Minimalismus

Digitaler Minimalismus – September-Challenge von Minimalismus JETZT! – Teil 1

Lesedauer: 4 Minuten

Spricht man über Minimalismus geht es meist um Themen wie „Persönlicher Besitz“, „Wohnsituation“ und „Konsumkritik / Konsumverzicht“. Minimalismus ist aber sehr viel weitreichender und kann in vielen weiteren Themengebieten Anwendung finden. Beispielsweise im digitalen Bereich. Meiner Meinung nach ist digitaler Minimalismus in der heutigen Zeit sogar eines der wichtigsten Dinge, die wir für unser geistiges Wohlbefinden tun können. Schließlich verbringen wir mittlerweile bereits einen großen Teil unserer Zeit in der virtuellen Welt. Sei es bei der Arbeit oder privat in sozialen Netzwerken & Co. Und es wird immer mehr.

Meine sehr geschätzte Bloggerkollegin Jasmin vom Minimalismus JETZT! hat sich im September den digitalen Minimalismus auf die Fahne geschrieben. Den gesamten Monat über dreht sich bei ihr alles um das Reduzieren von Daten, Apps, Speicherplatz und Onlinezeiten. Aber nicht nur in der Theorie, sondern auch in Form einer Challenge. Praxisnah und zum mitmachen.

Ich schließe mich Jasmins Challenge sehr gerne an. Zwar habe ich hier auf dem Blog schon diverse Artikel über den digitalen Minimalismus veröffentlicht (Falls du sie nicht kennst: Digitaler Überfluss – Warum es so schwer ist, digital loszulassen | Wie dir eine digitale Auszeit dabei hilft, mal wieder richtig abzuschalten | Digitales Entrümpeln – Ein kurzer How-To-Guide | Digital Entrümpeln im Herbst – Kampf dem digitalen Datenmüll), aber online häuft sich so schnell neuer „Müll“ an, dass es meiner Meinung nach unumgänglich ist, sich diesen Bereich regelmässig anzuschauen. Und ich möchte auch dich gerne dazu einladen, mitzumachen.

Grundsätzlich Informationen zu der Challenge findest du in Jasmins aktuellem Podcast und auf ihrem Instagram Profil. Auf meinem eigenen Instagram-Profil gibt es zudem das neue Story-Highlight „Digital Detox„. Dort speichere ich sämtliche Storys, die im Rahmen der Challenge entstanden sind und noch entstehen werden. Eine erste Umfrage zur durchschnittlichen Onlinezeit gibt es dort bereits zu sehen. Schau mal rein, sehr interessant!

Grundsätzliches zur Challenge & Startüberlegungen

So, lange genug rumgeredet – kommen wir zum Wesentlichen: Bei Jasmins Challenge geht es grob gesagt darum, sich digital zu verkleinern. Wo hier genau die Prioritäten liegen, entscheidet jeder für sich alleine. Willst du einfach nur mehr Speicherplatz auf deinem Smartphone freischaufeln? Möchtest du dein Mailpostfach mal wieder richtig aufräumen? Oder willst du vielleicht deine Onlinezeit allgemein reduzieren? Alles in möglich. Und du alleine legst fest, welchen Umfang deine Challenge haben wird.

Im ersten Schritt hat Jasmin dazu aufgefordert, sich selbst zu überlegen, welche Bereiche man überhaupt minimalisieren möchte. Im Anschluss sollte man dann ein bis drei Ziele festlegen, die man selbst mit Hilfe der Challenge erreichen will. Wenn du also Lust hast, kannst du direkt mal loslegen. Schreibs dir am Besten auf. So bleibt dir alles besser im Kopf. Wenn dir noch so gar nichts einfallen will, dann hab ich dir hier eine kleine Hilfestellung in Form von meiner eigenen Überlegung.

Was ich minimalisieren möchte + meine Ziele

Mir persönlich sind die Bereiche „Weniger Daten“, „Weniger Online-Zeit“ und „Effektiveres Arbeiten“ bei der Challenge am wichtigsten. Meine definierten Ziele sehen daher so aus:

  • Aussortieren: Apps, Fotos, Videos, Musikdateien, sonstige Dateien & Social Media Accounts
  • Umstrukturieren: Sinnvolle Strukturen für Mailpostfächer & Notiz- / Planungsapps
  • Reduzieren: Einrichtung von Zeitlimits für Apps + generelle Festlegung von Zeitlimints für die Smartphonenutzung.

Die Bestandsaufnahme

Durch meinen Blog und die dazugehörigen Social Media Profile habe ich sehr viele Accounts auf unterschiedlichsten Plattformen. Dazu jede Menge Apps rund um Grafikdesign, Videoproduktion, Bildbearbeitung und Planung. Ausserdem unendlich viele Fotos und Videos in meinem Speicher. Plus vier verschiedene E-Mail-Konten. Alleine auf meinem iPhone befanden sich zum Start der Challenge deshalb:

  • 45 Apps (und da hatte ich einige Tage zuvor schon aussortiert!)
  • 6251 Fotos und Videos
  • 45,8 GB belegter Speicherplatz

Meine tägliche Bildschirmzeit am Smartphone beläuft sich aktuell durchschnittlich auf 3 Stunden und 15 Minuten. Viel zu viel, wenn du mich fragst. Auch wenn eine kurze Umfrage auf Instagram ergeben hat, dass ich damit noch gut im Durchschnitt liege. Sogar im unteren Bereich.

Wie geht es jetzt weiter

Der erste – und in meinen Augen wichtigste – Schritt ist schon einmal damit getan, dass man überhaupt eine Bestandsaufnahme macht. Weiter geht es dann natürlich mit der konkreten Umsetzung. Dazu gehört vor allem eines: löschen, löschen, löschen. Mein Ziel bis Ende September ist folgendes:

  • Ein Foto-Ordner, in dem nur noch die Fotos enthalten sind, die ich wirklich brauche. Fotos, die mir wichtig sind, die ich aber nicht mehr auf dem Smartphone haben möchte (Urlaubsbilder etc.) möchte ich zu Videos zusammenschneiden und die restlichen Bilder schließlich auch noch löschen,
  • Eine Musik-Mediathek, die nur Songs enthält, die ich wirklich gerne und regelmäßig höre.
  • E-Mail-Accounts die von überflüssigen Newslettern befreit sind und ansonsten leer sind. Mails zu Versicherungen, Handy, Gehaltsabrechnungen etc. möchte ich lokal auf dem PC übersichtlich speichern.
  • Eine sinnvolle Smartphone-Einstellung, die mir Apps limitiert und auch feste Zeiten für die Nutzung an sich festlegt.
  • Generell nur doch Apps zu haben, die ich regelmässig nutze.

Ich leg dann mal los

Genau genommen habe ich mit dem digitalen Minimalisieren bereits gestern losgelegt. Erste Fotos, Videos und Apps sind gelöscht. Was ich genau losgelassen und gelöscht habe, werde ich aber erst dann erzählen, wenn ich damit fertig bin. In der Zwischenzeit kannst du dir ja mal überlegen, ob du auch ein bisschen digital ausmisten möchtest.

Schreib mir gerne in die Kommentare, was deine größten Probleme im digitalen Bereich sind. Wo hast du Chaos? Was möchtest du gerne ändern und reduzieren? Und last but not least würde mich auch hier noch folgendes interessieren: Wie hoch ist aktuell deine durchschnittliche Smartphonenutzungszeit pro Tag?


3 Kommentare

  • Andrea

    Also… Fotos habe ich keine auf dem Smartphone, weil ich ein Google-Handy habe und es die Bilder sofort in die Cloud überträgt. Dort habe ich mir schnell angewöhnt, regelmäßig auszumisten.
    Musik habe und hatte ich noch nie auf dem Handy. Wenn ich nicht Radio höre, dann Spotify.
    Apps sind nur welche da, die ich regelmäßig nutze und ich habe nur eine Mailadresse ohne jegliche ungelöschte bzw. unbearbeitete Mails.
    Mein durchschnittliche Handyzeit liegt unter einer Stunde.
    Aber, und jetzt kommt das große ABER: ich verbringe wahnsinnig viel Zeit am Laptop! Da schaut man kurz bei Facebook rein und schon ist eine Stunde vorbei. Dann bei Bloglovin – man muss ja wissen, welche Blogs etwas gepostet haben. Zack, wieder mindestens eine halbe Stunde. Und so kommt mehr und mehr zusammen. Da ist man schnell mal bei 5 oder 6 Stunden. Das muss ich unbedingt besser machen! Im März habe ich mal Facebook deaktiviert (in der Fastenzeit) und es war wirklich krass, wie viel Zeit ich auf einmal für wichtige Dinge hatte. Da möchte ich wieder hin!

    LG Andrea

    • Monica Albrecht

      Hi Andrea,
      das mit deiner Smartphonenutzung hört sich doch schonmal gut an. Die Zeit am Laptop natürlich weniger. Ich selber rechne die Zeit am Laptop bei mir gar nicht mit ein, weil das in der Regel Arbeit ist. Dazu zähle ich auch alles, was mit dem Blog zu tun hat. Das ist produktives Arbeiten, was mich nicht stresst, sondern was ich gerne mache. Schlimm finde ich die Zeiten, die man einfach so verdaddelt. Genau wie du schreibst: Hier mal bei Facebook reinschauen, da mal Bloglovin und ruck zuck ist eine richtig lange Zeit vorbei, in der man eigentlich genau genommen nichts gemacht hat. Genau davon möchte ich auch weg. Und wie ich rauslese, du auch. Hast du schonmal versucht, die bewusste Zeiten für die Online-Nutzung einzurichten? Mir hilft es sehr, wenn ich mir feste Grenzen setze. Darauf werde ich einem der kommenden Blogposts auch noch genauer eingehen. Sperrzeiten fürs Handy zum Beispiel sind gold wert :)
      Liebe Grüße
      Moni

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