Vegetarisch durch die Fastenzeit: Mein Schlußfazit und wie es weiter geht…

Aschermittwoch war der Startschuss zum größten Verzichtsprojekt, welches ich mir jemals selbst auferlegt habe. 40 Tage lang wollte ich vegetarisch leben und mir damit selber beweisen, dass ich Fleisch bei weitem nicht so nötig habe, wie ich bisher immer geglaubt habe. Heute beende ich das Projekt. Und aus den 40 Tagen sind letztendlich sogar 43 geworden. Was ich nämlich bei all der Fasten-Euphorie nicht bedacht habe: In der christlichen Fastenzeit zählen die Sonntage nicht. An Sonntagen muss man nicht fasten. Und man muss auch nicht fasten, wenn man auf Reisen ist und/oder irgendwo eingeladen ist. Habe ich aber trotzdem gemacht und damit unfreiwillig sogar länger gefastet, als geplant.

War es das jetzt oder wie geht es weiter?

Jetzt, wo die ganze Fasterei zu Ende ist, steht natürlich die Frage im Raum, wie es weitergeht. Am Aschermittwoch war das für mich noch ganz klar: Die 40 Tage werden irgendwie durchgehalten und danach gibt es erstmal ein schönes Steak. Soweit der Plan. Dumm nur, dass während der Fastenzeit etwas passiert ist, was ist so gar nicht auf dem Schirm hatte: Kein Fleisch zu essen hat sich plötzlich gar nicht mehr wie ein Verzicht angefühlt. Es ist irgendwie normal geworden. Und bedenkt man, dass es rund 21 Tage dauert um eine neue Gewohnheit zu etablieren, dann ist das auch gar nicht so abwegig.

Was fange ich damit jetzt aber an? Mach ich weiter und esse jetzt nie wieder Fleisch? Was ist mit Fisch? Und was könnten die Beweggründe für mich sein, weiter zu machen. Oder eben nicht. Diese Frage geistern mir schon ein paar Tage lang im Kopf herum. Eine wirklich klare Antwort habe ich für mich zwar noch nicht gefunden, aber ich komme der Sache langsam näher. Und vorsicht, jetzt wirds ein bisschen zahlenlastig:

Fleischkonsum & Ressourcenverbrauch im Überblick

Wusstest du, dass Fleischesser im Durschnitt 225 g Geflügel, 600 g Schweinefleisch und 160 g Rind- oder Kalbfleisch pro Woche verzehren? Dieser Fleischkonsum verursacht einen Verbrauch von unfassbaren 600.329 Liter Wasser im Jahr, macht 34 Antibiotika-Behandlungen bei Nutztieren nötig und verursacht außerdem 412,72 kg CO2-Emissionen.

Schon allein mein verhältnismäßig kurzer Fleischverzicht von nur 40 Tagen, hat den Wasserverbrauch um beinah 66.000 Liter Wasser reduziert und den CO²-Ausstoß um 45 kg verringert. Das ist mal eine Hausnummer. Angenommen, man würde nur 80 % seiner Fleischmahlzeiten durch vegetarische Alternativen ersetzen, würde man damit den Wasserverbrauch um 69 %, bzw. den CO²-Ausstoß um 62 % senken (Angenommener Zeitraum: 10 Jahre / Quelle: https://www.blitzrechner.de/fleisch/)

Und die Konsequenz der Geschichte?

Tja und jetzt mal Butter bei die Fische: Welche Konsequenz ziehe ich aus meiner Fastenerfahrung und aus den nackten Verbrauchszahlen der Ressourcen? Kompletter Vegetarier werde ich ganz sicher nicht, so viel steht auf jeden Fall fest. Meinen Fleischkonsum drastisch reduzieren werde ich aber ganz sicher. Auf 80 – 90 % vegetarisch wird es wohl am Ende hinauslaufen und das ist für mich schon ganz schön erstaunlich. Habe ich vor meinem Fastenprojekt doch locker 4-5 x die Woche Fleisch, Wurst & Co verputzt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Fastenprojekt war ein voller Erfolg und hat bei mir einige Ansichten zum Fleischkonsum nachhaltig geändert. Hatte ich so nicht erwartet, aber freue mich umso mehr darüber!


Hast du selbst während der Fastenzeit auch auf etwas verzichtet? Erzähl mir doch bitte gerne in den Kommentaren davon und lass uns ein wenig darüber austauschen, welche Erfahrungen du gemacht hast.


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