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Schwarzbiergulasch & böhmische Knödel (mit veganer Alternative aus Sojamedaillons)

Kaum ein Gericht steht für mich so sehr für kalte Herbst- und Wintertage wie ein langsam geschmortes Gulasch. Während das Fleisch stundenlang in der würzigen Sauce gart, verbreitet sich ein Duft in der Küche, der sofort Gemütlichkeit ausstrahlt. Dieses Schwarzbiergulasch bekommt durch das dunkle Bier eine besonders kräftige, leicht malzige Note. Dazu passen die fluffigen böhmischen Knödel perfekt, denn sie nehmen die Sauce wunderbar auf.

Das Rezept stammt ursprünglich aus einer Zeit, in der ich selbst noch Fleisch gegessen habe. Da viele Leser das Gericht weiterhin gerne nachkochen, bleibt es online. Gleichzeitig zeige ich dir weiter unten aber zusätzlich , wie du daraus ganz unkompliziert eine vegane Variante mit Sojamedaillons machen kannst.

Schwarzbiergulasch & böhmische Knödel

Servings 4

Zutaten

  • FÜR DAS GULASCH
  • 500 g Rindergulasch
  • 500 ml Schwarzbier
  • 400 ml Rinderfond
  • 3 Gemüsezwiebeln
  • 2 Karotten
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Pflanzenöl
  • FÜR DIE KNÖDEL
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 250 ml Wasser
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Zucker

Anleitungen

  • ZUBEREITUNG GULASCH
  • Zur Vorbereitung die Zwiebeln schälen, halbieren und in gleichmäßige Würfel schneiden. Diese können gerne auch etwas gröber sein, da sie zum Großteil verkochen. Die Karotten ebenfalls schälen und würfeln.
  • In einem großen Topf etwas Pflanzenöl erhitzen, die Zwiebeln und die Karotten zugeben und einmal kräftig anbraten lassen.
  • Das Gulaschfleisch ebenfalls zugeben, kräftig anschwitzen lassen und großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Den Gulasch mit dem Schwarzbier ablöschen und anschließend direkt den Rinderfond zugeben.
  • Bei mittlerer Hitze das Fleisch für mindestens eine Stunde köcheln lassen. Danach nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • ZUBEREITUNG KNÖDEL
  • Das Mehl mit der Hefe und dem Salz vermischen.
  • Die Trockenhefe gemeinsam mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und einige Minuten stehen lassen.
  • Die Flüssigkeit dann gemeinsam mit dem Ei zum Mehl geben und alles gründlich zu einem gleichmäßigen Teig verkneten.
  • Den Teig für ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis er seine Größe in etwa verdoppelt hat.
  • Sobald der Teig aufgegangen ist, diesen halbieren und zu länglichen Laibchen formen.
  • Zum Garen einen großen Topf voll gesalzenem Wasser zum Kochen bringen, die Knödel in das kochende Wasser geben und bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen.
  • Die fertigen Knödel in Scheiben schneiden und heiß servieren.
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Tipps für ein gelungenes Schwarzbiergulasch

Welches Schwarzbier eignet sich?

Grundsätzlich funktioniert jedes kräftige Schwarzbier. Besonders wichtig ist, dass du ein Bier verwendest, dessen Geschmack dir auch pur zusagt. Die Aromen landen später schließlich in der Sauce. Früher habe ich gerne Köstritzer genommen, allerdings ist mir das mittlerweile etwas zu bitter. Ich nutze aktuell sehr gerne Guinness.

Warum schmeckt Gulasch am nächsten Tag oft besser?

Während der Ruhezeit verbinden sich die Aromen noch stärker miteinander. Deshalb lohnt es sich, das Gulasch bereits am Vortag zuzubereiten und vor dem Servieren noch einmal aufzuwärmen.

Kann ich das Gulasch einfrieren?

Ja. Das Schwarzbiergulasch lässt sich problemlos portionsweise einfrieren und eignet sich daher hervorragend zum Vorkochen.

Sollte ich bei den Böhmischen Knödeln auf was bestimmtes achten?

Nimm zum Kochen unbedingt einen richtig großen Topf. Die Knödel gehen enorm auf und brauchen dann jede Menge Platz.

Muss ich unbedingt Knödel dazu servieren?

Nein. Auch Kartoffeln, Spätzle oder frisches Bauernbrot passen hervorragend dazu. Die Knödel saugen allerdings die Sauce perfekt auf. Es müssen aber nicht zwingend böhmische Knödeln sein. Kartoffelknödel oder Semmelknödel gehen genauso.

Vegane Variante mit Sojamedaillons

Da ich seit 2019 fast ausschließlich vegan esse, bereite ich meine Rezepte mittlerweile nur noch pflanzlich zu. Auch dieses Schwarzbiergulasch lässt sich überraschend einfach veganisieren. Statt Rindergulasch verwende ich dafür Sojamedaillons. Diese werden zunächst nach Packungsanweisung eingeweicht, gut ausgedrückt und anschließend genauso angebraten wie das Fleisch im Originalrezept. Den Rinderfond ersetzt du einfach durch Gemüsefond. Alle übrigen Zutaten können unverändert bleiben. Durch das Schwarzbier, die lange Garzeit und die kräftigen Röstaromen entsteht eine wunderbar herzhafte Sauce, die auch in der veganen Variante hervorragend funktioniert.

Was sind Sojamedaillons und wo bekommt man die?

Sojamedaillons bestehen aus entfettetem Sojamehl und werden getrocknet verkauft. Für die Zubereitung müssen sie zunächst ein Wasser oder Brühe eingeweicht werden und dann können sie wie Fleisch weiterverarbeitet werden. Du kannst sie in Schmorgerichten verwenden, als Schnitzel panieren, mit Knoblauch und Gewürzen marinieren und auf den Grill packen, als Gyros-Ersatz in der Pfanne braten, als Toppings auf Salaten verwenden – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich kaufe am liebsten die Sojamedaillons von Vantastic Foods im 800 g Pack bei Amazon [Affiliate Link]. Die ganze Packung kostet gerade mal 9,99 Euro, reicht mir locker einige Wochen und weil die Sojamedaillons ja getrocknet sind, kann ich die Packung ganz easy ungekühlt in meinem Vorratsschrank aufbewahren. Neben Amazon bekommst du Sojamedaillons aber auch im Asia-Markt und manchmal auch im Supermarkt.


Dieses Schwarzbiergulasch gehört zu den Rezepten, die mit wenig Aufwand besonders viel Geschmack auf den Teller bringen. Die Kombination aus kräftiger Schwarzbiersauce und fluffigen böhmischen Knödeln ist echtes Wohlfühlessen für kalte Tage. Und falls du dich heute lieber pflanzlich ernährst, musst du auf den Genuss ebenfalls nicht verzichten. Mit Sojamedaillons und Gemüsefond gelingt eine ebenso herzhafte vegane Variante.

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