Titelbild zum Rezept Zwetschgen Swirl Roll Cake mit Abbildung eines runden Zwetschgenkuchens aus Hefeschnecken mit Mascapone Frosting
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Veganer Zwetschgenkuchen aus Hefeschnecken mit Mascarpone-Frosting

Endlich wieder Zwetschgenzeit. Wenn im August und September die Tage langsam kürzer werden, morgens die ersten Nebelschwaden über den Feldern liegen und die Nächte wieder angenehm kühl sind, landen bei fast jedem Einkauf dicke, saftige Zwetschgen in meinem Korb. Und weil es inzwischen schon einige Zwetschgenrezepte hier auf Minime.life gibt, wir aber ja alle Abwechslung lieben, habe ich mir was ganz neues ausgedacht:

Ein veganer Zwetschgen Swirl Roll Cake. Fluffiger Hefeteig mit eingekochten Zwetschgen, frischen Zwetschgenstücken und einem cremigen veganen Mascarpone-Frosting. Oder, etwas weniger fancy ausgedrückt: Zwetschgen-Hefeschnecken als Kuchen.

Und weil dieser Kuchen bei einer Geburtstagsfeier auch bei den anwesenden Nicht-Veganern ziemlich gut angekommen ist, darf das Rezept natürlich nicht auf meinem eigenen Küchentisch bleiben.

Zwetschgen Swirl Roll Cake

Zutaten

Für den Hefeteig

  • 400 Gramm Weizenmehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 50 Gramm Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 240 ml warmes Wasser

Für die Füllung

  • 500 Gramm Zwetschgen
  • Zucker (Menge nach Geschmack / lieber bisschen weniger)

Für das Frosting

  • 2 EL vegane Mascarpone
  • Puderzucker

Anleitungen

  • Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einem homogenen Teig kneten. Diesen mindestens 10 Minuten kneten lassen und anschließend 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Während der Teig geht, die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen. Ungefähr dreiviertel der Zwetschgen mit Wasser und Zucker in einem Topf aufsetzen und zu Kompott kochen. Die Zwetschgen sollten gerade so mit Wasser bedeckt sein und die Flüssigkeit muss so lange einreduzieren, bis das Kompott nicht mehr flüssig ist und sich gut verstreichen lässt. Geht dann schon ziemlich in Richtung Zwetschgenmus.
    Die übrigen Zwetschgen klein schneiden und bei Seite stellen.
  • Den fertig aufgegangenen Teig auf einer sehr gut bemehlten Arbeitsplatte zu einem großen Rechteck rollen und dieses komplett mit dem Zwetschgenkompott bestreichen. Anschließend die rohen Zwetschgenstücke darauf verteilen und den Teig von der Längsseite her aufrollen.
  • Die Teigrolle mit einem scharfen Messer in ungefähr 5 cm dicke Stücke schneiden und diese Stücke mit der Schnittkante nach oben in eine gefettete und bemehlte Springform setzen. Sie dürfen dort ruhig eng aneinander sitzen.
  • Wenn alle Stücke in der Form sind, den Kuchen nochmals 15 Minuten gehen lassen und anschließend bei 190 Grad Umluft für ca. 40 Minuten backen. Der Kuchen ist gar, wenn an einem eingestochenen Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt.
  • Für das Frosting den veganen Mascarpone in eine Schüssel geben und nach und nach so viel Puderzucker unterrühren, bis ein halbflüssiger Guss entstanden ist, der sich verstreichen lässt. Achtung: er soll nicht zu flüssig sein – daher mit wenig Puderzucker anfangen. Sobald der Guss eine gute Konstistenz hat, diesen über den noch warmen Kuchen geben und etwas verstreichen.
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Warum kommen gekochte und frische Zwetschgen in den Kuchen?

Das ist kein unnötiger Extra-Schritt, sondern tatsächlich Absicht. Aus einem Teil der Zwetschgen wird ein dickes Kompott gekocht. Es sorgt für eine intensive Fruchtigkeit und lässt sich anschließend wunderbar auf dem Hefeteig verstreichen. Die übrigen Zwetschgen werden dagegen frisch in kleine Stücke geschnitten und auf dem Kompott verteilt. So bekommt der Kuchen beides: cremiges Zwetschgenmus und saftige Zwetschgenstücke. Das macht die Füllung schön fruchtig, ohne dass der Hefeteig komplett durchweicht.

Warm, lauwarm oder kalt?

Hier scheiden sich die Geister. Frisch und warm aus dem Ofen ist der Zwetschgen Swirl Roll Cake natürlich großartig. Lauwarm finde ich ihn fast noch besser. Aber auch komplett abgekühlt funktioniert er wunderbar.

Du kannst ihn ganz klassisch in Stücke schneiden oder einzelne Hefeschnecken abzupfen. Gerade das macht den Kuchen ziemlich gemütlich: man braucht nicht unbedingt Teller und Besteck, wenn man eigentlich nur „mal kurz probieren“ wollte.

Und falls tatsächlich etwas übrig bleibt: Auch am nächsten Tag schmeckt er noch richtig gut. Am übernächsten übrigens auch. Vorausgesetzt, er hält so lange durch.

Mehr Zwetschgen gefällig?

Wenn du gerade mitten in der Zwetschgensaison steckst, lohnt sich ein Blick auf die anderen Zwetschgenrezepte auf Minime.life.

