Dein minimalistisches Jahr im August: Nachhaltigkeit in Alltag & Freizeit

Bereits seit 40 Jahren nutzt die Menschheit mehr natürliche Ressourcen, als die Erde zur Verfügung hat. Der Earth Overshoot Day markiert dabei den Tag, an dem wir die Ressourcen aufgebraucht haben, die uns eigentlich für ein ganzes Jahr zur Verfügung stehen würden. Im Jahr 2016 fiel der Earth Overshoot Day auf den 3. August. 2017 war es der 2. August. Und 2018 haben wir es wieder einen Tag früher geschafft. Nämlich schon am 1. August. Wir leben, produzieren und verbrauchen also, als hätten wir da draußen irgendwo eine zweite Erde in Reserve. Die haben wir aber nicht. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht nächstes Jahr.

Um unser Gewissen zu beruhigen, versuchen wir uns rauszureden. Sagen, dass das uns ja nichts angeht. Dass nicht wir die schlimmen Umweltsünder sind. Wir sparen ja Strom und Wasser wo es geht. Wir fahren auch mal mit dem Fahrrad statt mit dem Auto. Und wir recyceln doch auch längst penibel unseren Müll. Was können wir also dafür, wenn die Industrie einen Scheiss auf die Ressourcen gibt? Wenn man es genau betrachtet, können wir sogar eine ganze Menge dafür. Denn wir sind die, die konsumieren. Wir bestimmen durch unser Konsumverhalten, was produziert wird und was nicht. Gepelllte Eier in Plastik, vorgeschnittenes Gemüse, Discounterfleisch und 2-Euro-Shirts von Primark gibt es nicht einfach so ohne Grund, sondern weil wir es kaufen!

Gerne sagt man „Zero Waste ist nicht praktikabel“, „Regional zu kaufen ist teuer“ und „plastikfrei im Alltag ist viel zu anstrengend“… Und ja, das ist zum Teil sogar richtig. Es ist anstrengend. Und mitunter teurer. Und manchmal bringt es einen an den Rand der Verzweiflung. Aber eines ist Fakt: Wir haben keine zweite Erde. Dieser Planet ist unsere Heimat. Und wenn jeder weiter nach dieser „Leck mich am Arsch“-Einstellung lebt, dann haben wir den Earth Overshoot Day nächstes Jahr schon im Juli. Und genau deshalb möchte ich die Mitmach-Aufgabe von “Dein minimalistisches Jahr” im August unter das Motto: “Nachhaltigkeit im Alltag” stellen. Jeder einzelne kann mit kleinen Veränderungen im Alltag dazu beitragen, dass der Earth Overshoot Day nicht noch weiter nach vorne wandert.


Die August-Aufgabe im Detail:

  • Konsumverzicht: Verzichtet im August einmal ganz bewusst darauf, Dinge zu konsumieren, die nicht unbedingt nötig sind. Wozu eine neue kurze Hose kaufen, wenn man vielleicht einfach eine alte Jeans abschneiden kann? Wieso einen neuen Bikini bestellen, wenn man noch drei alte im Schrank hat? Muss das Eis am Stiel unbedingt sein? Braucht es einen Strohhalm im Cocktail? Und wieso nicht einfach mit ein bisschen Wasser abkühlen, anstatt sich teure Erfrischungssprays zu kaufen?
  • Regionale und Saisonale Lebensmittel: Die Natur bietet uns jetzt im August eine so derartige Fülle an frischem Obst und Gemüse aus der Region, wie wir sie selten haben. Nutzt das. Auf Wochenmärkten könnt ihr jetzt oft schon große Mengen Obst und Gemüse für wenig Geld kaufen. Da lohnt es sich durchaus aus, einen Vorrat für die kalte Jahreszeit anzulegen.
  • Nachhaltiges Freizeitvergnügen: Es ist warm, die Sonne scheint und das Wetter ist geradezu dafür gemacht, die Freizeit in der Natur zu verbringen. Wenn ihr jetzt noch an den See anstatt ins gechlorte Freibad geht, Fahrrad fahrt, anstatt mit dem Auto durch die Gegend zu gondeln oder im Garten in der Sonne liegt, anstatt ausgedehnte Shopping-Trips in die Stadt zu unternehmen – perfekt!
  • Schminke – weniger ist mehr: Wenn die Temperaturen im August so richtig in die Höhe klettern, macht das unserer Haut ganz schön zu schaffen. Wie wärs also mal damit, diese nicht auch noch unnötig mit Make-Up zu belasten? Lasst dicke Make-Up-Schichten doch einfach mal weg. Den Kajal genauso. Der läuft sowieso nur in die Augen und fängt fürchterlich an zu brennen. Natural-Sommer-Beautys mit offenen Beach-Wave-Hairs sind doch sowieso viel schöner.

Das Ergebnis:

Ich würd sagen, wer eine oder mehrere dieser Aufgaben beherzigt, der wird einen ganz wundervollen August haben. Voll von schönen Erlebnissen und ganz viel Erholung. So wie das im Hochsommer halt auch sein soll. Und nebenbei hat man sogar noch Nachhaltig gelebt.

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Mehr Inspiration rund um die Themen Konsumverzicht, No-Make-Up, Nachhaltiges Freizeitvergnügen und regionale Produkte findet ihr hier:

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Wenn ihr bei der August-Aufgabe mitmacht, oder mitgemacht habt, dann hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar, wie ihr damit klargekommen seid. Gerne könnt ihr auch ein bisschen erzählen, wie ihr Nachhaltigkeit in eurem Alltag umsetzt. Alle Monatsaufgaben der Mitmach-Aktion findet ihr übrigens hier: Dein minimalistisches Jahr.


1 Comment

  1. Soooo schöne Ideen. Danke! Es werden einige im August und vl für immer angewendet :-)

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