Capsule Wardrobe: So stellst du dir eine minimalistische Garderobe zusammen

Ein überfüllter Kleiderschrank bedeutet nicht automatisch mehr Auswahl. Im Gegenteil: Je mehr Kleidung sich in deinem Schrank stapelt, desto schwerer fällt die Entscheidung, was du eigentlich anziehen möchtest. Viele Teile werden kaum getragen, andere geraten zwischen den vielen Bügeln und Stapeln völlig in Vergessenheit.

Genau hier setzt das Konzept der Capsule Wardrobe an. Statt immer neue Kleidung zu kaufen, geht es darum, eine Garderobe aufzubauen, die wirklich zu dir, deinem Alltag und deinem persönlichen Stil passt. Wenige, gut kombinierbare Kleidungsstücke reichen oft aus, um zahlreiche Outfits zusammenzustellen – ohne ständig das Gefühl zu haben, etwas zu vermissen.

Eine Capsule Wardrobe bedeutet dabei übrigens keineswegs Verzicht. Sie hilft vielmehr dabei, bewusster einzukaufen, Fehlkäufe zu vermeiden und morgens schneller das passende Outfit zu finden. Gleichzeitig sparst du Platz im Kleiderschrank, Geld und oft auch eine Menge Zeit.

In diesem Artikel erfährst du, was genau eine Capsule Wardrobe ist, wie du deine eigene minimalistische Garderobe Schritt für Schritt zusammenstellst und welche Fehler du dabei vermeiden solltest. Außerdem zeige ich dir, warum es dabei weniger um eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken geht als um Kleidung, die du wirklich gerne trägst.

Was ist eine Capsule Wardrobe?

Der Begriff Capsule Wardrobe stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Kapsel-Garderobe. Hinter dem sperrigen Begriff steht eine bewusst zusammengestellte Auswahl an Kleidungsstücken, die sich möglichst vielseitig miteinander kombinieren lassen.

Das Ziel ist nicht, möglichst wenig Kleidung zu besitzen. Stattdessen geht es darum, genau die Teile im Schrank zu haben, die du wirklich gerne trägst und die zu deinem Alltag passen. Aus wenigen gut aufeinander abgestimmten Kleidungsstücken entstehen so zahlreiche unterschiedliche Outfits.

Eine klassische Capsule Wardrobe besteht meist aus zeitlosen Basics wie T-Shirts, Blusen, Jeans, Stoffhosen, Pullovern und Jacken in Farben, die gut miteinander harmonieren. Trendteile oder auffällige Lieblingsstücke haben trotzdem ihren Platz – solange sie sich sinnvoll in deine Garderobe einfügen und regelmäßig getragen werden.

Viele Ratgeber nennen eine feste Anzahl an Kleidungsstücken, häufig zwischen 30 und 40 pro Saison. Ich halte solche Zahlen allerdings für wenig hilfreich. Eine Person, die im Büro arbeitet, braucht oft eine andere Auswahl als jemand im Homeoffice oder mit einem handwerklichen Beruf. Auch Hobbys, Sport, besondere Anlässe oder das Klima spielen eine Rolle.

Eine minimalistische Garderobe ist deshalb keine feste Regel, sondern ein individuelles Konzept. Für manche reichen 25 Kleidungsstücke völlig aus, andere fühlen sich mit 50 wohler. Entscheidend ist nicht die Zahl auf dem Papier, sondern dass dein Kleiderschrank übersichtlich bleibt und jedes Kleidungsstück einen echten Zweck erfüllt.

Woran erkennst du eine gelungene minimalistische Garderobe?

Eine Capsule Wardrobe muss weder langweilig noch eintönig sein. Vielmehr zeichnet sie sich durch einige gemeinsame Merkmale aus:

  • Die meisten Kleidungsstücke lassen sich miteinander kombinieren.
  • Du trägst fast alles regelmäßig.
  • Dein persönlicher Stil ist klar erkennbar.
  • Du kaufst seltener spontan neue Kleidung.
  • Morgens findest du schneller ein passendes Outfit.
  • Dein Kleiderschrank wirkt aufgeräumt und übersichtlich.

Wenn du diese Punkte beim Öffnen deines Kleiderschranks überwiegend mit Ja beantworten kannst, bist du einer funktionierenden Capsule Wardrobe wahrscheinlich schon näher, als du denkst.

Warum eine Capsule Wardrobe den Alltag erleichtert

Eine Capsule Wardrobe verändert nicht nur deinen Kleiderschrank, sondern oft auch den Blick auf Kleidung. Statt ständig über neue Outfits oder den nächsten Einkauf nachzudenken, nutzt du das, was bereits da ist – bewusster und mit mehr Freude.

