Reis dämpfen ohne Reiskocher: So gelingt er im Topf mit Sieb

Du möchtest Reis dämpfen, hast aber keinen Reiskocher oder Bambusdämpfer? Dann habe ich eine gute Nachricht: Beides brauchst du gar nicht. Ich selbst dämpfe seit Jahren Klebreis ganz einfach im Topf – mit einem normalen Metallsieb und einem Geschirrtuch. Die Methode kostet nichts, funktioniert zuverlässig und der Reis wird wunderbar weich und leicht klebrig. Genau so, wie man ihn aus vielen asiatischen Restaurants kennt.

Wenn du also richtig schönen Klebreis für Sticky Rice brauchst, aber kein Geld in einen Reiskocher investieren möchtest, bist du hier genau richtig.

Reis dämpfen im Topf – das brauchst du

Für deinen selbstgemachten Reisdämpfer benötigst du nur wenige Dinge:

  • einen Topf mit Deckel
  • ein feinmaschiges Metallsieb
  • ein sauberes Geschirrtuch
  • Wasser
  • Klebreis

Das war’s schon.

Falls du häufiger Reis oder Gemüse dämpfst, kann sich später natürlich auch ein richtiger Bambusdämpfer (z,B. von Reishunger / Amazon Affiliate) oder ein Reiskocher mit Dämpfeinsatz (z.B. von Russel Hobbs / Amazon Affiliate) lohnen. Für den Einstieg oder wenn du nur selten gedämpften Reis brauchst, reicht die Topf-Methode aber vollkommen aus.

Infografik zum Thema was du brauchst um Reis im Topf zu dämpfen

Reis im Sieb dämpfen – Schritt für Schritt

  1. Klebreis einweichen: Klebreis sollte mindestens drei Stunden in kaltem Wasser einweichen. Noch besser wird das Ergebnis, wenn du ihn einfach über Nacht stehen lässt. Durch das Einweichen kann der Reis später gleichmäßig garen und bekommt seine typische weiche Konsistenz.
  2. Wasser erhitzen: Fülle etwa fünf Zentimeter Wasser in einen Topf und bringe es zum Kochen.
  3. Sieb einsetzen: Stelle das Sieb in den Topf. Achte darauf, dass der Boden des Siebs das Wasser nicht berührt. Der Reis soll ausschließlich durch den heißen Wasserdampf gegart werden.
  4. Geschirrtuch auslegen: Lege ein sauberes Geschirrtuch in das Sieb und verteile den gut abgetropften Reis darauf. Das Tuch verhindert, dass einzelne Reiskörner durch das Sieb fallen, und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Dampf gleichmäßig zirkulieren kann.
  5. Reis dämpfen: Setze den Deckel auf den Topf und lasse den Reis etwa 30 Minuten dämpfen. Schau zwischendurch einmal nach, ob noch genügend Wasser im Topf ist. Falls nötig, kannst du vorsichtig etwas heißes Wasser nachfüllen. Fertig ist der Reis, wenn die Körner weich sind, leicht aneinanderkleben und trotzdem nicht matschig wirken.

Achtung: Das Geschirrtuch darf nicht seitlich aus dem Topf hängen und die heiße Herdplatte berühren. Das kann anfangen zu schmoren und schlimmstenfalls fängt das Geschirrtuch Feuer. Klingt unwahrscheinlich, aber ist mir tatsächlich schonmal passiert, als ich an Weihnachten Knödel dämpfen wollte.

Warum wird Reis überhaupt gedämpft?

Während wir Langkorn- oder Basmatireis meistens im Wasser kochen, wird Klebreis traditionell gedämpft. Dadurch nimmt er genau die richtige Menge Feuchtigkeit auf. Die Körner bleiben schön zusammenhängend, ohne zu einem Brei zu werden. Deshalb lässt sich Klebreis später sogar problemlos mit Stäbchen essen. Genau diese Konsistenz kennt man aus vielen thailändischen oder vietnamesischen Gerichten.

Kann man auch normalen Reis dämpfen?

