Soulfood – Das Kochbuch für achtsamen Genuss | Dr. Ilse-Maria & Jürgen Fahrnow

Dieser Beitrag enthält eine Produktempfehlung für das Buch Soulfood. Gemäß aktueller Rechtsprechung handelt es sich dabei um Werbung, die ich kennzeichen muss. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus habe ich keine Vergütung erhalten. Die Empfehlung basiert rein auf meiner persönlichen Erfahrung.


Heutzutage leben wir in einer enorm hektischen Zeit. Die Welt dreht sich im Rekord-Tempo immer schneller um uns. Und um dabei nicht auf der Strecke zu bleiben, hetzen wir ständig von A nach B. Dabei wollen (oder müssen) wir gefühlt tausend Dinge auf einmal erledigen und gönnen uns selbst kaum mehr Ruhe und Erholung. Dass eine solche Lebensweise alles andere als gesund ist, ist uns meistens zwar bewusst, aber etwas daran ändern tun wir meistens nicht. Dabei ist es im Grunde gar nicht so schwer und das Zauberwort dazu nennt sich “Achtsamkeit”

Achtsamkeit zu leben, ist gar nicht mal so schwer. Man kann sie schon im ganz Kleinen praktizieren. Sogar so, dass es einem fast gar nicht auffällt und man nebenbei auch noch ganz viel genießen kann: Nämlich beim Essen. Das Ganze nennt sich dann “Soulfood” und genau darüber haben Dr. Ilse-Maria und Jürgen Fahrnow ein ganz wunderbares Buch geschrieben. Voll mit Rezepten, die nicht nur die Seele streicheln, sondern auch die Sinne betören. Für Momente der Ruhe und Besinnung aber auch für fröhliche Runden. Und genau dieses Buch möchte ich euch heute vorstellen:

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Wie wäre es wohl, ab und zu oder sogar täglich in Achtsamkeit und Liebe genährt zu sein” – fragen Dr. Ilse-Maria Fahrnow, Ärztin & Psychologin, und ihr Co-Autor Jürgen, Spitzenkoch, Sommelier und Restaurantmeister, zu Beginn des Buchs “Soulfood”. Ja wie wäre das wohl? Vermutlich ziemlich schön, oder nicht?

Im Grunde habe ich mir selbst aber nie wirklich Gedanken darüber gemacht. Essen musste immer lecker sein. Und natürlich noch ein bisschen gesund dazu. Dabei ist Essen, wenn man mal ein bisschen weiter denkt, in Wirklichkeit tatsächlich so viel mehr. “Soulfood” geht diesem “so viel mehr” auf den Grund.

Ein Ratgeber in Sachen Achtsamkeit

Zunächst startet das Buch erst einmal mit einem Ratgeber-Teil. In Kapitel wie “Freiheiten und Talente – Kochen als Kunst”, “Küchenethik und Grundsatzgedanken” und “Achtsamkeit beim Einkauf” geht das Buch einigen wichtigen Fragen auf den Grund: Warum ist Essen für Körper, Geist und Seele wichtig? Was ist überhaupt Achtsamkeit und wie wird diese am Besten praktiziert? Welche 10 Regeln sollte man für eine gesunde Ernährung unbedingt beachten? Und warum ist es so immens wichtig, den Wert der natürlichen Lebensmitteln zu achten.

Im Anschluss an den ziemlich umfangreichen Ratgeber-Teil (24 Seiten!) folgen dann die Rezepte. Diese sind praktischerweise in Kategorien unterteilt, so dass man für jede Gemütslage sofort ein passendes Rezept findet:

  • Frische und Energie | z.B. Mangold-Kartoffel-Lasagne
  • Momente der Freude | z.B. Warmes Haferflockenmüsli
  • Feste feiern | z.B. Kartoffelsalat
  • Trost für die Seele | z.B. Kartoffel-Blumenkohlsuppe
  • Wärme und Geborgenheit | z.B. Frittierte Auberginenbällchen

Die Rezepte sind insgesamt sehr übersichtlich gestaltet und enthalten neben der Zutatenliste und der genauen Anleitung  zusätzlich kleine Anekdoten, nützliche Hinweise und immer wieder auch tolle Zitate. Aufgehübscht werden die Rezepte durch viele tolle Bilder, die Lust machen, sofort mit dem Kochen loszulegen.

Wenn aus Skepsis Neugierde und aus Neugierde Begeisterung wird

Anfangs war ich bei dem Buch ja ehrlich gesagt etwas skeptisch. Soulfood ok – aber beim Blick in den vorderen Teil ging mir das Ganze erst einmal ein bisschen sehr in die “esotherische” Richtung. 5-Elemente-Lehre und ganzheitliche Ernährung hörte sich für mich ziemlich nach einem “Öko-Körnerfresser-Buch” an. Gott sei Dank belehrte mich der Blick in den Rezeptteil schnell eines Besseren:

Lauwarmer Schokoladenkuchen, Tarte Tatin, knusprige Apfel-Blinis, gratinierte Roquefort-Brote und Belugalinsen-Tarteletts – Hallooo all ihr Leckereien! Damit hatte ich ja echt nicht gerechnet!