Viele Menschen stellen fest, dass sie regelmäßig nur einen kleinen Teil ihrer Kleidung tragen. Der Rest bleibt monatelang im Schrank hängen oder wird nur für den Fall aufgehoben, dass man ihn irgendwann vielleicht doch noch braucht. Das sorgt nicht nur für Unordnung, sondern macht die tägliche Outfitwahl oft unnötig kompliziert.

Mit einer minimalistischen Garderobe fällt diese Entscheidung deutlich leichter. Du musst morgens nicht mehr zwischen dutzenden Oberteilen und Hosen wählen, sondern greifst automatisch zu Kleidung, die dir gefällt, gut sitzt und sich problemlos kombinieren lässt.

Die Vorteile einer minimalistischen Garderobe

Du sparst Zeit.
Je kleiner und übersichtlicher dein Kleiderschrank ist, desto schneller findest du ein passendes Outfit. Gerade an stressigen Morgen kann das den Start in den Tag deutlich entspannter machen.

Du kaufst bewusster ein.
Wenn du deine Garderobe kennst, erkennst du schneller, welche Kleidungsstücke dir wirklich fehlen – und welche nur einen kurzen Begeisterungsmoment auslösen würden. Das reduziert Fehlkäufe und spart langfristig Geld.

Du entwickelst deinen eigenen Stil.
Anstatt jedem Trend hinterherzulaufen, entsteht nach und nach eine Garderobe, die wirklich zu dir passt. Viele empfinden das als befreiend, weil sie sich nicht mehr ständig neu erfinden müssen.

Du nutzt deine Kleidung häufiger.
Lieblingsstücke verschwinden nicht mehr zwischen ungetragenen Kleidern, Pullovern oder Hosen. Fast alles, was im Schrank hängt, kommt regelmäßig zum Einsatz.

Du schaffst mehr Ordnung.
Ein aufgeräumter Kleiderschrank wirkt ruhiger und macht oft sogar Lust darauf, Kleidung ordentlich einzuräumen. Weniger Teile bedeuten automatisch weniger Chaos.

Du handelst nachhaltiger.
Wer Kleidung länger trägt und seltener neu kauft, schont Ressourcen und vermeidet unnötigen Konsum. Eine Capsule Wardrobe ist deshalb nicht nur praktisch, sondern kann auch ein Schritt zu einem nachhaltigeren Lebensstil sein.

Weniger Entscheidungen, mehr Energie

Vielleicht kennst du das Gefühl, dass sich kleine Entscheidungen im Laufe des Tages summieren. Was ziehe ich an? Welche Schuhe passen dazu? Welche Jacke nehme ich? Jede einzelne Entscheidung kostet ein wenig Aufmerksamkeit. Mit einer Capsule Wardrobe fallen viele dieser Überlegungen weg, weil die meisten Kleidungsstücke ohnehin gut zusammenpassen.

Genau deshalb geht es bei einer minimalistischen Garderobe nicht darum, möglichst wenig Kleidung zu besitzen. Es geht darum, den Alltag einfacher zu machen. Wenn dein Kleiderschrank dir morgens Arbeit abnimmt, hat er seinen Zweck erfüllt.

Wie viele Kleidungsstücke braucht eine Capsule Wardrobe wirklich?

Diese Frage gehört zu den häufigsten rund um das Thema Capsule Wardrobe. Vielleicht hast du auch schon gelesen, dass eine minimalistische Garderobe aus genau 30, 33 oder 40 Kleidungsstücken bestehen soll.

Die kurze Antwort lautet: Es gibt keine richtige Zahl.

Eine Studentin, die überwiegend Jeans und T-Shirts trägt, hat andere Anforderungen als jemand, der täglich im Büro arbeitet. Wer gerne wandert, regelmäßig Sport treibt oder häufig zu festlichen Anlässen eingeladen ist, benötigt ebenfalls eine andere Auswahl an Kleidung.

Deshalb ergibt es wenig Sinn, eine feste Anzahl an Kleidungsstücken als allgemeingültige Regel festzulegen.

Wichtiger als die Anzahl ist die Funktion

Eine gut geplante Capsule Wardrobe sollte vor allem zu deinem Leben passen. Stelle dir deshalb lieber diese Fragen:

  • Trage ich dieses Kleidungsstück wirklich regelmäßig?
  • Lässt es sich mit mehreren anderen Teilen kombinieren?
  • Fühle ich mich darin wohl?
  • Würde ich es heute noch einmal kaufen?
  • Hat es einen festen Platz in meinem Alltag?

Kannst du diese Fragen überwiegend mit Ja beantworten, bist du auf dem richtigen Weg – unabhängig davon, ob deine Garderobe aus 30 oder 60 Teilen besteht.

