DIY / Upcycling: Beistelltisch aus alten Büchern bauen

Seit ich denken kann, lese ich leidenschtlich gerne. Weil man die meisten Bücher aber ja doch nur ein einziges Mal liest, sammelt sich dabei im Laufe der Zeit ein ganz schön großes Sammelsurium an Büchern an. Deshalb lese ich mittlerweile fast nur noch auf E-Book-Readern (z.B. Kindle*) oder höre Hörbücher (z.B. über Audible*). Wegwerfen wollte ich meine aussortierten Bücher aber nie. Wenn dann verkaufen oder verschenken. Das habe ich jetzt drei Jahr lang versucht. Mit mäßigem Erfolg. Ein paar Exemplare konnte ich über Momox verkaufen und einige hab ich auch verschenkt, aber der Großteil der Bücher ist die letzten Jahre in meinem Abstellraum eingestaubt.

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Einen Teil meiner ausgemisteten Bücher habe ich jetzt für ein DIY- bzw. Upcycling-Projekt verwendet: Einen Beistelltisch aus alten Büchern fürs Schlafzimmer. Der steht jetzt neben meinem Bett und dient als kleiner Ablagetisch für Brille, Handy oder ähnliches. Hübsch sieht er dabei auch noch aus. Und so geht´s:

Beistelltisch aus alten Büchern

Vorbereitungszeit 30 Minuten
Trocknungszeit für den Lack 1 Stunde

Zutaten

  • 10-15 Bücher verschiedene Größe / Dicke
  • Doppelseitiges Klebeband
  • 1 Dose Sprühlack weiss / matt

Anleitungen

  • Damit der Beistelltisch einen möglichst guten Stand hat, beginnt mit einem möglichst großen Buch als Basis. Darauf klebt ihr 2-3 Streifen doppelseitiges Klebeband, zieht den Schutzstreifen ab und klebt eine zweites Buch direkt auf das Erste.
  • Schichtet dann alle Bücher nach diesem Prinzip übereinander. Also immer doppelseitiges Klebeband auf das Cover und dann das nächste Buch drauf kleben. Arbeitet hier ruhig auch versetzt, so dass es am Ende wie ein schöner großer, wilder Bücherstapel aussieht.
  • Wenn alle Bücher aufeinander geklebt sind, kommt auch schon das Lackieren. Sucht euch einen Platz möglichst im Freien, an dem ihr ohne große Sauerei lackieren könnt. Sprüht den Bücherstapel gleichmässig mit dem Lack ein. Beim ersten Mal wird das noch nicht gut decken. Lasst den Lack ein paar Minuten trocknen und sprüht eine zweite Schicht auf. Möglich, dass ihr auch noch eine dritte oder vierte Schicht benötigt, falls eure Bücher sehr dunkel sind. Passt die Anzahl der Schichten einfach an das Material und die Farbe eurer Bücher an. Ihr werdet es sehen, wenn die Schicht deckend genug ist.
  • Lasst den Lack vollständig trocknen und schon ist euer Beistelltisch fertig. Wenn ihr mögt, könnt ihr ganz oben auch ein Regalbrett aus Holz als Ablagefläche ankleben.
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Tipp:

Natürlich ist der Beistelltisch nicht mega stabil. Schließlich sind die Bücher nur mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Als Tischchen neben mein Bett reicht mir das Ganze aber dicke, denn da müssen sowieso keine schweren Sachen drauf gelagert werden. Wenn ihr das Ganze stabiler haben wollt (zum Beispiel als Hocker für Zimmerpflanzen), dann verklebt die Bücher am Besten vorab komplett mit Leim. Auch die Seiten.

Für das Lackieren nehmt ihr idealerweise einen Stuhl zur Hilfe. Legt diesen mit Folie aus, bzw. stülpt einfach einen großen blauen Müllsack über den Stuhl und schon habt ihr einen perfekten Lackierplatz. Der Vorteil: Ihr könnt dabei im Stehen lackieren, kommt überall gut hin und müsst nicht irgendwo auf dem Boden herum kriechen.

Bezugsquellen:

Bei den Büchern nehmt ihr einfach die, die ihr gerade da habt und sowieso nicht mehr lesen wollt. Oder ihr holt euch – wenn ihr nicht an eure eigenen Bücher ran wollt – günstige Bücher vom Flohmarkt. Das doppelseitige Klebeband und den Sprühlack habe ich im Baumarkt (Tedox / unbeauftragte Werbung) besorgt. Für einen Tisch habe ich ca. eine 3/4 Dose Sprühlack und 1/4 rolle doppelseitiges Klebeband gebraucht. Die Kosten sind dabei absolut überschaubar. Eine Dose Lack liegt zwischen 3.- Euro und 6.- Euro und das doppelseitige Klebeband liegt bei ca. 4.- Euro.


Demnächst werde ich mir übrigens auch noch einen zweiten Tisch bauen. Für die Bettseite vom Ehemann. Der wünscht sich jetzt nämlich auch einen. Und wo wir schon beim Wünschen sind: Weil sich meine Follower auf Instagram ein DIY-Tutorial als Video gewünscht haben, werde ich mich mal daran versuchen, das Ganze auf Film festzuhalten. Zu sehen gibt es das Video dann in meiner Instastory und ich werde es auch in den Highlights gespeichert. Wenn ihr mir also noch nicht auf Instagram folgt, dann hüpft am besten jetzt gleich mal rüber und drückt auf „folgen“ -> @minime.life <- Vielen Dank – ich freu mich, euch drüben auf Insta zu sehen. Bis gleich :)


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1 Kommentar

  1. Das Gute an der Upcycling Denkweise ist, dass man feststellt, dass nichts so mickrig, sinnlos etc. ist, dass man nicht noch etwas Tolles daraus herstellen kann.

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