Buch-Tipp: „Das Prinzip Kochen“ – Wer nachhaltig leben will, kocht selbst!

Täglich frisch zu kochen ist für mich ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Lebens. Wer frisch kocht und dabei idealerweise auf saisonale (Bio-)Zutaten aus der Region setzt, tut nicht nur dem Klima und er Umwelt etwas Gutes, sondern spart auch jede Menge Müll. Jetzt ist das Kochen aber ja leider nicht jedermanns Sache und es gibt noch immer viele Menschen da draussen, die mit dem Kochen nicht so wirklich warm werden. Meist deshalb, weil sie schlichtweg nicht wissen, wie es geht, sich nicht so wirklich ans Kochen ran trauen und/oder weil sie einfach nicht so experimentierfreudig sind.

Ich bin ja der Meinung, dass Kochen einfach jeder können sollte. Besonders wenn man sich für so Themen wie Nachhaltigkeit, Zero-Waste und Umweltschutz interessiert. Und genau deshalb möchte ich dir heute mein liebstes Kochbuch für Anfänger vorstellen: „Das Prinzip Kochen“ aus dem GU Verlag.

Kochen ist einfach – Im Prinzip!

Am Anfang hab ich ja gedacht, „Das Prinzip Kochen“ wäre nur wieder ein weiteres banales Grundkochbuch für Kochanfänger, welches simple Grundrezepte herunter rattert, die man ohne große Kochambition hin bekommt. Anfänger macht man mit solchen Büchern nur bedingt Lust, sich näher mit dem Kochen zu beschäftigen.  Die Ansage „Dieses Buch könnte dein Leben verändern„, hat mich dann aber doch neugierig gemacht.

Prinzip kapiert – Zum Koch mutiert

Nachdem ich mich ein paar Tage lang mit dem Buch beschäftigt habe, muss ich neidlos anerkennen, dass „Das Prinzip Kochen“ ein absolutes Juwel im Bereich der Kochbücher ist. Es enthält zwar genauso Grundrezepte wie fast jedes andere Kochbuch für Anfänger, aber die Rezepte sind allesamt so leicht und schlüssig erklärt, dass garantiert nichts schief gehen kann.

Ausserdem sind die tollen Grundrezepte auch noch längst nicht alles. Wenn man die Basis einmal verstanden, folgt nämlich erst der richtig witzige Teil des Buches. „Das Prinzip Kochen“ lässt den Leser nicht mit dem Grundrezepten alleine, sondern regt dazu an, weiter zu gehen. Es fordert dazu auf, mutig zu sein, mit Zutaten und Gewürzen zu experimentieren und die Grundrezepte als Basis für viele tolle neue Kreationen zu nutzen. Da wird selbst der größte Kochmuffel zum begeisterten Kochlöffel-Schwinger.

Praxistest

Natürlich habe ich „Das Prinzip Kochen“ auch einem Praxistest unterzogen und ein Rezept aus dem Buch nachgekocht. Entschieden habe ich mich für den Prototyp der Gemüsebrühe. Eine gute Brühe ist in der Küche nämlich einfach Gold wert. Sie ist Basis für so viele Suppen und Saucen, dass es absolut nicht verkehrt ist, immer ein wenig Gemüsebrühe im Kühlschrank zu haben. Für meine Paella Mixta, die ich vor ein paar Tagen gepostet hab, könntest du die Brühe beispielsweise prima gebrauchen. Und so geht´s:

Gemüsebrühe selbermachen

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Kochzeit: 2 Stunden

Gesamtzeit: 2 Stunden, 15 Minuten

Menge: ca. 2 Liter

Gemüsebrühe selbermachen

Zutaten

  • 1 Bund Suppengrün (Lauch, Sellerie, Karotte, Petersilie)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Tomaten
  • 2 Lorbeerblätter
  • 10 Pfefferkörner
  • 4 Zweige Thymian
  • Salz
  • 2 Liter Wasser