Eine Orientierung kann trotzdem hilfreich sein

Auch wenn ich nichts von starren Vorgaben halte, wünschen sich viele Menschen einen groben Anhaltspunkt. Als Einstieg kann deshalb folgende Größenordnung sinnvoll sein:

KategorieUngefähre Anzahl
Oberteile8–12
Pullover & Strickjacken3–5
Hosen & Röcke4–6
Kleider oder Jumpsuits2–4
Jacken & Mäntel2–4
Schuhe4–7 Paar

Diese Zahlen sind jedoch keine Regeln. Manche kommen mit deutlich weniger aus, andere brauchen etwas mehr. Entscheidend ist, dass deine Kleidung regelmäßig getragen wird und gut zusammenpasst.

Deine Capsule Wardrobe darf sich verändern

Eine minimalistische Garderobe ist kein Projekt, das nach einem Wochenende abgeschlossen ist. Im Laufe der Zeit wirst du feststellen, welche Kleidungsstücke echte Lieblingsstücke geworden sind und welche trotz guter Vorsätze kaum getragen werden.

Vielleicht verändert sich dein Stil, dein Beruf oder deine Freizeit. Dann darf sich auch deine Capsule Wardrobe weiterentwickeln. Minimalismus bedeutet schließlich nicht, starr an einmal getroffenen Entscheidungen festzuhalten, sondern bewusst zu wählen, was heute zu deinem Leben passt.


Capsule Wardrobe erstellen: Schritt für Schritt zur minimalistischen Garderobe

Der Gedanke, den eigenen Kleiderschrank komplett umzukrempeln, kann im ersten Moment überfordern. Die gute Nachricht ist: Du musst deine Capsule Wardrobe nicht an einem einzigen Tag fertigstellen. Oft entstehen die besten Ergebnisse sogar dann, wenn du dir Zeit nimmst und deine Entscheidungen in Ruhe triffst. Mit den folgenden Schritten baust du dir eine Garderobe auf, die zu deinem Alltag passt und dir das Anziehen jeden Morgen leichter macht.

1. Räume deinen Kleiderschrank komplett aus

Der erste Schritt ist gleichzeitig der wichtigste: Räume alles aus deinem Kleiderschrank. Ja, wirklich alles. Nur wenn sämtliche Kleidungsstücke vor dir liegen, bekommst du einen realistischen Eindruck davon, wie viel Kleidung du tatsächlich besitzt. Viele Menschen entdecken dabei längst vergessene Pullover, mehrere fast identische T-Shirts oder Hosen, die seit Jahren nicht mehr getragen wurden. Nutze die Gelegenheit und reinige den Kleiderschrank gründlich, bevor später nur noch die Kleidung zurückkehrt, die du wirklich behalten möchtest.

2. Sortiere ehrlich aus

Jetzt beginnt das eigentliche Ausmisten. Versuche dabei, nicht darüber nachzudenken, wie viel ein Kleidungsstück einmal gekostet hat oder ob du es „vielleicht irgendwann“ noch tragen könntest. Hilfreicher sind Fragen wie:

  • Trage ich dieses Kleidungsstück regelmäßig?
  • Fühle ich mich darin wohl?
  • Passt es zu meinem heutigen Stil?
  • Ist es noch in einem guten Zustand?
  • Würde ich es heute noch einmal kaufen?

Wenn du mehrere dieser Fragen mit Nein beantwortest, darf das Kleidungsstück gehen. Falls dir Entscheidungen schwerfallen, lege unsichere Teile zunächst in eine Kiste. Vermisst du sie in den nächsten Monaten nicht, kannst du sie später mit gutem Gefühl verkaufen oder spenden.

Tipp: Falls dir das Ausmisten generell schwerfällt, findest du auf minime.life auch einen ausführlichen Artikel mit praktischen Tipps zum Kleiderschrank ausmisten.

3. Behalte zuerst deine Lieblingsstücke

Viele beginnen damit, Kleidung auszusortieren. Ich finde den umgekehrten Weg oft einfacher. Lege zunächst alle Kleidungsstücke beiseite, die du wirklich gerne trägst. Die Jeans, nach der du immer wieder greifst. Den Pullover, in dem du dich wohlfühlst. Die Jacke, die einfach zu allem passt. Diese Lieblingsstücke bilden später das Fundament deiner Capsule Wardrobe. Erst danach entscheidest du, welche weiteren Kleidungsstücke dieses Grundgerüst sinnvoll ergänzen.

4. Achte auf Kombinierbarkeit statt auf Einzelteile

Eine Capsule Wardrobe funktioniert nicht deshalb so gut, weil sie wenig Kleidung enthält. Sie funktioniert, weil die einzelnen Teile gut zusammenpassen. Frage dich deshalb bei jedem Kleidungsstück:

  • Womit kann ich es kombinieren?
  • Passt es zu mindestens drei oder vier anderen Teilen?
  • Kann ich daraus unterschiedliche Outfits zusammenstellen?

