Veganes Schnitzel selber machen (knusprig & einfach)
Manchmal muss es einfach ein richtiger Klassiker sein: außen goldgelb und knusprig paniert, innen saftig und voll im Geschmack. Wenn du bisher dachtest, dass man für wirklich gute vegane Schnitzel komplizierte Zutatenlisten braucht oder stundenlang in der Küche stehen muss, habe ich eine gute Nachricht für dich: Du kannst richtig geniale Schnitzel ganz einfach selber machen und im Grunde unterscheidet sich die Zubereitung kaum von dem, wie man Schnitzel schon immer paniert hat.
Als Basis für meine veganen Schnitzel dienen Soja Big Steaks [Amazon Affiliate]. Einmal kurz in Brühe gekocht und ausgedrückt, lassen sie sich eins zu eins wie ein klassisches Schnitzel verarbeiten. Die Panierstraße funktioniert völlig gelingsicher auch ohne Ei und bringt dir genau dieses nostalgische Sonntagsessen-Feeling auf den Teller, das man in der veganen Küche oft vermisst.
Warum dich dieses Soja-Schnitzel begeistern wird:
- Vertraute Handgriffe: Du panierst im Grunde so, wie du es gelernt hast
- Günstig und vorratsfreundlich: Die getrockneten Soja Big Steaks halten sich ewig im Schrank und sind perfekt, wenn du spontan Lust auf was Deftiges hast.
- Verblüffend nah am Original: Die Textur wird durch das richtige Ausdrücken herrlich saftig und nimmt die Panade perfekt an.
Veganes Schnitzel
Zutaten
Für die Schnitzel-Basis
- 4 Soja Big Steaks
- 1,5 L Wasser
- 2 EL Gemüsebrühpulver
Für die Flüssigpanade
- 80 g Weizenmehl ca. 4 gehäufte EL
- 120 ml Hafermlich oder anderen Pflanzendrink
- 1 TL Paprikapulver edelsüss
- 1/2 TL Salz
- 1 Prise schwarzen Pfeffer
Für die Knusperschicht
- 100 g Panko-Paniermehl alternativ normales Paniermehl
Zum ausbacken
- 150-200 ml neutrales Pflanzenöl
Anleitungen
Soja-Schnitzel vorbereiten
- Soja Steaks kochen: Das Wasser in einem großen Topf aufkochen. Gemüsebrühe-Pulver einrühren, die Soja Big Steaks dazugeben und bei mittlerer Hitze für etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis sie komplett durchgequollen und weich sind.
- Soja Steaks vorbereiten: Die Soja Steaks mit einer Zange aus der Brühe nehmen und leicht abkühlen lassen. Anschließend sanft ausdrücken. Sie sollten nicht mehr tropfen, aber auch nicht komplett trocken sein, damit die Schnitzel innen schön saftig bleiben. Von beiden Seiten mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.
Panade vorbereiten & panieren
- Flüssigpanade anrühren: In einer flachen Schale das Mehl mit der Hafermilch, Paprikapulver, ½ TL Salz und Pfeffer mit einem Schneebesen glattrühren, bis ein zähflüssiger Teig (ähnlich wie etwas dickerer Pfannkuchenteig) entsteht. Das Panko-Paniermehl auf einen zweiten flachen Teller geben.
- Panieren: Jedes Schnitzel zuerst gründlich durch die Mehl-Hafermilch-Mischung ziehen, sodass alles bedeckt ist. Danach im Panko-Paniermehl wenden und die Knusperflocken von beiden Seiten leicht andrücken.
Schnitzel ausbacken
- Goldbraun ausbacken: Reichlich Pflanzenöl in einer großen Pfanne erhitzen (das Öl sollte den Pfannenboden gut ½ cm hoch bedecken). Die panierten Schnitzel ins heiße Fett geben und bei mittlerer bis hoher Hitze von jeder Seite ca. 3–4 Minuten ausbacken, bis die Panade wunderschön goldgelb und knusprig ist.
Servieren
- Die Schnitzel auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und direkt heiß mit einer Zitronenspalte garniert servieren.
Lust auf noch mehr einfache Alltagsgerichte?
Um das Sonntagsessen perfekt zu machen, diese Klassiker passen einfach perfekt als Beilage zu den veganen Schnitzeln:
- Schwäbischer Kartoffelsalat mit Brühe (das Original!)
- Knusprige selbstgemachte Herzoginkartoffeln
- Kartoffelgratin selber machen
- noch mehr Rezepte findet du in meinem Rezept-Archiv