Zubereitung

  1. Das Suppengemüse und die Tomaten waschen, putzen und in gleichmäßige Stücke scheiden. Die Zwiebel mit Schale (!) waschen und halbieren. Den Knoblauch mit einem Messer anquetschen.
  2. Das Gemüse gemeinsam mit den Lorbeerblättern, den Pfefferkörnern, dem Thymian und etwas Salz in einen großen Topf geben. 2 Liter Wasser zugießen, erhitzen und einmal kräftig aufkochen lassen.
  3. Sobald die Brühe aufgekocht hat, die Hitze reduzieren und alles bei schwacher Hitze 2 Stunden zugedeckt ziehen lassen.
  4. Sollte sich während der Garzeit Schaum bilden, diesen mit einer Schaumkelle abschöpfen. Ansonsten die Brühe nach Ende der Garzeit über ein Sieb abgießen und nochmals abschmecken, bzw. nachsalzen.
https://minime.life/gu-prinzipkochen/

Prinzip Gemüsebrühe geglückt?

In meinem bisherigen Leben habe ich schon einige Gemüsebrühen gekocht und an Zutaten eigentlich immer dieselben genutzt, die auch in dem Grundrezept aus „Das Prinzip Kochen“ verwendet werden. Trotzdem ist mir mit diesem Rezept tatsächlich die beste Gemüsebrühe gelungen, die ich jemals gekocht habe. Das Mengenverhältnis der einzelnen Zutaten und die Garzeit passen wie die Faust aufs Auge und das Ergebnis ist eine geschmacksintensive Brühe mit phantastischer Farbe. Absolut genial!

Mein Fazit zum Buch

Ich habe ehrlich nicht erwartet, dass mich ein Kochbuch für Anfänger begeistern kann, denn schließlich habe ich mit dem Kochen bereits reichlich Erfahrung. „Das Prinzip Kochen“ hat es aber tatsächlich geschafft! Egal ob du kochen lernen willst, deine Kochkenntnisse ein bisschen erweitern möchtest oder schon kochen kannst – dieses Buch enthält so unfassbar viele wunderbare Anregungen, dass es eigentlich in keiner Küche fehlen darf.


Das Prinzip Kochen (ISBN 978-3833857201) ist am 10.09.2016 im Gräfe und Unzer Verlag erschienen, hat 336 Seiten und kostet als gebundene Ausgabe 24,99 Euro. Erhältlich ist es überall im Buchhandel und natürlich auch über Amazon: Das Prinzip Kochen: Kochen lernen? Im Prinzip ’ne Kleinigkeit! (Affiliate-Link).


Kochst du denn viel selbst? Und wenn ja, warum? Macht es dir einfach Spass, ist dir der gesundheitliche Aspekt wichtig oder geht es dir – so wie mir – zu einem großen Teil auch um das Thema Nachhaltigkeit?


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Monica Albrecht

Food- & Lifestyleblogger mit Leidenschaft für Minimalismus, Achtsamkeit und Umweltschutz.

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4 Antworten

  1. Ines sagt:

    Ja, ich koche viel, weil ich gerne warm esse. Ich esse mittags und abends warm und weiß gerne, was in meinem Essen ist. Gemüsebrühe koche ich nicht, die bereite ich als Paste vor. Gleiche Teil in Gramm Salz, Sellerie, Lauch, Möhren, Petersilienwurzel (oder ein Bund Petersilie), ein Schwung Pefferkörner, schreddern und in Gläser abfüllen. Perfekt!

    Mir ist auch wichtig, das Prinzip der Gerichte zu verstehen und dann mit zu experimentieren.

    • Hi liebe Ines,
      als Paste hab ich Gemüsebrühe noch nie gemacht. Dafür aber als Brühpulver. Das geht auch super, wenn man das Gemüse im Backofen trocknet und danach fein mahlt. Hält sich so auch ewig. dazu gibt es hier auf dem Blog übrigens auch ein Rezept.
      Viele Grüße
      Moni

  2. Andrea sagt:

    Ja, ich koche selbst, vor allem wegen den Zutaten. Ich will keine Konservierungsstoffe, Aromen und ähnliches im Essen haben. Der Nachhaltigkeitsaspekt ist natürlich ein zusätzlicher Pluspunkt!

    Danke für den tollen Tipp. Als Vielleserin habe ich Kindle Unlimited und das Buch ist da sogar inklusive. Ich werde es mir gleich mal holen! :)

    Liebe Grüße, Andrea

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