Je vielseitiger sich deine Kleidung kombinieren lässt, desto mehr Möglichkeiten hast du – selbst mit einer kleinen Garderobe.

5. Wähle eine stimmige Farbpalette

Du musst nicht ausschließlich Schwarz, Weiß und Beige tragen. Eine Capsule Wardrobe darf bunt sein. Hilfreich ist jedoch eine überschaubare Farbpalette, bei der möglichst viele Kleidungsstücke harmonieren. Ein bewährtes Prinzip ist:

  • 2 bis 3 neutrale Grundfarben (zum Beispiel Schwarz, Dunkelblau, Weiß, Grau oder Beige)
  • 2 bis 3 Lieblingsfarben als Akzent

So entstehen automatisch viele Kombinationen, ohne dass dein Kleiderschrank eintönig wirkt.

6. Schließe Lücken nicht sofort

Nach dem Ausmisten fällt vielen auf, dass bestimmte Kleidungsstücke fehlen. Vielleicht besitzt du keine schlichte weiße Bluse mehr oder dir fehlt eine gut sitzende Jeans. Widerstehe trotzdem der Versuchung, sofort einkaufen zu gehen. Lebe zunächst einige Wochen mit deiner neuen Garderobe. Oft merkst du erst im Alltag, welche Kleidung dir tatsächlich fehlt – und welche du nur aus Gewohnheit kaufen würdest.

7. Kaufe künftig bewusster ein

Eine Capsule Wardrobe endet nicht mit dem Ausmisten. Sie lebt davon, dass auch zukünftige Kaufentscheidungen bewusster getroffen werden. Bevor ein neues Kleidungsstück einziehen darf, können diese Fragen helfen:

  • Brauche ich es wirklich?
  • Passt es zu meiner vorhandenen Garderobe?
  • Kann ich es vielseitig kombinieren?
  • Werde ich es häufig tragen?
  • Kaufe ich es aus Überzeugung oder nur spontan?

Wenn du diese Fragen ehrlich beantwortest, wirst du wahrscheinlich automatisch seltener Kleidung kaufen – dafür aber Stücke, die dich viele Jahre begleiten.

Perfekt muss deine Capsule Wardrobe nicht sein

Vielleicht stellst du nach einigen Monaten fest, dass ein Kleidungsstück doch nicht zu dir passt. Oder du entdeckst eine neue Lieblingsfarbe. Das ist völlig normal. Eine Capsule Wardrobe ist kein starres System, sondern entwickelt sich mit dir weiter. Sie darf wachsen, sich verändern und immer wieder an neue Lebenssituationen angepasst werden.

Beispiel: So könnte eine Capsule Wardrobe aussehen

Wie eine Capsule Wardrobe am Ende aussieht, ist natürlich individuell. Alter, Beruf, Hobbys und persönlicher Stil spielen dabei eine große Rolle. Die folgende Übersicht soll deshalb keine feste Vorgabe sein, sondern als Inspiration dienen. Passe sie einfach an deinen Alltag und deine Bedürfnisse an.

Weniger Kleidung, mehr Leichtigkeit

Eine Capsule Wardrobe ist keine Regel, an die du dich halten musst. Sie ist vielmehr eine Einladung, deinen Kleiderschrank bewusster zu gestalten und dich von Kleidung zu trennen, die dir den Alltag eher erschwert als erleichtert. Du musst dafür weder deinen gesamten Kleiderschrank auf einmal ausmisten noch dich an eine bestimmte Anzahl von Kleidungsstücken halten. Viel wichtiger ist, dass deine Garderobe zu deinem Leben passt und aus Kleidung besteht, die du wirklich gerne trägst.

Vielleicht wirst du feststellen, dass dir am Ende gar nicht weniger Möglichkeiten zur Verfügung stehen – sondern sogar mehr. Denn wenn sich deine Kleidungsstücke gut kombinieren lassen und fast jedes Teil ein Lieblingsstück ist, wird das Anziehen morgens deutlich einfacher. Genau das macht für mich den eigentlichen Gedanken einer Capsule Wardrobe aus: weniger Entscheidungen, weniger Fehlkäufe und mehr Raum für die Dinge, die im Alltag wirklich wichtig sind.

Falls du gerade erst mit dem Ausmisten beginnst, geh Schritt für Schritt vor. Es muss nicht alles sofort perfekt sein. Eine Capsule Wardrobe entwickelt sich mit der Zeit – genau wie dein persönlicher Stil.

