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woman in brown coat sitting by the table

Nachdem ich bereits die Routinen und den Tagesfokus im FlyLady System erklärt habe, geht es heute so richtig ans Eingemachte: Die Zonenreinigung. Falls du meine vorherigen Beiträge zu FlyLady noch nicht gelesen hast, starte am Besten erstmal mit meiner groben Übersicht, lies dir dann den Beitrag zu den Babysteps & Routinen durch, gehe dann zum Artikel über den Tagesfokus und komm erst anschließend hierher zurück. Sonst könnte das alles ein bisschen verwirrend sein. Wenn du meine vorherigen Beiträge schon kennst, dann geht es jetzt hier weiter.

Was hat es mit der Zonenreinigung auf sich?

Du erinnerst dich: Mit den täglichen Routinen (Betten machen, Schnellreinigung von Bad und Toilette, Wäsche erledigen, Spülmaschine aus- oder einräumen, Küche sauber machen PLUS – wenn nötig – kurze HotSpot-Reinigung) schaffen wir eine tägliche Grundordnung und Grundsauberkeit. Mit dem Homeblessing im Tagesfokus bauen wir auf diese Grundsauberkeit auf und gehen einen Tag die Woche noch etwas tiefer. Wir saugen und wischen die Böden, stauben ab, reinigen kurz Türen, Lichtschalter und Steckdosen und kümmern uns um Papierkram und Mülleimer.

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Trotz diesen regelmässigen Arbeiten gibt es in jedem Haushalt aber immer noch massenhaft Stellen, die oft vernachlässigt werden. Fenster, die geputzt werden wollen. Sockelleisten, auf denen sich der Staub sammelt. Polster, die abgesaugt werden wollen. Spinnweben unter Schränken und an den Zimmerdecken. Backöfen, die geputzt werden wollen. Gefrierschränke, die dringend abgetaut werden sollten und vieles mehr. All diesen Dingen geht es in der Zonenreinigung an den Kragen.

a person vacuuming under a side cabinet
Photo by Liliana Drew on Pexels.com

Das Prinzip der Zonenreinigung

Im FlyLady System wird ja viel Wert darauf gelegt, dass man für einzelne Aufgaben möglichst wenig Zeit benötigt und dass der gesamte Haushalt nicht komplett überfordert. Für die Zonenreinigung teilt man daher seine gesamte Wohnung / sein gesamtes Haus in fünf verschiedene Zonen auf. Pro Woche ist eine Zone dran, die man innerhalb dieser Woche gründlicher angeht und in der man auch Dinge erledigt, die man sonst eigentlich nicht oder nur unregelmässig macht. Die Zonenreinigung findet täglich Montag – Freitag statt. Aber nur 15 Minuten (Timer benutzen).

Dadurch, dass die Zonen von Woche zu Woche rotieren, kommt jede Zone alle fünf Wochen wieder aufs Neue dran. Man putzt also die gesamte Wohnung durch die täglichen Routinen und das Homeblessing jede Woche kontinuierlich und geht dann in der Zonenreinigung in die Tiefe und erledigt die Dinge, die man normalerweise eher nicht macht. Ein großer Frühjahrsputz, in dem man schlimmstenfalls ein ganzes Wochenende lang die Wohnung auf Hochglanz poliert, wird damit überflüssig.

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Photo by Vecislavas Popa on Pexels.com

Wie teilt man seine Wohnung / sein Haus in Zonen?

Die Aufteilung der Zonen ist sehr individuell, da ja auch jede Wohnung / jedes Haus sehr individuell ist. Wichtig ist, dass man die einzelnen Räume sinnvoll zusammenlegt. Kleinere Räume oder Räume mit weniger Putzbedarf werden in einer Zone zusammengefasst. Größere Räumen können auch eine einzelne Zone sein. Meine fünf Zonen sehen beispielsweise so aus:

  1. Eingang, Flur, Garderobe
  2. Badezimmer, Toilette, Büro
  3. Küche und Balkon
  4. Schlafzimmer und Gästezimmer
  5. Wohnzimmer und Treppenhaus

Spezielle Dinge wie z.B. Abstellräume, Dachböden und Keller sind übrigens nicht Bestandteil der Zonenreinigung. Sie wurden aber nicht etwa vergessen. Du kannst solche Baustellen zum Beispiel angehen, wenn du an einem Tag richtig gut voran gekommen bist, noch sehr viel Zeit hast und einfach Lust drauf hast, hier und da mal was zu entrümpeln oder aufzuräumen. Auch der „Anti-Prokrastiantion-Tag“ im Rahmen des Tagesfokus eignet sich dafür hervorragend.