Ganz ehrlich habe ich mich nach dem ersten Durchblättern tatsächlich schwer getan, mich zu entscheiden, welches Rezept ich als erstes ausprobieren sollte. Gewonnen hat schließlich das warme Haferflockenmüsli. Ich hab mir davon gleich eine große Portion gemacht und genieße es mittlerweile gerne morgens bei der Arbeit.

Warmes Haferflocken-Müsli

Menge: 1-2 Portionen

Warmes Haferflocken-Müsli

Zutaten

  • 100 g Haferflocken
  • 4 EL gehackte Mandeln oder Haselnüsse
  • 1 TL Leinsamen
  • 1/2 säuerlicher Apfel
  • 100 ml heißes Wasser
  • 100 ml Apfelsaft (naturtrüb)
  • 1 Prise Kakaopulver
  • Rosinen (nach Geschmack)

Zubereitung

  1. Eine große Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Sobald die Pfanne heiß ist, die Haferflocken zugeben und goldbraun rösten lassen (dauert ca. 5 Minuten)
  2. Haferflocken an den Pfannenrand schieben und die Mandeln oder Nüsse, sowie die Leinsamen zugeben und ebenfalls anrösten lassen.
  3. Pfanne mit der Haferflocken-Nuss-Mischung vom Herd nehmen und Beiseite stellen.
  4. Apfel schälen, entkernen und in kleine Stück schneiden
  5. Haferflocken-Nuss-Mischung in eine Schüssel geben und mit dem heißen Wasser aufgießen. Zum Schluss die Apfelstücken und den Apfelsaft zugeben und mit etwas Kakaopulver, sowie Rosinen bestreuen.
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https://minime.life/soulfood-kochbuch/

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Kann das Müsli was?

Das Haferflockenmüsli gefällt mir sehr, denn man kann es wunderbar vorbereiten und es bietet enorm viele Variationsmöglichkeiten. Im Original-Rezept wird statt Apfelsaft frisch gepresster Orangensaft verwendet und es sind zusätzlich noch Koriandersamen und Kürbiskerne enthalten. Da ich aber weder Orange, noch Kürbiskerne oder Koriandersamen zu Hause hatte, habe ich das Rezept etwas angepasst. Dem Geschmack hat es keinen Abbruch getan.

Laut dem Buch soll das Haferflockenmüsli übrigens besonders dann helfen, wenn man Lebensfreude und Geborgenheit vermisst. Vermisse ich zwar beides nicht, aber das Müsli ist trotzdem sehr lecker und wird in Zukunft garantiert öfters auf den Frühstückstich kommen.

Mein Fazit zum Buch

Alles in allem gefällt mir “Soulfood” richtig gut. Die Ratgeber-Kapitel zu Beginn des Buchs enthalten ziemlich interessanten Lesestoff und regen sehr zum Nachdenken an. Die Rezepte sind phantasievoll, gut durchdacht und so gestaltet, dass man sie auch nachkochen kann, ohne der absolute Kochprofi zu sein. Teilweise sind die Zutaten zwar etwas aussergewöhnlich – wie z.B. Galgant, Buchweizensamen, Zuckerhutsalat oder Steinsalz – aber im Bio-Supermarkt oder Reformhaus sollte man hier eigentlich fündig werden. Notfalls kann man die Zutaten auch austauschen.


“Soulfood” (ISBN: 978-3-424-15231-9) ist im Irisiana Verlag erschienen und kostet 17,99 Euro. Das gebundene Buch mit Schutzumschlag hat 144 Seiten mit ca. 56 Fotos und 5 Illustrationen.

Erhältlich ist Soulfood direkt über den Irisiana Verlag, bei Amazon (Soulfood – das Kochbuch für achtsamen Genuss: Ein Kochbuch nach der 5-Elemente-Lehre (TCM)* – Amazon Affiliate Link) und natürlich über den Buchhandel.


 

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Schwäbischer Lifestyle-Blogger mit Leidenschaft für Minimalismus, Urban Gardening, Food, Reisen & Happy Living

4 Comments

  1. Soulfood ist nicht nur ein schönes Wort, sondern auch ein schöner Gedanke, wenn man bedenkt, wie schnelllebig die Welt geworden ist… danke für die Rezension, das Buch liegt in wenigen Sekunden auf meiner Wunschliste. :)
    Alles Liebe,
    Sophie

  2. Essen ist bei mir auch absolutes Soulfood und gerade wenn es mir nicht so gut geht kann ein leckeres Gericht mir richtig gut tun. Deshalb werde ich mir das Buch definitiv mal anschauen!

  3. Hmmm das klingt lecker. Und das Buch sieht auch super hübsch aus.
    Eigentlich habe ich ja schon genug Kochbücher oder? Nein! Ich räume einfach ein Regal frei und kaufe noch mehr :D

    Lg Anna
    http://www.the-anna-diaries.de

    1. Haha ich denk mir auch immer “wäh ich hab doch schon genug”.. und eigentlich koch ich meist ja eh nie nach Kochbüchern.. trotzdem hol ich mir andauernd wieder neue *schäm*…

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