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42 Kommentare

  1. Hallo liebe Moni und guten Morgen :)

    Ich habe gerade diesen tollen Beitrag zum Thema Capsule Wardrobe gelesen & beschäftige mich auch gerade mit diesem Thema… Auf meinem Blog möchte ich gerne dazu einen Blogpost veröffentlichen (und meine Entwicklung im Thema natürlich auch begleitend veröffentlichen).

    In meinem ersten Beitrag dazu würde ich nun gerne ein paar inspirierende und hilfreiche andere Blogs verlinken, die sich dem Thema annehmen und bin dann auf deinen Blog gestoßen ;)

    Deshalb meine Frage: darf ich deinen Beitrag in meinem Blogpost verlinken? Ich würde mich freuen!

    Liebste Grüße von Anni ;)

  2. Habe die Ehre!
    Schonmal einen Artikel gelesen bei dem in jeder Zeile der erste Buchstabe verdeckt ist??? Einfach mal die eigene Seite auf einem Kindle Tablet angucken. Da mag man auch keine Sharebuttons klicken, wenn sie ewiglich im Weg waren.
    Grüßeles
    Trisa

    1. Liebe Trisa,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Leider besitze ich kein Kindle Tablet und kann daher die Darstellung meiner Seite auch nicht auf selbigem übeprüfen. Dass du jeweils den ersten Buchstaben nicht sehen kannst, ist natürlich sehr schade. Da meine Seite aber responsive ist, bisher auf jedem mobilen Endgerät ohne Probleme dargestellt wurde und sich – abgesehen von dir – noch niemand mit einem ähnlichen Problem gemeldet hat, gehe ich davon aus, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, meine Seite auf einem anderen Gerät zu lesen. Wenn nicht, tut es mir sehr leid. Ich wüsste nicht, wo hier das Problem mit dem Kindle Tablet liegen soll.
      Viele Grüße
      Moni

  3. Liebe Moni,

    die Capsule Wardrobe hat es mir auch total angetan. Ich habe sie am Anfang für mich abgewandelt und jeden Monat eine kleine Anzahl an Kleidungsstücken aus meinem Kleiderschrank zu einem bestimmten Thema zusammen gesucht. Dadurch hab ich meine Kreativität angekurbelt um zu sehen was sich gut mixen lässt, in verschiedene Anlässe passt (ob es überhaupt Anlässe für das Kleidungsstück gibt), was ich eigentlich so brauche und wie das dann alles zusammen passt.

    Sehr geholfen hat mir dabei, dass ich 2012 einen kompletten Shoppingverzicht durchgezogen habe. Gleichzeitig habe ich jeden Tag ein unterschiedliches Outfit aus meinem Kleiderschrank getragen. Das hat nicht nur gut funktioniert, sondern mir auch die Augen geöffnet. Ich hatte viel zu viel und vor allem viel zu viel „ok“-Sachen. Die sind mittlerweile alle weg (das hat mich 3-4 Jahre Zeit gekostet) und jetzt weiß ich genau was ich will. Das heißt für mich momentan konkret, dass ich defiinitv Kleidung in Farbe brauche. Ich mochte immer Farbe, doch die letzten Jahre habe ich mich zu sehr vom schwarz-weiß Trend beeinflussen lassen. Es tut mir so gut endlich meine eigenen Bedürfnisse so klar vor den Augen zu haben. Für mich hat sich das Capsule Wardrobe Projekt sehr gelohnt.

    Ich habe übrigens 7 Bügel im Kleiderschrank auf denen jeweils ein Wochentag steht. Auf jeden Bügel kommt ein Outfit, welches ich für den jeweiligen Anlass zusammengestellt habe. Das mache ich meistens Sonntag, aber auch mal zwischendurch. Das hat mir sehr geholfen, wirklich Zeit zu sparen und gleichzeitig Lieblingsoutfits zu tragen (und auch mal mir die Zeit zu nehmen Neues auszuprobieren ohne am Morgen in Panik zu verfallen).

    Dein Blog ist wirklich super!
    Liebe Grüße,
    Bibi von http://happyandcity.blogspot.de/

  4. Liebe Moni,
    ich durchstöbere gerade deinen Blog (habe ihn über whatinaloves gefunden) und muss dir mein höchstes Kompliment aussprechen: Ich ärgere mich gerade, dass ICH diese Idee nicht hatte :D Richtig, richtig cooles Blogthema! Ich lebe auch recht minimalistisch und hatte auf meinem alten Blog schon ein zweijähriges Projekt zum Thema „weniger, besser und nachhaltiger kaufen“ (hier, falls du mal schauen magst: http://everydaysoap.net/collect-memories-not-things) Inzwischen habe ich dieses Verhalten sehr weiterentwickelt, sei es bei Makeup, Möbeln, Kleidung, …. Ich stelle fest, dass ich seit mindestens einem Jahr außer 1,2 essie Nagellacken (meine guilty pleasure) keine Kosmetik mehr gekauft habe – außer Sachen, die wirklich leer waren und die ich wieder brauchte. Meine Garderobe wird zunehmend weiß, grau und schwarz. Für manche mag das nichts sein, aber mir gefällt schlichte Eleganz ohnehin gut und ich investiere viel lieber mehr in einen richtig tollen Wollmantel und ein Paar schöne weiße Sneakers oder schwarze Chelsea Boots, als 482 bunte Sachen zu kaufen, die am Ende nicht zusammenpassen.

