Tiny House oder doch lieber Platz zum Entfalten?

Tiny Houses liegen im Trend. Selbst im Fernsehen begeben sich mittlerweile Menschen auf die Suche nach ihrem persönlichen Traumhaus im Miniformat und die Fangemeinde wächst und wächst. Ich persönlich finde so ein Tiny House auch toll. Und das obwohl ich mit meinem Mann in einer über 100 qm großen Wohnung mit sechs Zimmern lebe.

Neulich bin ich an einem lauen Abend mit Freunden im Biergarten zusammen gesessen und irgendwie sind wir dabei auch auf das Thema Wohnen gekommen. Ich habe ganz vorsichtig in die Runde geworfen, dass ich mir das Leben in einem Tiny House sehr gut vorstellen könnte und schlagartig ist es still geworden. Und direkt im Anschluss ist eine mittelschwere Diskussion rund um das Thema Platz, persönliche Bedürfnisse und Entfaltungsmöglichkeiten entbrannt.

Warum meine Freunde / Familie so nie leben möchten

Meine Freunde sind sich schnell einig gewesen, dass ihnen ein Tiny House viel zu eng wäre. Da würde man sich doch regelrecht eingesperrt fühlen, die Seele hätte weder Platz und Luft zum Entfalten und außerdem würde so ein Haus auch viel zu schnell vollgestopft sein. Heilloses Chaos inklusive.

Warum mir ein Tiny House sehr gut gefallen würde

Ich sehe das ja grundsätzlich ein bisschen anders. Im Gegensatz zu meinen Freunden stelle ich mir das Leben in einem Tiny House herrlich vor. Durch den wenigen Platz ist man gezwungen, sich tatsächlich nur auf das Nötigste zu beschränken. Die Gefahr, überflüssigen Schnickschnack anzuhäufen, ist deutlich geringer als in einem großen Haus oder in einer großen Wohnung. Das führt wiederrum dazu, dass man auch viel weniger Zeit mit Haushaltsaufgaben verplempert. Es gibt schlichtweg nicht so viel zu putzen. Darüber hinaus würde das Wohnen in einem Tiny House für mich auch echte Freiheit bedeuten. Freiheit, mich mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen und noch weiter vom Konsumzwang wegzukommen.

Da mein Mann sich aber wohl niemals in eine Tiny House würde stecken lassen und wir für unsere 100 qm Wohnung auch noch einen absoluten Spottpreis zahlen, wird mein Traum vom kleinen Eigenheim wohl erstmal auch nur ein Traum bleiben. Aber wie sagt man so schön: Träumen darf man ja.

Das Tiny House und du

Könntest du dir vorstellen, in einem Tiny House zu leben oder wäre das so überhaupt nichts für dich?


 

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Monica Albrecht

Food- & Lifestyleblogger mit Leidenschaft für Minimalismus, Achtsamkeit und Umweltschutz.

3 Comments

  1. Tiny House wirkt auf mich wie eine Mode, ob es langfristig für Paare und Familien alltagstauglich ist wird sich zeigen, für alleinstehende kann ich es mir sehr gut vorstellen. Genauso finde ich die Beton-Paläste in Neubaugebieten äußerst übertrieben. Für mich liegt die Wahrheit dazwischen. Auf ca. 80-120qm hat man als vierköpfige Familie Freiraum und kaum Platz für unnötige Dinge.

  2. Ich kann mir nicht vorstellen, mit meinem Mann in einem Tiny House zu leben, obwohl ich sie sehr, sehr schön finde.
    Wir sind beide groß und wir beide brauchen Platz. Besonders ich brauche Platz – mein Mann schafft sich nämlich seinen Platz ohne Rücksicht auf Verluste.
    Ich stelle mir solche Häuser auch problematisch hinsichtlich der Lüftung vor. Z.B. im Bad … am Morgen ….
    LG Sabienes

  3. Ich könnte mir ein Leben in einem Tiny House total gut vorstellen. Habe sogar schon konkret nach Grundstücken gesucht – aber genau da ist der große Hacken. Durch die sehr hohen Grundstückspreise und sowieso schon hohen Quadratmeterpreise wird es ingesamt einfach zu teuer. Welche Bank will mir das finanzieren? Leider momentan aus Geldmangel auf dei Wartebank geschoben.

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