sich aber problemlos auf die eigene Lebenssituation anpassen. Ich nutze diesen Tag beispielsweise, um meine Handtasche, meinen Arbeitsrucksack oder andere Dinge auszuräumen, die sich im Laufe der Woche mit Kassenbons, Notizzetteln und allerlei Kleinkram füllen. Gleichzeitig werfe ich einen kurzen Blick auf alles, was in der kommenden Woche wieder einsatzbereit sein soll. Es geht dabei nicht um eine große Aufräumaktion. Meist reichen schon wenige Minuten aus, um Ordnung zu schaffen und unnötigen Ballast loszuwerden. Genau wie die anderen Tagesfokusse sorgt auch dieser dafür, dass sich kleine Dinge gar nicht erst zu größeren Baustellen entwickeln.
Samstag: Family & Friends Day
Der Family & Friends Day steht im FlyLady-System ganz bewusst im Zeichen von Familie, Freunden und Freizeit. Abgesehen von den täglichen Routinen fallen an diesem Tag keine Haushaltsaufgaben an. Die Idee dahinter ist – wie immer bei FlyLady – einfach: Wenn die wiederkehrenden Aufgaben bereits unter der Woche erledigt wurden, darf das Wochenende so frei wie möglich sein.
Genau das ist einer der größten Vorteile, die ich durch FlyLady erlebt habe. Früher wurden viele Haushaltsaufgaben auf das Wochenende verschoben. Einkaufen, Putzen, Organisieren – oft war bereits ein großer Teil des Samstags verplant. Heute sieht das anders aus. Da die meisten Aufgaben bereits ihren festen Platz in der Woche haben, bleibt deutlich mehr Zeit für Dinge, die Spaß machen: Zeit mit Freunden und Familie, Hobbys, Ausflüge oder einfach ein entspannter Tag ohne To-do-Liste.
Für mich gehört dieser Gedanke zu den schönsten Aspekten des gesamten FlyLady-Systems. Haushalt soll das Leben unterstützen und nicht das Wochenende bestimmen.
Sonntag: Renewing & Selfcare
Der Sonntag steht im FlyLady-System ganz im Zeichen von Erholung und Selbstfürsorge. Nachdem die wichtigsten Haushaltsaufgaben bereits unter der Woche erledigt wurden, darf dieser Tag bewusst ruhiger sein. Außer den täglichen Routinen stehen keine weiteren Aufgaben auf dem Plan. Stattdessen geht es darum, neue Energie zu tanken und sich auf die kommende Woche vorzubereiten.
Wie diese Selbstfürsorge aussieht, ist natürlich ganz individuell. Für manche bedeutet sie ein gutes Buch, ein Spaziergang oder ein entspannter Nachmittag auf dem Sofa. Andere genießen ein Bad, verbringen Zeit im Garten oder widmen sich einem kreativen Hobby. Für mich ist dieser Tag eine bewusste Erinnerung daran, dass ein funktionierender Haushalt nicht das eigentliche Ziel ist. Das Ziel ist ein Alltag, der genügend Raum für die Dinge lässt, die uns guttun. Genau deshalb gefällt mir der Gedanke hinter dem Renewing & Selfcare Day so gut. Er erinnert daran, dass wir uns nicht nur um unser Zuhause kümmern sollten, sondern auch um uns selbst.

Das bedeutet der Tagesfokus für mich
Von allen Bestandteilen des FlyLady-Systems gehört der Tagesfokus heute zu meinen Favoriten. Als ich damit angefangen habe, war ich zunächst skeptisch. Bestimmte Aufgaben fest auf bestimmte Wochentage zu legen, klang für mich eher unflexibel als befreiend. Nach einigen Wochen habe ich jedoch gemerkt, dass genau das Gegenteil der Fall ist.
Der größte Vorteil ist für mich, dass ich deutlich weniger Entscheidungen treffen muss. Ich überlege nicht ständig, wann ich einkaufen gehe, wann ich Mahlzeiten plane oder wann ich mich um Papierkram kümmere. Diese Aufgaben haben bereits ihren festen Platz in meiner Woche. Dadurch verschwindet viel Mental Load. Statt eine lange Liste offener Aufgaben im Kopf mit mir herumzutragen, weiß ich: Alles hat seinen Zeitpunkt.
Natürlich klappt das nicht immer perfekt. Manchmal verschiebt sich etwas oder ein Tag läuft anders als geplant. Das ist völlig normal. Der Tagesfokus ist kein starres Regelwerk, sondern eine Orientierungshilfe. Genau das macht ihn für mich so wertvoll. Er gibt meinem Alltag Struktur, ohne mich einzuengen. Und er sorgt dafür, dass Haushalt und Organisation nicht ständig meine Gedanken bestimmen.