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Arbeiten innerhalb der Zonen definieren

Wenn du für deinen eigenen Haushalt sinnvolle Zonen definiert hast, überleg dir im nächsten Schritt, was für Aufgaben in diesen Zonen anfallen, die du sonst eher nicht machst. Bei mir gehört das Fensterputzen beispielsweise in alle Zonen. Genauso das feucht Wischen der Sockelleisten, das Aufräumen / Entrümpeln von Schränken und Schubladen, das Abwischen von Schrankfronten und die Entfernung von Spinnweben an der Decke.

Im Wohnzimmer habe ich zusätzlich das Absaugen meines Sofa und das Aufräumen der Schränke mit drin, im Badezimmer das Entkalken des Duschkopfs, in der Küche die Backofenreinigung und das Abtauen der Gefriertruhe (wenn nötig) und im Schlafzimmer das Aufräumen des Kleiderschranks.

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Photo by cottonbro on Pexels.com

Routinen, Tagesfokus, Zonenreinigung? Ist das nicht alles superviel?

Wenn du dir alle unregelmässigen Arbeiten in deinen Zonen definiert hast, hört sich das erst einmal nach richtig viel an. Zuerst soll man Routineaufgaben abarbeiten, danach den Tagesfokus und dann auch noch die Zonenreinigung? Aber – wie immer im FlyLady System – gibt es auch hier wieder einen Trick. Die Zonenreinigung wird ausschließlich Montag bis Freitag durchgeführt und pro Tag nicht mehr als 15 Minuten. Alles was du in dieser Zeit nicht schaffst, kommt einfach beim nächsten Mal dran.

Bei den ersten zwei bis drei Durchläufen der Zonen kann man durchaus den Eindruck bekommen, dass das alles viel zu viel ist und dass man mit 15 Minuten am Tag überhaupt nicht vorwärts kommt. Die gute Nachricht: Wie bei fast allen Aufgaben im FlyLady System ist auch hier die Regelmässigkeit das Geheimnis. Mit jedem Zonendurchlauf werden die Arbeiten weniger, bzw. nehmen weniger Zeit in Anspruch.

Ich selbst schaffe mittlerweile so gut wie alle Aufgaben der Zonenreinigung innerhalb der jeweiligen Woche. Meine Schränke sind nach mehreren Durchläufen bereits so ordentlich, dass ich höchstens kurz alles ausräume, durchwische und alles wieder einräume. Auch das Entfernen von Staub und Spinnweben geht viel schneller. Es sammelt sich ja auch nicht mehr so viel an. Und die Fenster werden gar nicht erst so schutzig, dass man lange daran schrubben müsste. In den täglichen 15 Minuten schaffe ich daher nicht mehr nur eine Aufgabe von meiner Liste, sondern zwei, drei oder sogar vier.

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Photo by Vlada Karpovich on Pexels.com

Wie soll man sich das denn alles merken?

Um den Überblick über all diese Steps zu behalten, arbeite ich mit einem Putzplan, den im mir individuell auf meine Wohnung zugeschnitten habe. Der Plan besteht aus insgesamt fünf A4 Blättern und jedes Blatt enhält einen Habit-Tracker mit meinen täglichen Routineaufgaben, eine Liste mit dem Tagefokus inklusive seinen Aufgaben sortiert nach Wochentagen, sowie eine der fünf Zonen mit all den dort anfallenden Angaben.

Die fünf Blätter meines Putzplans hängen in einer Klarsichtfolie an meinem Kühlschrank und jede erledigte Aufgabe wird abgehakt. So ist für jeden sichtbar, was bereits erledigt ist und was noch ansteht. Ist eine Woche um, wechsele ich zum nächsten Blatt mit der nächsten Zonenreinigung, wische die Haken auf der Klarsichtfolie mit einem feuchten Tuch ab und dann gehts mit der neuen Woche weiter.