  5. Oh, das ist ein schöner Artikel und brennt mir schon so lange auf der Seele. Ich muss es unbedingt tun, unbedingt. In meinem begehbaren Kleiderschrank gibt es drei Abteile – zwei fasse ich nie an. NIE. Da sind die Sachen drin, die mal teuer waren. Die ich mit 20 immer anhatte (ich bin 47…). Wie trennt man sich von sowas???

    1. Hi Tina.. Das Trennen von Dingen ist nicht einfach und fängt definitiv im Kopf an. Du musst dich vor allem von dem Gedanken frei machen, dass etwas mal teuer war. Der Wert der Dinge darf keine Rolle mehr spielen. Vielleicht hilft dir ja der folgende Gedanke: Das Geld, welches du für ein Kleidungsstück ausgegeben hast, war genau in dem Moment weg, indem du das Teil gekauft hast. Du bekommst es nicht zurück. Erst recht nicht, indem du das Kleidungsstück weiter nutzlos in deinem Schrank hängen lässt. Mir selbst fiel dieser Gedanke am Anfang auch sehr schwer, aber mit der Zeit wird es einfacher. Mittlerweile kategorisiere ich beim Aussortieren nicht mehr in „war mal teuer“ und „war mal günstig“ sondern in „brauche ich“, „brauche ich nicht“ und „brauche ich nicht, macht mich aber glücklich“. Auf diese Art und Weise fallen die Entscheidugen sehr viel leichter.

  6. Feiner Artikel, vielen Dank! Drei kleine Ergänzungen:

    Zum Ausmisten eine „Quarantäne“-Box bereitstellen. Hier geht das rein, was man noch nicht aussortieren kann/mag, aber auch nicht zurück in den Schrank soll. Zettel mit Datum dran und in den Keller/Speicher damit. Beim nächsten Aufräum-Tag hervorholen: was seit 3/6 Monaten unberührt ist -> weggeben. Was man zwischendurch herausgeholt hat, darf bleiben. Ein Abschied auf Raten sozusagen…

    Upcycling betreiben: aus dem teuren, aber definitiv zu engen Kleid wird eine Tasche – so nimmt Aussortiertes noch mal alltagstaugliche Formen an (keine Nähkenntnisse? Die Volkshochschule o.ä. hilft weiter)

    Zum Weggeben bitte nur eine vertrauenswürdige Altkleidersammlung benutzen – nicht die Container am Straßenrand, da steht zumeist ein Geschäftsinteresse dahinter. Lieber die lokale Kleiderkammer einer gemeinnützigen Vereins, das Spenden entgegennehmende Sozialkaufhaus etc.

  7. Du hast einen tollen Post geschrieben!
    Das Umdenken in unserer heutigen Konsumgesselschaft ist enorm wichtig..
    Mit 12/13 Jahren war bei mir das shoppen total angesagt, immner neue Klamotten und egal welche Qualität hauptsache es ist neu, jetzt mit 17 kaufe ich, finde ich, schon sehr rational Klamotten ein und achte, wenn ich etwas kaufe auf die Qualität. Oberteile versuche ich nur noch selbst zu nähen und auch beim Kauf der Stoffe auf gute Qulität zu achten :)
    Eins muss ich noch los werde. Heute hat bei uns in der Innenstadt ein neuer Laden aufgemacht. Und ja, der hat echt klasse Angebote gemacht. Eigentlich war der Plan, naja, ich kann mal hingehen und gucken und als meine Mutter gefragt hat, ob ich überhaupt neue Schuhe brauche, war die Antwort ganz klar NEIN! Das Ende vom Lied, ich war noch nichtmal gucken:) *lach*

    Nach deinem Artikel und deinen Anregungen, muss ich auch mal wieder meinen Kleiderschrank aufräumen und wirklich hinterfragen, wie oft hatte ich das Teil überhaupt an ? und, brauche ich das wirklich ?