Tipps für das perfekte Knusper-Ergebnis
- Nicht zu stark ausdrücken: Das ist das kleine Geheimnis bei diesem Rezept! Drücke die Soja Steaks nach dem Kochen in der Brühe wirklich nur sanft aus. Tropfnass sollten sie natürlich nicht sein, aber umso mehr Flüssigkeit im Schnitzel bleibt, umso saftiger ist es nach dem Ausbacken.
- Panko für den echten Crunch: Verwende am besten japanisches Panko-Paniermehl statt klassischer Semmelbrösel. Die groberen Flocken saugen sich beim Ausbacken weniger voll und sorgen für eine extrem knusprige Hülle. Panko bekommst du in jedem Supermarkt. Aber Achtung, dort bekommst du meist nur kleine 175 g Packungen, die relativ teuer sind. Günstiger ist es z.B. hier auf Amazon: Obento Panko Breadcrumbs [Amazon Affiliate]
- Das Öl macht die Magie: Beim veganen Schnitzel gilt das gleiche wie beim tierischen Schnitzel: Geize beim Ausbacken nicht am Pflanzenöl. Das Schnitzel sollte im heißen Fett leicht schwimmen, damit die Panko-Panade gleichmäßig goldgelb ausbackt und schön kross wird.
Häufige Fragen zum veganen Schnitzel
Ja, absolut gelingsicher! Die zähflüssige Mischung aus Mehl, Hafermilch und Gewürzen funktioniert wie ein natürlicher Kleber. Das Panko haftet daran perfekt und fällt beim Wenden in der Pfanne nicht ab.
Lass die Steaks ruhig die 30 Minuten Zeit in der kochenden Gemüsebrühe. Nur so quellen die getrockneten Soja-Medaillons bis in den Kern hinein komplett auf und bekommen diese angenehm weiche, fleischähnliche Textur.
Sehr gut sogar! Du kannst die Soja Steaks schon am Vortag in der Brühe einkochen und abkühlen lassen. Am nächsten Tag musst du sie nur noch kurz durch die Flüssigpanade ziehen, im Panko wenden und ab in die Pfanne hauen. Einmal paniert solltest du sie allerdings schnell verarbeiten, damit die Panade nicht matschig wird.
Man kann sie kalt essen (z.B. in Streifen auf einem Salat oder als Schnitzelchen auf dem Buffet) aber frisch aus dem heißen Fett schmecken sie am allerbesten.

Was sind eigentlich Soja Big Steaks und warum solltest du sie kennen?
Wenn du bisher noch nie etwas von Soja Big Steaks gehört hast: Keine Sorge, das geht vielen so! Dabei sind diese großen, getrockneten Soja-Medaillons echte Helden in der pflanzlichen Küche.
Kein hochverarbeitetes Ersatzprodukt Anders als viele Fertigschnitzel aus dem Kühlregal bestehen Soja Big Steaks in der Regel aus nur einer einzigen Zutat: entfettetem Sojamehl, das unter Druck in Form gepresst und getrocknet wird (sogenanntes texturiertes Sojaeiweiß). Sie kommen komplett ohne Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Palmfett oder Geschmacksverstärker aus. Du bestimmst durch deine Brühe und deine Panade ganz allein, wie dein Schnitzel schmecken soll!
Die unschlagbaren Vorteile:
- Ewig haltbar: Da die Soja Big Steaks getrocknet verpackt sind, kannst du sie monatelang (oder sogar jahrelang) im Vorratsschrank lagern. Sie nehmen keinen Platz im Kühlschrank oder Tiefkühler weg und sind immer griffbereit, wenn dich spontan der Hunger nach Schnitzel oder anderen deftigen Gerichten packt.
- Absolut preiswert: Aufs fertige Schnitzel gerechnet sind sie um ein Vielfaches günstiger als gekaufte Ersatzprodukte aus dem Supermarkt.
- Nährstoffbombe: Sie bestehen zu einem Großteil aus reinem pflanzlichen Eiweiß und machen richtig lange satt.
Wo bekommt man Soja Big Steaks? Im klassischen Supermarkt um die Ecke muss man meist etwas suchen oder hat Pech. Wenn, dann findest du es im Supermarkt im Vegan-Regal. Problemlos bekommst du sie aber in der Regel in Bioläden, gut sortierten Asialäden oder – noch unkoplizierter – online. Ich bestelle meine zum Beispiel immer 1-Kg-Vorratspack bei Amazon [Affiliate Link].
Was kann man noch damit machen? Soja Big Steaks sind echte Allrounder! Du kannst sie nach dem Kochen in Brühe nicht nur panieren, sondern zum Beispiel auch:
- In Streifen schneiden, anbraten und als veganes Geschnetzeltes in einer Rahmsauce servieren.
- In Streifen schneiden, scharf anbraten und als Gyros oder Döner-Ersatz verwenden.
- Marinieren und direkt auf den Grill legen oder zu Grill-Spießen verarbeiten.
- Du kannst sogar veganes Gulasch oder sonstige Schmorgerichte daraus kochen – wobei ich dafür lieber die kleineren Soja-Medaillons nutze [Amazon Affiliate].



Hast du schon mal mit Soja Big Steaks gekocht oder ist das dein erster Versuch? Hinterlasse mir super gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag – ich bin gespannt, wie es dir geschmeckt hat!
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