Schwäbischer Kartoffelsalat mit Brühe – das Originalrezept
Schwäbischer Kartoffelsalat gehört im Ländle einfach dazu. Anders als viele Kartoffelsalate kommt die schwäbische Variante ohne Mayonnaise aus und wird stattdessen mit Brühe, Essig und Öl angemacht. Das Ergebnis ist ein wunderbar schlotziger Kartoffelsalat, der sowohl lauwarm als auch kalt schmeckt.
In diesem Rezept zeige ich dir, wie du einen original schwäbischen Kartoffelsalat ganz einfach selbst zubereitest und worauf es ankommt, damit er richtig schön „schwätzt“, wie man bei uns in Schwaben sagt.
Schwäbischer Kartoffelsalat – Das Original
Zutaten
- 1,5 Kilo festkochende Kartoffeln
- 1 Liter Wasser
- Suppengemüse
- 2 Gemüsezwiebeln
- 6 EL Pflanzenöl
- 6 EL Kräuteressig
- 1 TL Senf
- Salz Pfeffer
- Schnittlauch
Anleitungen
- Die Kartoffeln waschen und gemeinsam mit reichlich Wasser in einen großen Topf geben.
- Für die Gemüsebrühe das Suppengemüse und eine Zwiebel waschen, putzen, alles grob zerkleinern und mit 1 Liter Wasser in einem zweiten Topf aufsetzen.
- Sowohl Kartoffeln, als auch das Suppengemüse zum Kochen bringen und alles so lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
- Die Gemüsebrühe und auch die Kartoffeln jeweils über ein Sieb abgiessen.
- Die Kartoffeln pellen solange sie noch heiß sind, sofort in feine Scheiben schneiden und diese in eine große Schüssel geben.
- Für das Dressing die Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden und in die noch heiße Brühe geben. Salz, Pfeffer, Senf und Kräuteressig zugeben und alles kräftig abschmecken.
- Das Dressing nun nach und nach zu den Kartoffeln geben und sorgfältig untermengen. Je nach Kartoffelsorte kann es sein, dass man die gesamte Menge der Flüssigkeit benötigt, oder auch nicht.
- Der Kartoffelsalat ist dann perfekt, wenn er beim Untermengen des Dressings schmatzende Geräusche von sich gibt (er "schwätzt" – wie der Schwabe sagt). Sobald diese Konsistenz erreicht ist, das Öl zu dem Salat geben, ebenfalls untermengen und den Salat noch etwas durchziehen lassen.
- Vor dem Servieren noch etwas frischen Schnittlauch in feine Ringe schneiden und über den Salat geben.
Schwäbischer Kartoffelsalat ist in jeder Familie anders
Frag zehn Schwaben nach dem perfekten Kartoffelsalat und du bekommst vermutlich elf verschiedene Antworten. Die einen schwören auf mehr Essig, die anderen auf mehr Brühe. Manche geben Gurke, Radieschen oder beides dazu, andere würden bei diesem Gedanken vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Und vermutlich jeder einzelne behauptet, dass sein Rezept das Original ist. So wie ich. Aber meins ist es wirklich (Zwinker).
Häufige Fragen zum schwäbischen Kartoffelsalat
Für einen klassischen schwäbischen Kartoffelsalat solltest du möglichst festkochende Kartoffeln verwenden. Sie behalten beim Schneiden ihre Form und werden trotzdem schön schlotzig, wenn sie die Brühe aufnehmen. Am besten kaufst du sie auf deinem örtlichen Wochenmarkt. Da gibt es sicher einen Stand mit richtig guten lokalen Kartoffeln.
Die warmen Kartoffelscheiben nehmen die Brühe deutlich besser auf als kalte Kartoffeln. Dadurch entsteht die typische Konsistenz, die einen guten schwäbischen Kartoffelsalat ausmacht.
Das Geheimnis liegt in der Brühe. Sie wird nach und nach zu den noch warmen Kartoffeln gegeben, sodass die Scheiben die Flüssigkeit aufnehmen können. Dadurch entsteht die typische cremige, leicht glänzende Konsistenz, die Schwaben liebevoll „schlotzig“ nennen.
Sehr gut sogar. Der Kartoffelsalat kann problemlos einige Stunden vor dem Servieren zubereitet werden. Gerne auch schon am Vortag. Falls er dabei etwas zu viel Flüssigkeit aufgesogen hat, einfach noch einen kleinen Schuss Brühe unterrühren.
Darüber streiten sich die Schwaben seit Generationen. Traditionell wird er eher lauwarm serviert. Kalt schmeckt er aber genauso lecker und eignet sich perfekt für Grillabende, Buffets oder zum Mitnehmen. Er sollte aber auf keinen Fall direkt aus dem Kühlschrank kommen.
Gut gekühlt hält sich der Kartoffelsalat etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren solltest du ihn kurz umrühren und bei Bedarf etwas Brühe ergänzen.
Ja. In diesem Rezept wird eine Gemüsebrühe verwendet, sodass der Kartoffelsalat komplett vegan ist. Früher wurde der Salat oft mit Fleischbrühe hergestellt, aber heutzutage wird fast überall nur noch die Variante mit Gemüsebrühe gemacht. Ist günstiger und Vegetarier / Veganer können mitessen.
Selbst gemacht schmeckts natürlich am besten, aber ich verrate dir ein kleines Geheimnis: Wenn es bei mir schnell gehen muss, nehme ich auch Gemüsebrühpulver.
Natürlich. Fein gehobelte Gurken, Radieschen oder zusätzlicher Schnittlauch passen hervorragend dazu. Das Grundrezept bleibt dabei immer dasselbe: Kartoffeln, Brühe, Essig und Öl.



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Tolles Rezept hab’s schon x mal zubereitet; aber zum erstenmal hab ich es echt schlonzig geschafft , da ich sehr viel mehr Flüssigkeit zugegeben habe, als im Rezept angegeben; das liegt wohl an der Kartoffelsorte. Ich nahm neue festkochende Kartoffeln – Name unbekannt.