    Liebste Grüße
    Anna

  8. Liebe Moni,
    vielen Dank für den Artikel, der mich mal wieder einen anderen Blick auf mein Umfeld werfen lässt.
    Ich selbst lebe nicht minimalistisch – muss jedoch mit meiner kleinen Wohnung Maß in allem halten.
    Daher sind Deine Artikel willkommene Anregungen.

    Nach einer 10 wöchigen Wanderreit-Tour im letzten Jahr habe ich am eigenen Leib gespürt, mit wie wenig ich auskomme. 50 Kilo – mehr brauche ich zum Leben (auf Trekking Tour) nicht. Kochen, Essen, Schlafen, Waschen… Je weniger ich habe, um so weniger muss ich mich kümmern.

    Ich habe meinen Kleiderschrank ausgemistet. Jedes Teil wurde gefragt: Wer bist Du, was machst Du hier und warum und passt Du mir noch und gefällst Du mir auch? Vieles flog raus, ging in den Second Hand, Auktionen oder an Freundinnen und Bekannte.
    Ich fand es sehr frustrierend, dass man teuer erstandene Sachen so schlecht wieder los wird. Entweder will sie keiner, oder man bekommt nichts mehr dafür… Ein Vermögen flog raus.

    Und dann habe ich eine Klamottendiät gemacht:
    Ein Jahr keine neuen Sachen, außer Ersatz – weil verschlissen. Alle Besucher lächelten über meinen Erinnerungs-Zettel an der Küchentür. Es war eine harte Zeit. Am Ende jedoch ist es ein tolles Gefühl, keinen vollgestopften Kleiderschrank zu haben und wirklich alles auch zu tragen, was man hat.
    Und doch ist es so viel, dass man nicht jeden 2. Tag waschen muss.

    Seit August kaufe ich wieder ein. Zum einen hätte ich auch gerne mal ein neues modisches Stück und zum anderen sind meine Sachen jetzt auch wirklich getragen.
    Konsequent fliegt für jedes neue Teil ein altes heraus – und wandert an Bedürftige.

    Die empfohlene Anzahl der Kleidungsstücke aus den Ratgebern halte auch ich nicht für realistisch. Ich reite, fahre Ski/Snowboard und Motorrad, gehe Laufen und zum Zumba – und habe einen Büro-Job. Mit 40 Teilen für Sommer- und Wintergarderobe kommt man nicht weit…

    Ich freu mich auf weitere Inspirationen.

    Viele Grüße
    Dagmar

  9. Liebe Moni,

    mit diesem Beitrag hast Du bei mir ins Schwarze getroffen! Ich denke, was Reduktion auf das Wesentliche angeht, sind wir auf der gleichen Wellenlänge ;-)
    Ich weiß nicht, ob Du schon meinen Blog „Die Modeflüsterin“ kennst. Dort setze ich mich dafür ein, dass Frauen weniger, aber hochwertigere Kleidung einkaufen und damit besser aussehen als jemals zuvor. Dabei helfen Stil- und Figur-Tipps ebenso, wie beispielsweise eine Anleitung zur Kleiderschrank-Inventur oder wie man sich Schritt für Schritt eine Capsule Wardrobe für Bürokleidung aufbaut. Das wäre sicherlich eine gute Ergänzung zu Deinem Blog, den ich sehr schätze.

    Liebe Grüße sendet Dir
    Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Toller Artikel und passt genau zu dem, was ich anbiete. :) Es gibt noch soviele Kleiderschränke, die das brauchen. Danke, dass ich durch den Namen Capsule Wardrobe gelernt habe!

    LG Tanja

  11. für mich sind accessoires und minimalismus ein gegensatz.
    wenn ich möglichst wenig besitzen will, habe ich nur sachen die eine lebenswichtige funktion haben (dekorieren gehört nicht dazu…).
    also keine ohrringe, keine ketten, schminke, etc.

    1. Liebe Magda,
      wenn du den Minimalismus rein auf den Besitz beschränkst, dann hast du natürlich recht. Für mich schließen sich Accessoires / MakeUp und Minimalismus allerdings nicht aus, denn nur weil ich minimalistisch(er) leben möchte, bedeutet das nicht, dass ich komplett auf alles verzichten muss. Was ich in diesem Zusammenhang natürlich nicht mache, ist mir irgendwelchen Modeschmuck zu kaufen. Ich hab 2 Ketten, 1 Paar Ohrringe, 2-3 verschiedene Schals, ein Armkettchen und meinen Ehering. Das wars. All diese Dinge machen mich aber absolut glücklich, sind mir sogar teilweise heilig (da Geschenke von Familienmitgliedern) und ich trage jedes Teil davon sehr gerne und auch fast täglich. Daher fällt das für mich nicht unter den „muss-raus-zwang“. Ausserdem halte ich es grundsätzlich falsch, mich von Dingen zu trennen, die ich schon hatte, bevor ich mich ernsthaft mit Minimalismus beschäftigt hab. Ich lebe nach dem Motto „was glücklich macht bleibt, was nicht glücklich macht, fliegt raus“..und ich absolut happy damit!

