Entrümpeln

Digitales Entrümpeln – Ein kurzer How-To-Guide

Beim Stichwort „Minimalismus“ denk man in erster Linie an das Reduzieren von persönlichen Besitztümern wie Kleidung, Bücher, Haushaltsgegenständen und Ähnlichem. Gerne vergessen wird dabei aber, dass wir uns heutzutage nicht mehr nur in der realen Welt bewegen, sondern nebenbei auch noch ein mehr oder weniger umfangreiches digitales Leben führen.

Fast keine Arbeit kommt mehr ohne Internet aus, die E-Mail hat unsere Kommunikation schon vor Jahren revolutioniert und über Soziale Medien halten wir nicht nur nahezu rund um die Uhr Kontakt zu Familie, Freunden und Bekannten, sondern organsieren auch unsere Freizeit. Hinzu kommt, dass wir unsere Bilder, sowie Filme und Musik digital archivieren und auch konsumieren.

So praktisch die digitale Welt auch ist, sie bringt auch einige Probleme mit sich.

  • Wir lassen uns leicht ablenken
  • Wir stressen uns unnötig
  • Wir müllen uns mit Daten zu
  • Wir vergessen zunehmen die reale Welt um uns herum

Es gibt jedoch eine einfache Lösung, um diese Probleme schnell und effizient in den Griff zu bekommen:

Digitales Entrümpeln

Beim digitalen Entrümpeln entrümpelst du all die Dinge, die dir Zeit und Energie rauben. Dafür nimmst du dir Schritt für Schritt all die Bereiche vor, die du täglich nutzt und reduzierst dabei so vieles wie möglich.

Soziale Medien:

  • Erstelle eine kurze Übersicht über alle sozialen Netzwerke auf denen du angemeldet bist. Überlege dir, welche Netzwerke du davon wirklich regelmäßig nutzst und prüfe dann, ob du eventuell nicht den ein oder anderen Account kündigen kannst.
  • Speziell Facebook ist ein großer Zeitfresser. Schaue dir an, in welchen Gruppen du Mitglied bist und überlege dir, ob diese Mitgliedschaften wirklich alle nötig sind.
  • Plane Zeiten in deinen Tagesablauf ein, in denen die Nutzung von sozialen Medien tabu ist. Beispielsweise beim Essen oder während dem Fernsehen.
  • Lege ab und an ganz bewusst längere Auszeiten von deinem Social-Media-Life ein (siehe auch: Wie dir eine digitale Auszeit dabei hilft, mal wieder richtig abzuschalten)

E-Mail

  • Für Privatpersonen ist ein E-Mail-Konto für sämtliche Korrespondenz in der Regel völlig ausreichend. Hast du mehrere E-Mail-Konten? Wenn ja, überlege dir, ob du nicht eines oder mehrere davon stilllegen kannst.
  • Plane dir einen festen Zeitpunkt täglich für die Bearbeitung deiner E-Mails ein. Auch wenn die Kommunikation durch die E-Mail extrem viel schneller geworden ist, sollte niemand erwarten, dass er innerhalb von Minuten eine Antwort bekommt. Für Privatpersonen genügt es völlig, E-Mails 1 x am Tag zu beantworten. Für die Bearbeitung von Geschäfts-Emails kannst du dir jeweils am Vormittag und am Nachmittag 1-2 mal Zeit nehmen.
  • Stelle automatische Mail-Benachrichtigungen ab. Ganz besonders im Geschäftsbereich lenken diese ab und lassen dich deine eigentliche Arbeit viel unkonzentrierter angehen.
  • Reduziere deine E-Mail-Flut ganz allgemein, indem du dich von all den Newsletter abmeldest, die du eigentlich gar nicht liest.

Apps

  • Damit dein Smartphone nicht zu einem Sammelsurium an unnützen Apps wird, überlege dir vor jeder Neuinstallation ganz genau, ob du die betreffende App wirklich benötigst.
  • Prüfe deine installierten Apps regelmäßig dahingehend, ob du sie überhaupt noch nutzt. Ungenutze Apps löschst du sofort wieder. Denke dabei immer daran: Solltest du die App doch wieder benötigen, ist sie meist ohne Probleme schnell wieder installiert.
  • Weitere Tipps und Infos findest du auch hier: Das Kreuz mit den Apps – Ein Mitmach-Experiment

PC / Festplatte

  • Lösche Anwendungen, Apps und Programme, die du nicht mehr nutzt. Sie verbrauchen nicht nur unnötig Speicherplatz, sondern sorgen auch dafür, dass deine Menüs unübersichtlich werden.
  • Entwerfe eine sinnvolle Ordnerstruktur für Schriftverkehr, Bilder und Programme und sortiere vorhandene Dateien entsprechend ein.
  • Nutze Cleaning-Programme um deinen PC regelmäßig von unnötigem Ballast zu befreien.

