Mein Camino – Noch 2 Monate bis zum Jakobsweg

Vor gerade mal knapp einem Jahr keimte in mir der erste zaghafte Gedanke, den Jakobsweg zu wandern (siehe auch: „If it seems crazy – do it!„). Was als fixe Idee begonnen hat, die von meinem Umfeld gerne mal belächelt wurde, mauserte sich ziemlich schnell zu einem ernsten Vorhaben.

Live-Blogging vom Weg? Ja oder nein?

In den letzten Monaten lief die Vorbereitung für meine 3 Wochen auf dem Camino auf Hochtouren. Urlaub wurde eingereicht, Rucksack und Wanderschuhe besorgt, Flüge gebucht, der Pilgerausweis beantragt und bei all dieser Vorbereitung verging die Zeit wie im Flug. Heute sind es tatsächlich nur noch 2 Monaten, bis ich schon unterwegs bin.

Darüber, wie ich mit meiner Reise hier auf dem Blog umgehen soll, habe ich mir im Vorfeld natürlich ausgiebig Gedanken gemacht. Anfangs wollte ich euch mehr oder weniger auf den Camino mitnehmen. Live-Blogging vom Weg sozusagen. Diese Idee habe ich in den letzten Wochen allerdings wieder verworfen. Je näher der Abflug rückt, umso mehr wird mir nämlich bewusst, dass diese Reise eine sehr persönliche werden wird. Selbst wenn mein Mann und meine Schwester mit dabei sein werden.

Die persönliche Motivation siegt

Meine Entscheidung steht also, dass ich den Weg ganz alleine für mich gehen werde. Ich werde mein Handy zwar dabei haben, aber dieses vorrangig nicht nutzen. Ich werde sicher zwischendurch Tagebuch schreiben und bestimmt auch ab und an ein Bild auf meinem Instagram-Account posten, aber Live-Blogging vom Weg wird es definitiv nicht geben.

Ich will auf dem Weg erfahren, wie wenig ich tatsächlich zum leben brauche. Angewandter Minimalismus in der Praxis quasi. Und das schließt die Technik und vor allem auch die Online-Welt mit ein.

Infos, Tipps & Tricks

Weil ich aber weiß, dass einige von euch gerne mehr Infos rund um meinen Camino gelesen hätten werde ich bis Ende August in regelmäßigen Abständen noch ein paar Beiträge rund um den Jakobsweg nachreichen. Beispielsweise meine Packliste, Tipps zur Anreise und natürlich auch unsere Reiseroute.

Zeit für euer Feedback

Falls ihr also Fragen habt, irgendwas Spezielles wissen wollt oder uns einfach noch euren persönlichen Geheimtipp für den Camino mit auf den Weg geben wollt (was ein geniales Wortspiel eigentlich), dann nutzt doch das Kommentarfeld unten. Ich freu mich über eurer Feedback und eue Tipps.

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12 Comments

  1. Anne says:

    Hi Moni,
    nun bist du ja unterwegs und ich bin mega gespannt, wie es ist! Die Entscheidung, nicht live zu bloggen find ich allerdings super und kann ich sehr gut nachvollziehen, sonst wäre das wohl eher ein Arbeitstrip…
    Wenn das Baby nicht unterwegs wäre, wäre das übrigens auch mein Plan diesen Sommer gewesen, umso neugieriger bin ich! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Toll, dass dein Mann mitmacht, meiner wäre zuhause geblieben.
    Viel Spaß und Freude und was du dir alles von der Reise erhoffst! Bin auf deine Berichte sehr gespannt!
    <3 Anne

    12 Comments
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  2. bettina says:

    Was mich mal interessiert, trainierst du vorher? Oder bist du eh schon ausgefuxte Wanderstante?
    Ich beneide dich sehr um diesen Trip und wünsche dir eine wundervolle Zeit!

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    1. Mini.Me. says:

      Hi Bettina,
      ich trainiere vorher nicht. Wir sind 2 x mit unseren neuen Rucksäcken unterwegs gewesen und ähnlich lange Strecken gelaufen, wie die Tagesetappen, die wir geplant haben, aber mehr auch nicht. Wenn das 80 Jährige Rentner schaffen, dann kann ich das sicher auch *lach*

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  3. Karina says:

    Von Mitte August bis Mitte September bin ich 2014 den Weg gelaufen. Von SJPP bis Santiago. Mein Rucksack war sehr schwer. Ein ganz toller Service von der spanischen Post und Geheimtipp: schick Pakete mit überflüssigen (auch minimal gepackt kann es schwer werden) Sachen nicht teuer nach Deutschland sondern nach Santiago. Frag in Herbergen, wie du beschriften musst. Die Sachen werden für PilgerInnen bis zu 30Tage auf der Poststation gelagert und können bequem abgeholt werden.
    Und zum Blog: es bloggen genug andere, ich hielt es wirklich nicht für notwendig.
    Viel Erfolg, es ist eine tolle Erfahrung! (Wenn du speziell Fragen hast, schreib mir gern zurück.)

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    1. Mini.Me. says:

      Hi Karina,
      vielen Dank für dein Feedback. Wie war denn bei dir das Wetter so Anfang / Mitte September? Ich hab ja ein klitzekleines bisschen angst, dass es noch immer voll heiß sein könnte :(

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      1. Karina says:

        Es war heiß, deswegen bin ich jeden morgen um sieben losgewandert und war im Schnitt um eins in der nächsten Herberge. Mit einer Dusche und Mittagsschlaf habe ich die Siesta verbracht bis ich um fünf einkaufen gegangen bin. Damit erspart man sich das schlimmste. Nimm dir einen guten Sonnenschutz für den Kopf und die Haut mit. Ich bin immer in kurzer Hose und Tshirt gewandert, weil es mir anders zu warm war. Da gehen die Meinungen aber weit auseinander. Gefroren habe ich eher bei Regen. In Galizien ist es auch nochmal frischer, als in den anderen Teilen.
        Du solltest es mit deiner Jahreszeit aber angenehm haben. :)

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        1. Mini.Me. says:

          Vor Hitze hab ich ja einen heiden Respekt. Mir ist es lieber einen Tick zu kühl, als zu heiss. Ich hoff mal, dass uns die große Hitze nicht erwischt. Sonnenschutz ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema und eine Mütze brauch ich noch. ich hab aber auch noch keine Hose. Das kauf ich alles im laufe der nächsten 2-3 Wochen.

          12 Comments
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  4. Bree says:

    Wie genial. Und ja, das verstehe ich sehr gut. Ich wünsche die jetzt schon viel Spass und viele tolle Erlebnisse.

    Gute Reise!
    Bree

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  5. Rita Zinke says:

    Tollab Mitte September bin ich auch unterwegsfreue mich , vorher von deinen Vorbereitungen zu lesenLiebe Grüße, Rita

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  6. Kristina says:

    Ich finds mega, dass du das machst. Ein Kumpel lief vor zwei Jahren auch den Jakobsweg. Von Grenoble nach Santiago de Compostela. Er war viele Monate unterwegs und hat einfach so tolle Dinge erlebt. Ich glaube von so einer Erfahrung zehrt man sein Leben lang.

    Liebe Grüße
    Kristina

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