  12. Oh ja, die Capsule Wardrobe :-) Ich bin so froh, das mal durchgezogen zu haben, aber selbst jetzt mit wenigen Klamotten bewundere ich die Minimalisten, die mit noch weniger auskommen. Ich träume davon, nur noch ein oder zwei Klamottensets zu haben, die gut waschbar sind und schnell trocknen – so dass ich mir wirklich GAR KEINE Gedanken mehr drum machen muss, aber gerade als Frau kommt man immer wieder in so Situationen Einladungen auf Hochzeiten, spezielle Anlässe – da braucht man schon wieder hohe Schuhe und ein schickes Kleid (möglichst nicht das Gleiche wie beim letzten Anlass) – da komme ich schnell mal an meine Grenzen mit der Capsule Wardrobe. :-) Liebe Grüße! Sina
    http://www.sina-jasur.de

    1. Liebe Mary,
      mir ist es auch lange schwer gefallen, mich zu trennen. Bei uns in der Familie wurde schon immer gerne gehamstert und alte Sachen aufgehoben. Hätte man ja irgendwann noch brauchen können. Aber mal ehrlich, so Dinge wie Jeans, die nicht mehr passen, oder Pullover, die eigentlich zu eng sind, gehören einfach weg. Man wird sie einfach nicht mehr anziehen. Das dauert, bis man das realisiert hat, aber irgendwann gehts ;)
      Ich drück dir die Daumen, dass du dich bald von überflüssigem trennen kannst.
      Liebe Grüße
      Moni

  13. Liebe Moni,

    ich bin ein Klamotten-Messie. Mein Kleiderschrank (groß und begehbar) ist bis obenhin voll mit Klamotten. Das liegt aber nicht daran, dass ich so unglaublich modebewusst bin, sondern daran, dass ich es hasse, Klamotten wegzuwerfen. Das Shirt kann man doch noch irgendwann zum Streichen anziehen. Und die Schlaghose in Größe 34 (!) passt sicher irgendwann wieder.
    Und plötzlich stand ich vor einer ganz neuen Situation. Schwanger. Jede Woche passen weniger Klamotten aus meinem sorgsam gehamsterten Vorrat. Im 4. Monat hab ich nen Rappel gekriegt und alles weggeräumt (ich geb zu, noch nicht weggeworfen, aber auf die Regalbretter ganz oben hinten verbannt) und ganz vorne meine neue Umstandsmode hingehängt. 2 Leggins, eine Jeans, eine schwarze Hose, ein paar Umstandsoberteile und 3 Kleider, dazu ein paar Jäckchen die ich vorher schon hatte. ICH HAB NIX MEHR ANZUZIEHN war der erste panische Gedanke. Aber es geht erstaunlich gut. Und es ist unglaublich befreiend und zeitsparend, weil ich morgens (egal wie verpennt ich noch bin) mit eine Griff ein Outfit habe. Und plötzlich finde ich wieder neue modische Seiten an mir, beginne farblich passende Schals zu den Klamotten zu kombinieren oder achte sogar auf die Schuhe dazu (das sind auch nur noch 3 Paar, die passen, flach sind und zum Wetter passen).
    Ich werde deinen Artikel auf jeden Fall nutzen um meinen Messiebestand nach der Schwangerschaft deutlich zu reduzieren. Danke!

    Grüße
    Julia

    1. Hi Julia,
      siehste, ganz genauso ging es mir auch. Nach dem ersten großen Ausmisten war auch erstmal Panik angesagt und ich dachte „Meine Güte, jetzt hab ich fast nix mehr und muss jeden Tag dasselbe anziehen“. Lustigerweise ist genau das Gegenteil der Fall. Früher hab ich viel öfters dieselben Outfits angehabt, weil ich immer genau dieselben Dinge herausgesucht hab, wenn ich mal wieder völlig überfordert vor dem übervollen Schrank stand. Heute brauch ich nicht mehr lange überlegen, ob Shirt, Jacke und Hose zusammen passen – es passt einfach alles. Und so kann ich kombinieren wie ich lustig bin und es kommt auch jeden Tag ein neues Outfit dabei raus.
      Dass du nach der Schwangerschaft weiter reduzieren willst, find ich klasse. Da brauchst dann eh Platz für ganz viel süsse Baby-Klamotten <3
      Grüssle
      Moni

  14. Toller Artikel, danke dafür. Werde ich gleich heute nach Feierabend beherzigen und den Schrank ausmisten. Will ich schon ewig machen, danke für den Tritt in den A**** ;-)

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