Grundsätzliches

Wie reduziere ich meinen Besitz? Und warum überhaupt? Ein paar grundsätzliche Gedanken zum Minimalismus…

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Während der Blog hier stetig wächst, nehmen unweigerlich auch die Seitenaufrufe über Suchbegriffe von Google & Co zu. Ein Suchbegriff, der mir dabei in den letzten Tage regelmäßig aufgefallen ist, war der folgende:

„Wie reduziere ich meinen Besitz?“

Ich muss zugeben, das ist wirklich eine sehr gute Frage. Und sie brennt aktuell scheinbar wirklich vielen unter den Nägeln. Grund genug, dieser Sache mal auf den Grund zu gehen:

Zunächst kann man ja sagen, dass die Antwort auf diese Frage erst einmal sehr offensichtlich scheint: „Wer seinen Besitz reduzieren will, muss was wegwerfen“ – PUNKT.

Wenn man die Sache genauer betrachtet, stellt man aber schnell fest, dass es ganz so einfach leider nicht ist. Das alleinige Reduzieren von Besitz wird nämlich auf Dauer nicht glücklich machen.

Und ist es nicht genau das, was das Ziel des Ganzen eigentlich sein sollte?

Minimalismus als Trend funktioniert nicht für jeden

Ich weiss, in unserer aktuellen Zeiten des Überflusses ist das Thema Minimalismus mehr und mehr im Kommen. Immer mehr Menschen wollen ausbrechen, wieder zurück fahren, back to the Roots quasi. Grundsätzlich finde ich das auch super und ich freue mich über jeden, der auf meinem Blog entsprechende Inspiration sucht – ich muss aber fairerweise auch dazu sagen, dass die minimalistische Lebensweise nicht für jeden geeignet ist.

Eine Fashion-Queen beispielsweise, die begeisterer Anhänger von PinkBox und Co ist und sich 8 x im Monat das neueste Make-Up passend zu den trendigen Hipster-Klamotten kauft, wird vermutlich niemals ein minimalistisches Leben führen können. Auch wenn sie es noch so sehr versucht.

Minimalismus ist mehr, als einfach nur ein paar Dinge zu entsorgen

Ich finde es aus diesem Grund sehr wichtig, sich im Vorfeld ein paar grundsätzliche Gedanken zu dieser ganzen Thematik zu machen. Denn Minimalismus ist mehr, als einfach nur ein paar Dinge zu entsorgen, die man nicht mehr braucht.

Wer den Minimalismus ersthaft leben will, integriert diesen nach und nach immer mehr in den Alltag. Das passiert ganz automatisch. Und ehe man es sich versieht, hat man schon sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. 

Man beginnt vielleicht mit der Reduzierung seines Kleiderschranks und hastdunichtgesehen, kauft man Obst und Gemüse nur noch auf dem Wochenmarkt, vermeidet Plastikmüll, verkauft sein Auto, geht lieber zu Fuß und am Ende wirft man vielleicht sogar Karrierepläne über Bord, weil man festgestellt hat, dass einem freie Zeit eigentlich viel wichtiger ist, als ein dickes Plus auf dem Konto.

Minimalistische Denkanstösse

Wenn ihr also über Google, Yahoo, Bing und Co auf diesen Artikel gestossen seid, und mit dem Gedanken spielt, euer Leben minimalistischer zu gestalten, dann habe ich euch hier einmal ein paar Ansätze zusammengestellt, über die es sich nachzudenken lohnt BEVOR man eine große Ausmist-Aktion zu Hause startet:

  • Warum will ich mein Leben überhaupt minimalistischer gestalten?
  • Wie weit bin ich bereit, Besitz aufzugeben?
  • Welche Besitztümer sind mir wichtig?
  • Welche Besitztümer kann ich ohne Probleme loslassen?
  • Was bin ich allgemein bereit zu ändern?
  • Wie soll mein Leben im idealfall aussehen?
  • Komme ich damit klar, wenn sich evtl. sogar die eigenen Werte ändern?

Wer diese Fragen ganz ehrlich für sich selbst beantwortet, wird schnell herausfinden, ob der Minimalismus eine Lebensform ist, mit der man klar kommt oder eben nicht.

Minimalistisch zu leben bedeutet nämlich nicht einfach nur, dass man seine Wohnung ausmistet. Die Reduzierung von Besitz ist genau genommen sogar nur ein ganz kleiner Teil. Vielmehr ist Minimalismus eher ein „ausmisten“ in allen Lebensbereichen. Weg mit allem was belastet und her mit allem was glücklich macht.

Und wer das verstanden hat, der wird seinen Besitz nach und nach ganz intuitiv von alleine reduzieren. Nicht von heute auf morgen – dafür aber nachhaltig.

Mini.Me.

 

P.S. Wer nicht mehr warten kann und unbedingt sofort mit der Reduzierung seines Besitzes anfangen will, der darf sich aber natürlich gerne meine 8 Tipps zum richtigen Ausmisten durchlesen. Die funktionieren auch, wenn man allgemein einfach nur ein bisschen Ordnung schaffen will. 

 

 

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3 thoughts on “Wie reduziere ich meinen Besitz? Und warum überhaupt? Ein paar grundsätzliche Gedanken zum Minimalismus…

  1. Es stimmt nicht, dass man Dinge wegwerfen muss, um zu reduzieren. Ich habe Dinge verkauft, verschenkt und gespendet. Das ist sehr viel ökologischer als wenn jemand etwas neu kauft was ich gestern weggeworfen habe.

  2. Den Besitz verringern ist nicht gleich Minimalismus. Das hast du schön beschrieben. Es ist nur für die meisten der erste (und auch einige Schritt) den sie auf dem Weg zum Minimalismus gehen.
    Ich würde sogar noch weitergehen und sagen, dass nach dem Minimalimus, das „einfache Leben“ folgt. Das ist sozusagen die Königsdisziplin beim Vereinfachen des Lebens.
    Die Frage ist aber, ob genau das die Hipsterbraut mit ihrem riesen Schminkköfferchen auch will. Ich würde behaupten, dass heute die wenigsten ein wirklich einfachen Leben führen wollen…

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