Ja, das funktioniert grundsätzlich. Besonders gut eignet sich die Methode aber für Klebreis. Jasminreis lässt sich ebenfalls dämpfen, während Basmatireis klassisch gekocht meist die bessere Wahl ist, weil er locker und körnig bleiben soll.

ReissorteZum Dämpfen geeignet?
Klebreis⭐⭐⭐⭐⭐ Ideal
Jasminreis⭐⭐⭐⭐ Gut geeignet
Sushi-Reis⭐⭐⭐ Möglich
Basmatireis⭐⭐ Eher kochen
Langkornreis⭐⭐ Eher kochen

Wie lange muss Reis dämpfen?

Das hängt etwas von der Reissorte ab. Für eingeweichten Klebreis solltest du ungefähr 30 Minuten einplanen. Wenn der Reis noch einen festen Kern hat, kannst du ihn einfach fünf bis zehn Minuten länger dämpfen.

Infografik mit Gerichten, zu denen gedämpfter Reis passt. Verschiedene Gerichte auf einem gedeckten Tisch wie curry, fleischspiesse, bowls, sommerrollen

Wozu passt gedämpfter Reis?

Gedämpfter Klebreis passt hervorragend zu vielen asiatischen Gerichten. Besonders lecker ist er zu;

Wenn du gerne asiatisch kochst, lohnt es sich übrigens, immer einen kleinen Vorrat Klebreis zuhause zu haben. Den bekommst du inzwischen in vielen Asia-Märkten und oft auch in größeren Supermärkten. Sehr gut ist auch der weiße Klebreis von Q Rice – den bekommst du über Amazon: Q Rice weißer Klebreis / Amazon Affiliate.

Nicht nur Reis lässt sich so dämpfen

Den selbstgebauten Dämpfer nutze ich übrigens nicht nur für Reis. Gemüse gelingt darin genauso gut und bleibt richtig schön bissfest. Außerdem kannst du damit Knödel oder Gnocchi besonders schonend erwärmen, ohne dass sie austrocknen.

Manchmal sind die einfachsten Küchenhelfer eben die besten – und in diesem Fall kostet dein „Dämpfer“ wahrscheinlich keinen einzigen Euro, weil du alles dafür bereits zuhause hast.

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7 Kommentare

  1. Ich benutze immer Jasminreis und das benutzen eig. die meisten Vietnamesen. Kochen tun wir ihn eigentlich immer in einem Reiskocher :)
    Das finde ich am praktischten und einfachsten und die Geräte sind auch nicht so teuer. Aber wenn man nicht oft Reis isst lohnt es sich echt nicht :D Deine Methode habe ich noch nie probiert, aber kann ich mal versuchen und schauen, ob sich ein Unterschied bemerkbar macht :)

    LootieLoos Plastic world

    1. Hi Thao, ich liebe Jasminsreis – ich mag den viel lieber als Basmati, denn der ist so viel aromatischer. Ein Reiskocher würd sich bei mir gar nicht lohnen, aber mit der Methode, die ich hier vorgestellt hab, klappt das dämpfen sehr gut :)

  2. Danke für den Tipp. So bereiten wir auch Couscous zu. Der Topf besteht aus zwei Teilen. Im unteren kommt Wasser und oben drauf kommt eine Art Siebeinsatz, den ich nun auch perfekt für die Zubereitung von klebrigen Reis verwenden kann :)

    Liebe Grüße
    Mimi

  3. Rein theoretisch müsste das ja auch mit Jasminreis funktionieren. Zumindest ist der auch immer total verklebt, wenn man ihn beim Thailänder serviert bekommt. Ich mag den klebrigen Reis übrigens auch viel lieber als den, der den Gabeltest bestht ;-)
    LG
    Salvia von Liebstöckelschuh

    1. Hi Tanja,

      ich find die Art und Weise mega-praktisch weil halt echt nix passieren kann. Es kann nix überkochen und auch nix anbrennen und der Reis wird absolut super. Habs allerdings bisher nur mit dem speziellen Klebreis probiert. Müsste mal testen, ob das mit anderem Reis auch so gut klappt ;)

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