Wenn du die BabySteps bereits in deinen Alltag integriert hast, ist der Tagesfokus aus meiner Sicht der nächste logische Schritt. Er verbindet einzelne Routinen zu einem System und hilft dabei, die Woche insgesamt entspannter zu gestalten.
Das FlyLady-System – So geht es weiter
Mit den BabySteps, Routinen und dem Tagesfokus hast du jetzt die wichtigsten Grundlagen des FlyLady-Systems kennengelernt. Im nächsten Teil dieser Reihe geht es um die Zonenreinigung. Dort zeige ich dir, wie FlyLady größere Reinigungsaufgaben organisiert und warum du nie wieder dein gesamtes Wochenende für den Hausputz opfern musst.
Wenn du Fragen zum Tagesfokus hast oder deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, freue ich mich über einen Kommentar.

Hallo,
ich bin supermotiviert, das System umzusetzen. Danke für die Inspiration.
Eine Frage hätte ich aber: Bei uns mit den Kindern ist es oft so, dass unter der Woche sehr viele Termine und auch Treffen mit den Freunden sind, d.h. wir haben fast täglich einen „Außer Haus“ Tag. Hast du da einen Tipp, wie wir das am Besten planen könnten. Und: Wenn wir die Alltagsroutinen, die Tagesaufgaben und die Zonenreinigung unter einen Hut bekommen würden, wäre dann aber der Family & Friends Tag ja trotzdem nochmal am Wochenende durchzuführen, oder?
Liebe Grüße
Caroline
Hi Caroline, also grundsätzlich bist du völlig frei, was du an welchem Tag machen willst. Wenn ihr unter der Woche eh schon so viele Termine „Ausser Haus“ habt, könnt ihr den Family & Friends Tag auch streichen.
Ich probiere seit ein paar Wochen das Flylady system auch aus, danke für die guten Erklärungen. Ich habe eine Frage: wie passen saisonale Aufgaben, wie aktuell Advents/ Weihnachtsdekoarbeiten und auch so Sachen wie Sommer/ Winterkleidung wechseln etc. in dieses System? Wann macht Ihr das? Ich neige zum Aufschieben, aber für den Antiprokrastinationtag ist es ja eigentlich zuviel…
Viele Grüße, Monica.
Hallo meine Liebe, saisonale Arbeiten wie Dekoration für Advent & Weihnachten etc. plane ich gar nicht zusätzlich mit ein. Der Grund dafür ist der, dass das Arbeiten sind, die mir Spaß machen und die ich persönlich nicht als klassische Haushaltsarbeiten ansehe. Sommer- und Winterkleidung fällt bei mir auch raus, weil ich hier nicht durchwechsle. Nach mittlerweile sieben Jahren Minimalismus ist meine Garderobe so klein, dass ich hier schlichtweg nicht mehr durchwechseln muss. Grundsätzlich würde ich sagen, dass ich das auf den Anti-Prokrastiantions-Tag schieben würde, wenn ich das einplanen wollen würde. Wenn dir der zu wenig ist, kannst du ihn von der Zeit natürlich entsprechend verlängern, wenn du weisst, dass sowas ansteht. Oder du beisst in den sauren Apfel und planst dir solche Dinge noch extra irgendwann am Wochenende ein.
Vielen Dank für diesen Beitrag. Das ist so toll zusammengefasst und erklärt!. Das System ist toll, nur das „Home Blessing“ in seinem zufriedenstellenden Gelingen am meisten von der Wohnungsgröße abhängig. Wir haben 140m2 mit 10 Türen, unzähligen Steckdosen, da hat man leider nicht das schöne Gefühl, etwas erledigt zu haben, wenn immer das halbe auf der Strecke bleibt, trotz Beeilen. Da muss ich noch eine Lösung finden, vielleicht auch Türen in wöchentliche Zonen innerhalb vom Home Blessing einteilen.
Hi Patrizia, ich kann dich gut verstehen. Ich hab zwar keine 140 qm sondern „nur“ 100 qm, aber ich hab auch 9 Türen hier und die ersten paar Wochen war das schon sehr anstrengend und teilweise auch unbefriedigend, wenn ich nicht alles geschafft habe. Aber lass mich dir eines sagen: Hier lohnt sich durchhalten und Geduld. Denn wenn du das Ganze jede Woche durchziehst, wird es ja nie wieder richtig dreckig. Das hat zur Folge, dass das Ganze nach ein paar Wochen gut in der vorgegebenen Zeit zu schaffen ist. An manchen Wochen kontrolliere ich die Türen nur noch und wische hier und da mal einen kleinen Fleck weg – das reicht dann meistens auch schon. Natürlich kannst du das ganze aber auch in die Zonenreinigung mit reinnehmen, wenn dir damit wohler ist.
Es ist alles interessant und spannend aber egrade mit Home Blessing, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das alles in 60 min. erledigen kann. Gerade für die Punkte 1 bis 4 brauche ich sicherlich 60 min. aber nicht für die ganze Wohnung sodnern eher 60 min. pro Raum … Ich weiss nicht, wie ich es schneller schaffen kann !
Ich werde es aber trotzdem versuchen und bin gespannt auf die weiteren Artikeln.
Das ist ja der Trick dabei. Du musst nicht alles in der Zeit schaffen. Du stellst dir pro Aufgabe den Timer auf 10 Minuten und machst genau diese 10 Minuten lang. Was du nicht schaffst, machst du beim nächsten Mal. Keine Angst, es wird von Woche zu Woche weniger, weil ja nichts wieder so dreckig wird
Ich habe am Samstag Home Blessing gemacht (Samstag ist sowies mein Putz-/Aufräumtag). Ich habe es ein Bisschen anders gemacht: „Spiegel, Türen und Steckdosen putzen“ habe ich ausgelassen, weil es keine Prio für mich hatte. Das könnte ich nächste Woche oder bei der Zonenreinigung machen. Dann habe ich mir ein Bisschen mehr Zeit gegeben. Ich wollte nicht mitte drinnen aufhören! Ich habe es in 8x10min geschafft. Ich hoffe, dass ich es danach in der Zeit schaffe, weil es dann, wie Du schreibst, nicht mehr so dreckig ist!
Ich finde es aber sehr hilfreich und interessant mit Timer zu arbeiten. Mir hilft es, mich zu fokussieren und nicht 5 Sachen gleichzeitig zu machen. Es ist eigentlich viel effizienter !
Ich habe auch die Reihenfolge geändert:
1. Mülleimer leeren
2. Papierkram sortieren
dann der Rest. Ich fand es nicht so logisch, diese 2 Tätigkeiten zum Schluss zu machen, nachdem man die Oberflächen und die Böden sauber gemacht hat.
Vielen Dank für Deine Super Tipps.
Super, dass du das Home Blessing ausprobiert hast. Die Reihenfolge kann man natürlich gestalten, wie man will. Ich persönlich lasse den Punkt „Spiegel, Türen & Steckdosen“ immer drin, obwohl es für mich auch keine so riesige Prio hat. Nach ein paar Durchgängen sind Spiegel, Türen und Steckdosen so gut wie gar nicht mehr schmutzig und es reicht völlig, kurz oberflächlich drüber zu wischen. Dadurch brauche ich deutlich weniger als 10 Minuten und das motiviert mich dann immer nochmal extra :) Manchmal muss man sich auch selber austricksen :)
Mit den Tagesfokus habe ich bislang noch nicht gearbeitet. Ich meine, da kommt ganz schön was zusammen, wenn man die Zonen mit dazu nimmt. (Besonders am Montag) Vielleicht sollte ich mir trotzdem mal Gedanken machen, weil gerade mein Auto mal ein Blessing gebrauchen könnte ;-)
Ich frage mich, inwieweit die Flylady für Berufstätige geeignet ist, die nicht im Home Office arbeiten.
LG
Sabiene
Die Frage zu FlyLady vs. Beruf kann ich dir beantworten: Ich arbeite selber Vollzeit (Teils im Büro, teils im Home Office) und es funktioniert hervorragend. Dazu wird es in dieser Reihe aber auch noch einen separaten Beitrag geben. Aber um es mal vorweg zu nehmen: Wenn man das Ganze aufteilt, klappt es super. Die Routineaufgaben (Klo, Bad, Waschmaschine, Spülmaschine, Betten machen etc.) erledige ich meist morgens bevor ich zur Arbeit gehe. Die Zonenreinigung (wird im nächsten Beitrag erklärt) mache ich direkt nach der Arbeit und der Tagesfokus wird irgendwann zwischendrin erledigt. Das sind in der Regel ja auch Sachen, die nicht lange dauern. Bis auf das Home Blessing dauert alles ca. 15 Minuten und das bekomme ich in meine Tage gut unter.
Super! Da bin ich schon mal auf deine nächsten Artikel gespannt!
LG
Sabiene
An zwei Tagen in der Woche bringe ich meine Kinder nach der Arbeit zum Sport…ergo ich komme Nach Arbeit und Kindern um 18:45 Uhr nach Hause. Danach mache ich essen und bringe die Kids ins Bett. Ausser für die Abend- und Mlrgenroutine ist da keine Zeit. Wie könnte ich das lösen?
Phu bei so einem straffen Zeitplan bleibt dir fast nix anderes übrig, als das Wochenende mit einzuplanen. Wie sieht denn deine Morgen- und Abendroutine aus? Du könntest mal versuchen, diese Routinen schrittweise etwas zu verlängern. 5-15 Minuten bringen da schon gute Resultate und belasten das Zeitbudget nicht zu sehr. Und wichtig: Familienmitglieder mit einbinden, sofern möglich