Filme, Musik & Bilder

  • Nutze Streaming-Dienste, bei denen du Filme und Musik nicht mehr lokal auf deinen Geräten speichern musst. So sparst du Speicherplatz und alles bleibt schön übersichtlich.
  • Ordne deine Bilder nach einer festen Ordnerstrukur und speichere dort nur die Bilder, die du in jedem Fall behalten möchtest.
  • Behalte bei Bilder aus dem Urlaub, von Familienfeiern, Ausflügen oder Ähnlichem ausschließlich die Bilder, die auch wirklich etwas geworden sind. Verwackeltes, Unscharfess und Co sortierst du sofort aus.

Designer

 

 

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6 thoughts on “Digitales Entrümpeln – Ein kurzer How-To-Guide

  1. Ohja, für Digitales Zumüllen bin ich sehr anfällig 😀 Speziell seit es auf meinem Handy die Möglichkeit des Screenshot machens gibt, sammeln sich die Bilder nur so an. Ich glaube, ich sollte das alles bei Zeiten wirklich mal entrümpeln.

    Liebste Grüße
    Caro

  2. Danke für die vielen Tipps. Wollte auf meinem Blog bald auch mal eine ganze Serie zum Thema ausmisten machen und digitales ausmisten soll da auch einen zentralen Schwerpunkt bekommen. Ich merke nämlich auch, wie sehr mich der digitale Müll belastet. Ich finde es digital oft sogar noch schwerer auszumisten, weil das Zeug „keinen Platz“ verbraucht.
    Ein Buch im Regal oder ein Teller im Schrank verbraucht irgendwie aktiv meinen Lebensraum, aber ein paar Bytes mehr auf der Festplatte irgendwie nicht.

  3. Also Social Media ist beim Essen und Fernsehen tabu? Haha ich guge kein Fernsehen. Mal im Ernst es steht nicht um alle so schlecht. FB ist nett darf mich zum Lachen bringen und es kostet die Zeit die ich nicht mehr mit einer Papierzeitung verbringe. Wenn ich mal Tage nicht bei FB reingeschaut habe, dann kann es sein, dass in China ein Sack Reis umgefallen ist. So wie Du es formulierst, würde ich den Bereich für Dich persönlich nochmal gründlicher aufräumen und nicht annehmen, dass alle anderen sich auch im Social Media „verlieren“.

    1. Ich glaube, du hast hier etwas grundlegend falsch verstaden. Selbstverständlich steht es nicht um alle so schlecht – aber es ist nunmal Fakt, dass Social Media bei vielen Menschen mittlerweile das Leben schon regelrecht bestimmt. Nur weil das bei dir nicht so ist, muss das nicht bedeuten, dass das nirgendwo der Fall ist. Davon abgesehen, handelt es sich bei meinen Beiträgen um allgemeine Ideen und Vorschläge zu einem bestimmten Thema. Ich unterstelle in meinen Beiträgen niemandem etwas bestimmtes und ich nehme auch nicht an, dass sich jeder Mensch so verhält, wie es in meinen Beiträgen beschrieben ist. Was am Ende jeder für sich ganz persönlich aus meinen Beiträgen mitnimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich würde mir an deiner Stelle vielleicht eher mal Gedanken machen, warum du dich hier so angegriffen willst.

  4. Im Grunde halte ich mich schon an die Tipps, die Du hier gibst. Nur bei einer Sache habe ich in letzter Zeit geschludert: ich habe gaaaanz schön viele Apps auf meinem Handy und es ist echt nervig, weil ich immer ganz schön Suchen muss bis ich die App gefunden habe, die ich gerade brauche. Also danke für die Erinnerung. Da muss ich mal wieder Ordnung herstellen 🙂 Liebe Grüße! Sina

    1. Hallöchen liebe Sina,
      ich erwische mich auch immer wieder dabei, schludrig zu werden. Meine Apps habe ich erst vor kurzem wieder ausgemistet, aber in Punkto „digitale Auszeiten“ muss ich auch wieder ein bisschen konsequenter werden. Hier passiert es mir in letzter Zeit auch wieder, dass ich häufiger das Handy in der Hand habe, als ich mir eigentlich vorgenommen habe. Als Blogger ist das aber auch echt nochmal ne Spur schwieriger 😉
      Liebe Grüße
      Moni

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