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Wars das jetzt mit der FlyLady?

Im Grunde hast du jetzt alle wichtigen Schritte zur FlyLady Methode kennengelernt: Die BabySteps und Routinen, den Tagesfokus für die einzelnen Wochentage und die Zonenreinigung. Ganz zu Ende ist meine Beitragsreihe aber noch nicht. Es wird noch einen weiteren Beitrag geben, in dem ich zeige, wie so ein FlyLady-Tag bei mir genau aussieht. Denn nichts veranschaulicht das System so gut, wie ein Praxisbeispiel. Und weil immer wieder die Frage aufkommt, wieviel Zeit das Ganze täglich in Anspruch nimmt, werde ich auch erzählen, wieviel Zeit bei mir pro Tag und pro Woche für FlyLady draufgeht.

Als kleine Gimmick werde ich ausserdem auch noch meinen Putzplan zum Download zur Verfügung stellen. Du kannst diesen dann entweder genauso für dich übernehmen, oder du nimmst ihn als Vorlage, um dir deinen eigenen Putzplan zu basteln. Wenn du das nicht verpassen willst, kannst du hier meine Beiträge abonnieren und du wirst automatisch per E-Mail informiert, sobald ein neuer Beitrag online geht:


Wenn dir noch irgendwas unklar ist oder du sonst noch Fragen zum Flylady System hast, kannst du mir natürlich auch sehr gerne schreiben. Entweder hier unter diesem Beitrag als Kommentar oder einfach per E-Mail unter mail@minime.life. Ich freu mich auf dein Feedback!


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8 Gedanken zu „Haushalt führen mit der FlyLady Methode – Teil 4: Die Zonenreinigung“
  1. Ich hab das System nicht ganz durchblickt. Erstens: wann macht man denn Dusche, Klo, Waschbecken usw richtig sauber? Wenn ich das nur in die Zonenreinigung packe, ja nur einmal im Monat?
    Und zweitens: Bügeln. Klar kann ich das in den Procrastination Day packen. Ich hab aber einn HWR, Gartenschuppen, Garage und Keller, die ich ja auch nur an diesen Tagen (in 15 Minuten) aufräumen soll. Und für echte aufgeschobene Aufgaben (Birne wechseln, Ablage im Büro, Hundesachen ausmisten, …). Wie passt das denn alles rein?
    Vielleicht hab ich auch nur einen Denkfehler.

    1. Hi Melani, danke für deinen Kommentar. Zum Thema Dusche, Waschbecken & Toilette: Diese Dinge reinigst du ja mit den täglichen Routinen permanent. Es wird also alles gar nicht so schmutzig, so dass die Zonenreinigung alle fünf Wochen reicht. In der Zonenreinigung machst du dann auch eher so Dinge wie die Fugen mal gründlich schrubben, Staub auf / unter Schränken wischen etc. Was das Bügeln anbelangt: Ich bügele zum Beispiel grundsätzlich gar nicht. Wenn du das regelmäßig machst, dann dann pack es in deine Routinen mit rein. Ich sag’s gerne immer wieder: FlyLady ist kein starres System. Das Ganze gibt dir einen groben Rahmen vor, aber du musst die Methode an dich und deinen Haushalt noch individuell anpassen. Probier einfach aus, was und wie es für dich funktioniert. Kann gut sein, dass du dafür einige Anläufe brauchst und immer wieder mal was anpassen musst, aber das ist nicht schlimm. Ich drück dir die Daumen, dass du die passende Herandgehensweise für dich findest :) Und nicht vergessen: Mit jeder Woche und mit jedem ausgemisteten Gegenstand wird’s weniger und einfach

