Hausgemachte Brombeer-Limonade und ein wehmütiger Rückblick zu den Brombeer-Sträuchern Spaniens

Aus meinen Kopfhörern tönt „Feels like the End of Summer„. Ich summe leise mit, während ich durch die grüne Landschaft Galiciens wandere. Wie das Ende des Sommers fühlt es sich eigentlich noch gar nicht an – dabei ist es bereits Ende September. Entlang den einsamen Pfaden des Jakobsweg hängen die Sträucher in diesen Spätsommer-Tagen voll mit reifen Brombeeren und alle paar Meter läd ein neuer Strauch zu einem kurzen Stop ein. Die prallen, saftigen Beeren sind aber auch zu verführerisch und so bestehen meine Tage auf dem Camino mehr oder weniger aus dem Wandern und dem Naschen süßer Brombeeren. Was eine herrliche Zeit. Nur ich und mein Rucksack, die atemberaubende Landschaft Spaniens und natürlich die wilden Brombeeren…

Ja, du hast richtig gelesen: Ich war auf dem Jakobsweg unterwegs. 320 km bin ich von Leon bis nach Santiago de Compostela gepilgert und habe dabei im wahrsten Sinne des Wortes komplett abgeschaltet. Kein Blog, keine Rezepte, kein Twitter, kein Pinterest – nur Ruhe, Erholung, Besinnung und ganz viele neue Eindrücke.

Der Camino und die wilden Brombeeren

Die Tage auf dem Camino waren gleichwohl kräftezehrend, als auch spannend. Kein Tag war gleich. Am frühen Morgen bin ich den Tag gestartet und habe nicht gewusst, wo ich am Abend landen würde. Und ob es dort überhaupt noch ein freies Bett für mich gibt. Für so einen kleinen Kontrollfreak wie mich, war das alles andere als einfach und um nicht durchzudrehen, habe ich ständig nach kleinen Beständigkeiten im Pilgeralltag gesucht.

Diese Beständigkeit habe ich ausgerechnet in den wilden Brombeeren entlang des Weges gefunden. Die ausgedehnten Sträucher haben mich Tag für Tag durch die verschiedensten Regionen Spaniens begleitet und haben mir wenigstens ein kleines bisschen das Gefühl gegeben, dass nicht alles unvorhersehbar ist.

Von wegen „End of Summer“

Zurück in Deutschland finde ich zwar keine Brombeersträucher mehr entlang meinen Wegen, aber ein bisschen möchte ich mir das Camino-Feeling trotzdem noch in den Alltag retten. Eine hausgemachte Brombeer-Limonade ist dafür ein ziemlich guter Anfang, finde ich.

Und wenndu dich ebenfalls noch nicht mit dem „End of Summer“ abfinden willst, dann besorgt dir am besten schnell ein paar Brombeeren und veranstalte gemeinsam mit mir eine fröhliche Limo-Sause! Hier das Rezept für meine hausgemachte Brombeer-Limo:

Hausgemachte Brombeer-Limonade

Menge: 1 Liter

Hausgemachte Brombeer-Limonade

Zutaten

  • 100 g Brombeeren
  • 2 Limetten
  • 1-2 EL Zucker
  • 600 ml Mineralwasser
  • 400 ml Tonic Water

Zubereitung

  1. Die Brombeeren in eine Karaffe geben, mit dem Zucker bestreuen und alles mit einem Löffel grob zerdrücken.
  2. Die Limetten auspressen, den Saft zu den Brombeeren geben und die Mischung einige Minuten ziehen lassen. Dann mit Mineralwasser und Tonic Water aufgießen und nochmals ein paar Minuten weiterziehen lassen.
  3. Die Limo kurz vor dem Servieren über ein Sieb abgießen und kalt servieren.
  4. Wer mag, dekoriert das Glas noch mit einer Limettenscheibe und gibt ein paar frische Brombeeren mit in die Limo.
https://minime.life/brombeer-limonade/

*„End of Summer“ – Interpret: City Kids feel the Beat. Unbedingt reinhören, weil Knaller-Band und Mega-Ohrwurm-Summer-Song!!! Schwör!

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Dann merke ihn dir doch oder teile ihn mit deinen Freunden:
Werbeanzeigen

Monica Albrecht

Food- & Lifestyleblogger mit Leidenschaft für Minimalismus, Achtsamkeit und Umweltschutz.

Das könnte Dich auch interessieren …

2 Antworten

  1. Isabelle sagt:

    Ein tolles Rezept und so einfach gemacht …. gab es bei uns heute Abend zum Aperò (Begrüssungsimbiss) für unsere Freunde, die zum Abendessen kamen.
    Mit dem Tonic eine ganz tolle Kombi und Idee.
    MERCI für das Rezept.

    • Mini.Me. sagt:

      Liebe Isabell,
      freut mich sehr, dass dir/euch die Limo so gut geschmeckt hat. Ich kann es auch kaum erwarten, dass die Brombeeren in meinem Schrebergarten reif sind. Dann gibts das auch endlich wieder.
      Viele Grüße
      Moni

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere