Grundsätzliches

„Es muss nicht immer alles perfekt sein“ sagte die Zufriedenheit zum Glück…

Wenn man einen Menschen fragt, nach was er in seinem Leben am allermeisten strebt, dann bekommt man sehr häufig die Antwort: „Nach dem Glück“

Das verwundert nicht wirklich, denn glücklich zu sein, mögen wir schließlich alle gerne.

Was ist aber dieses „Glücklich sein“ eigentlich genau? Was umfasst diesen Zustand? Und ist es überhaupt möglich, dauerhaft glücklich zu sein?

In ihrem Buch „Das Leben ist keine To-Do-Liste“ (hier die Buchvorstellung) hat Shirley Seul einige interessante Denkanstösse zu genau diesen Fragen geliefert. Und gleichzeitig hat sie mich dazu animiert, ein wenig genauer über das Glück an sich und über den Zustand des glücklich-seins nachzudenken.

Was sind unsere persönlichen Glücksmomente?

Wenn ich mir die 33 Jahre anschaue, die ich jetzt bereits auf diesem wundervollen Planeten verbringen durfte, dann gab es schon eine ganze Menge wirklich toller Glücksmomente:

Das Zusammenziehen mit einem Mann, unser Ja-Wort auf dem Standesamt, das Wiedersehen von Familienmitgliedern in Australien, das Treffen einer alten Schulfreundin in Amerika, der Besuch von Graceland und noch viele mehr.

Jeder dieser Glücksmomente war für sich alleine ganz besonders und hat sich mir auf ewig ins Gedächtnis gebrannt. Und wann immer es mir mal nicht so gut geht, brauche ich nur an Momente wie diese denken und schon geht es mir besser.

Die Gefahr hinter den Glücksmomenten

All diese Glücksmomente haben aber – zusätzlich zu dem Effekt glücklich zu machen – noch etwas anderes gemeinsam: Sie sind einzigartig. Die wahren Glücksmomente in unserem Leben sind meist nicht wiederholbar. Sie bleiben nur in unserer Erinnerung bestehen.

Und genau das ist das fatale.

Viele Menschen machen den Fehler, dass sie ständig nur nach dem ganz großen Glück suchen. Oder sie wollen dauerhaft glücklich sein. Oder schlimmstenfall beides.

Das große Glück wartet aber nun mal nicht an jeder Straßenecke und so sind viele Menschen permanent enttäuscht. Enttäuscht vom Leben, von der Liebe, vom Glück – einfach von allem.

Dabei könnte man es sich doch so einfach machen. So einfach, wie es sich Shirley Seul schon gemacht hat und so einfach, wie auch ich es mir seit ein paar Tagen mache:

Nicht dem Glück hinterher jagen, sondern einfach Zufrieden sein.

Zugegeben, „zufrieden sein“ hört sich immer irgendwie ungut an. Wenn man jemanden fragt wie es ihm geht und dieser antwortet mit „ich bin zufrieden“, dann kommt das irgendwie nicht so positiv rüber wie wenn man sagen würde „mir gehts blendend, ich bin glücklich“.

Schade eigentlich, denn Zufrieden sein ist doch im Grund ein toller Zustand.

Zufrieden sein bedeutet nichts anderes wie:

„Mir geht es jetzt im Moment gut. Mit all den Dingen die ich aktuell habe, mit all den Menschen, die mich zur Zeit umgegeben und mit all den Dingen, die ich im Moment tue“

Zufrieden zu sein ist also viel eher genau der Zustand, der im Alltag erstrebenswert ist. Nicht das Glücklich-sein.Denn mal ehrlich, wahre Glücks-Momente wie beispielsweise ein akutes Verliebtsein, eine Heirat, das Wiedersehen mit alten Freunden, die Geburt eines Kindes oder ähnliches, sind doch so besonders, dass sie gar nicht alltäglich sein dürfen. Würden sie alltäglich werden, würden sie nur ihren Glanz verlieren.

Weg vom Glück – hin zur Zufriedenheit

Ich kann wirklich jedem nur wärmstens ans Herz legen, dem Glück nicht mehr länger krampfhaft hinterher zu jagen, sondern die wenigen Glücksmomente zu genießen, wann immer sie gerade kommen. Für den Alltag tut es dann auch eine große Portion Zufriedenheit.

Und damit überlasse ich auch schon das Schlußwort einem bemerkenswerten Schriftsteller, Erfinder, Wissenschaftler und Staatsmann, der da die folgende klugen Worte sagte:

 


Zufriedenheit ist der Stein der Weisen. Zufriedenheit wandelt in Gold was immer sie berührt.

-Benjamin Franklin –


 

In diesem Sinne – Seid doch einfach mal wieder so richtig schön zufrieden!

 

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11 thoughts on “„Es muss nicht immer alles perfekt sein“ sagte die Zufriedenheit zum Glück…

  1. Ein toller Artikel!
    Ich sage auch immer, dass das Leben Höhen und Tiefen braucht.
    Klar kann ich mich heute darüber ärgern, dass das Wetter miserabel ist, aber wenn morgen die Sonne scheint, werde ich mich darüber mehr freuen, als wenn sie das heute auch schon getan hätte.
    Zufriedenheit ist ein großartiges Gefühl. Ich glaube, es ist sogar noch seltener als das Glücklichsein, da es irgendwie länger anhält und du es selbst in Hand hast. Glücksmomente lassen sich nur selten planen. Für ein zufriedenes Leben kannst du aber selbst sorgen.
    Danke, dieser Artikel hat mich sehr zufrieden gemacht 😉
    Liebe Grüße
    Silke von Minimalisch

  2. theresia
    Mit meinen 62 Jahren kann ich dir nur zustimmen, in der Zufriedenheit liegt das Glück, brauchte lange bis ich das sah. Liebe Grüsse Theresi

  3. Wieder ein ganz toller Text, Moni! Gefällt mir sehr gut die Richtung in die du da gerade gehst.
    Jetzt hast du sogar mich als Obermessi dazu gebracht daheim auszumisten. Ich hatte (das darf ich eigentlich keinem sagen, so peinlich ist das) tatsächlich noch ALLE Schulhefte meiner gesamten Schulzeit aufgehoben. Dazu noch unzählige alte Bravos, alle Postkarten die mir jemals jemand geschickt hat und noch viel mehr. Meine blaue Tonne wurde heute abgeholt und sie ist fast auseinandergebrochen, so voll war die.
    Also bitte weiter so, ich brauche diese Anstösse von dir 🙂

    Grüßle
    Julia

      1. Schön, ich habe deinen Beitrag mit aufgenommen. Setze doch bitte noch einen Hinweis mit Link in/unter deinen Text, damit auch alle, die die Kommentare nicht lesen, die Möglichkeit haben noch mehr Glückstexte zu lesen.

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