  2. Hallo Moni,
    ich bin echt über die Praxisbeispiele und Deinen Putzplan gespannt.
    Auch wenn ich die Methode sehr interessant finde und es jetzt anfange, habe ich dass Gefühl, wenn ich alles zusammenzähle, dass ich nur noch am Putzen sein werde und bin nicht sicher, wie ich es mit Vollzeit Job und Hobbys (diese habe ich nicht nur am Wochenende) vereinbaren kann.
    Gibt es auch Tipps von FlyLady dazu, wie man einen speziellen Raum, der voller verschiedenen unsortierten Kram und Papiere ist, sortiert und aufräumt (mein Arbeitszimmer, wo alles landet, was ich nicht gleich schön sortiere und aufräume und wo sich alle mögliche Papiere stapeln !)? Soll ich das an den Anti-Proskrastinationstag vorsehen?
    Danke im Voraus und viele liebe Grüße

    1. Es gibt tatsächlich Tipps von der FlyLady für spezielle Chaos-Räume… Sie hat die 5 Minuten Raum Rettung, in der man 5 Minuten täglich in einem bestimmten Raum aufräumt. So lange bis dort eben alles erledigt ist. Ausserdem hat sie ein /zwei Methoden zum schnell Ausmisten. Mich haben die Methoden allerdings bisher noch nicht so ganz überzeugt. Ich kann sie aber gerne in einem extra Beitrag auch nochmal vorstellen. Vielleicht sind sie ja für den ein oder anderen ganz hilfreich. Ich selbst nutze meist den Anti-Prokrastiantions-Tag für solche Sachen. Dauert dann zwar länger, bis so ein Raum fertig ist, aber das finde ich nicht schlimm.

      Was die Sache mit dem Gefühl anbelangt, dass man nur noch am Putzen sein wird: Das ist tatsächlich so. Also, dass es sich so anfühlt. Bei mir war das am Anfang auch so. Die gute Nachricht: Es fühlt sich zwar so an, ist es aber in der Praxis gar nicht. Wenn ich alles zusammenrechne, benötige ich für meinen Haushalt nicht mehr Zeit als früher auch schon. Ich schaffe aber viel mehr. Und auch Dinge, die ich früher nur unregelmässig gemacht habe. Ich habe sogar mittlerweile gefühlt viel mehr Freizeit als vorher. Das ist besonders dann prima, wenn die Gartensaison wieder losgeht. Ich hab ja meinen Schrebergarten und früher war das immer ein riesiger Spagat zwischen Vollzeitjob, Haushalt, Schrebergarten, Familie & Freunden und dem Blog. Mittlerweile läuft das alles easy zusammen. Der Haushalt erledigt sich täglich fast schon nebenbei und ich kann Abends mit gutem Gewissen in den Schrebergarten gehen, mich mit Freunden treffen, mit meinem Mann auf dem Sofa Netflixen oder an meinem Blog arbeiten. Und das komplett ohne irgendwelche Dinge im Kopf zu haben, die ich noch erledigen muss.

    1. Hallo Petra,
      ich habe seit Jahren das Problem gelöst. Ich bügle so gut wie nichts mehr. Wenn man die Wäsche nicht so stark schleudert und sie schön aufhängt (draußen ist noch besser, wenn es geht) und sauber zusammenfaltet dann ist es kaum zerknittert und kann auch einfach so getragen werden. Nach ein paar Minuten tragen, bilden sich sowieso immer irgendwelche Falten. Ich bügle fast nur noch Kleider aus Leinen, wenn es nötig ist. Ansonsten gar nicht. Meine Mutter habe ich auch von meiner „Methode“ überzeugt! Probier mal, das spart viel Zeit. Das ist Minimalismus pur ;-)

      1. Dem kann ich mich übrigens anschließen: Ich bügle grundsätzlich gar nicht mehr. Ich hab zwar noch ein Bügeleisen, aber das steht irgendwo im Abstellraum in einem Schrank und wird maximal rausgeholt, wenn wir zu einer größeren Feier eingeladen sind und mal eine Hose oder ein Kleid gebügelt werden muss. Ansonsten wird bei mir nichts gebügelt. Ich hänge meine Wäsche direkt nach dem Waschen auf den Wäscheständer (natürlich am liebstens ins Freie) und Shirts und Pullies werden bei mir nicht mehr zusammengelegt, sondern hängen auf Bügeln im Schrank. Knitterig sind unsere Klamotten eigentlich nie.

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