Ein bisschen weniger Chaos zum Kuchen

Ein Kuchen ist schnell gebacken. Der Alltag drumherum ist leider nicht immer genauso entspannt. Und genau deshalb geht es bei Minime.life nicht nur um Rezepte, sondern auch darum, wie wir unseren Alltag ein bisschen einfacher und entspannter gestalten können. Wenn dich das interessiert, schau gerne hier vorbei: „Weniger Chaos“ und/oder „Entspannter Alltag„.

Das vegane Mascarpone-Frosting

Das Frosting ist übrigens denkbar unkompliziert: vegane Mascarpone und Puderzucker werden miteinander verrührt, bis eine cremige, streichfähige Konsistenz entsteht. Beim Puderzucker würde ich hier aber tatsächlich nicht direkt eine große Menge hineinschütten. Fang lieber mit wenig an und arbeite nach und nach mehr Puderzucker ein. Das Frosting sollte schön dick bleiben und nicht zu flüssig werden.

Ich gebe das Frosting am liebsten über den Kuchen, solange er noch warm ist. Dann wird es leicht weich und verteilt sich ein bisschen über den einzelnen Hefeschnecken. Es muss dabei übrigens überhaupt nicht perfekt aussehen. Im Gegenteil. Ein bisschen Frosting, das an den Seiten herunterläuft, passt ziemlich gut zu diesem Kuchen.

Wo bekommt man vegane Mascarpone?

Ich habe bisher gerne die vegane Mascarpone von Schlagfix gekauft. Die gab es bei Rewe und auch bei Kaufland. Sortiment und Verfügbarkeit haben sich hier (Stand September 2026) aber wohl geändert und ich habe sie schon sehr lange nicht mehr im Supermarkt gesehen. Ich würde mich daher nicht darauf verlassen, dass sie überall dauerhaft erhältlich ist. Wo es sie aber manchmal noch gibt, ist bei Amazon: Schlagfix Créme wie Mascarpone [Amazon Affiliate Link].

Als mögliche Alternative könnte ein Frosting auf Basis eines ungesüßten veganen Skyr-Produkts (z.B. Alpro Skyr-Style Natur ohne Zucker) funktionieren. Das habe ich für dieses Rezept allerdings selbst nicht getestet. Deshalb würde ich dafür keine Garantie abgeben.

Kann man den Zwetschgen Swirl Roll Cake vorbereiten?

Der Kuchen schmeckt frisch und noch leicht warm besonders gut, lässt sich aber auch problemlos vollständig auskühlen lassen. Wenn du ihn für Gäste backst, kannst du ihn deshalb gut einige Zeit vor dem Servieren zubereiten. Besonders praktisch: Der Kuchen muss nicht perfekt portioniert werden. Die einzelnen Hefeschnecken lassen sich entweder schneiden oder direkt abzupfen.

Küchenszene mit Zwetschgen in einem Sieb auf einem Holzbrett. Davor aufgeschnittene Zwetschgen. Im Hintergrund eine Springform mit Zwetschgenkuchen. Rezeptbild zum veganen Zwetschgen Swirl Roll Cake.

Häufige Fragen zum Zwetschgen Swirl Roll Cake

Ist der Zwetschgen Swirl Roll Cake vegan?

Ja. Sowohl der Hefeteig als auch die Füllung und das Frosting sind bei diesem Rezept vegan.

Kann ich auch Pflaumen statt Zwetschgen verwenden?

Grundsätzlich eignet sich das Rezept auch für Pflaumen. Da Pflaumen meist etwas saftiger und weicher sind, kann sich allerdings die Konsistenz des Kompotts verändern. Entscheidend ist deshalb, dass das Kompott am Ende ausreichend dick eingekocht wird.

Welche Zwetschgen eignen sich für den Kuchen?

Am besten eignen sich reife, aromatische Zwetschgen, die noch etwas fest sind. Sehr weiche Früchte können beim Backen viel Flüssigkeit abgeben. In dem Fall musst du das Kompott etwas länger einkochen lassen.

Kann ich den Zwetschgen Swirl Roll Cake einfrieren?

Dazu habe ich für dieses konkrete Rezept keine eigene Erfahrung und würde deshalb keine konkrete Empfehlung zur Haltbarkeit im Gefrierschrank geben.

Kann ich den Kuchen aufwärmen?

Wenn du ihn gerne, so wie ich, lauwarm magst, kannst du ihn ohne Probleme kurz in der Mikrowelle aufwärmen.


Ich mag diesen Zwetschgenkuchen vor allem deshalb so gerne, weil er ein bisschen anders ist als der klassische Zwetschgenkuchen. Die Kombination aus fluffigem Hefeteig, fruchtigem Zwetschgenkompott, frischen Zwetschgenstücken und dem cremigen Mascarpone-Frosting macht ihn zu einem Kuchen, der gleichzeitig gemütlich und ein bisschen besonders ist. Und obwohl die einzelnen Hefeschnecken in der Springform ziemlich beeindruckend aussehen, ist die Zubereitung eigentlich unkompliziert.

Ob du ihn warm direkt aus dem Ofen isst, lauwarm zum Nachmittagskaffee oder am nächsten Tag aus der Hand zupfstm dieser Kuchen ist für mich ein ziemlich guter Grund, die Zwetschgensaison voll auszukosten. Also: Zwetschgen kaufen, Hefeteig ansetzen und losbacken.

Gutes Gelingen!

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